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Folegandros
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Folegandros liegt in der südlichen Ägäis 40 km nordwestlich von Santorin, 27 km östlich von Milos und 56 km südwestlich von Naxos. Die Entfernung zur nächstgelegen Insel Sikinos beträgt 10 km. Dazwischen, in der Folegandros Sikinos Meerenge liegen die unbewohnten Inseln Tria Adelfia, Kardiotissa, Karavas und Kalogeros. Bei einer Fläche von 32 km² beträgt die Länge etwa 12,5 km und die Breite weniger als 4 km. Zwischen der Bucht von Angali (Όρμος Αγκάλης, Όρμος Βαθύ) im Südwesten und der Bucht von Vorina (Όρμος Βορεινά) im Nordosten liegt mit etwa 1100 m die engste Stelle der Insel. Dadurch wird die längliche Insel in einen westlichen und einen größeren östlichen Teil gegliedert. Steilküsten prägen den gebirgigen östlichen Teil, die höchste Erhebung der Insel Agios Eleftherios (Άγιος Ελευθέριος) erreicht 414 m. Der Westteil ist hügelig, zum Teil verfallene Terrassenkulturen gehören zum Landschaftsbild. Die höchste Erhebung Merovigli (Μεροβίγλη) erreicht 312 m.



Geschichte
Die frühesten Zeugnisse der Besiedlung sind die Reste einer prähistorischen Siedlung aus der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. (FK II) im Norden auf der kleinen Felsenhalbinsel Kastelos (Καστέλος).

Im 5. Jahrhundert v. Chr. unterwarf sich Folegandros zuerst den Persern, trat aber kurze Zeit später dem Attischen Seebund bei. Wegen der unwirtlichen Landschaft bezeichnete Aratos die Insel Siderenia (σιδερένια, σιδηρά γη ‚die Eiserne‘), auch als Echmiri (αιχμηρή ‚die Gezackte‘) war sie in der Antike bekannt. Während der römischen Zeit war die Insel vermutlich Verbannungsort. Römische Münzen wurden in der Chrysospilia (Χρυσοσπηλιά ‚Goldhöhle‘) gefunden.

Vom 13. bis zum 18. Jahrhundert war die Insel immer wieder Piratenüberfällen ausgesetzt. Von der venezianischen Herrschaft bis ins 19. Jahrhundert hieß die Insel Polykandros (Πολύκανδρος) davor Belikentra (Μπελίκεντρα).

Nach der Eroberung Konstantinopels während des Vierten Kreuzzuges wurde Folegandros im Jahr 1207 von Marco Sanudo unterworfen und wurde dessen persönlicher Besitz im venezianischen Herzogtum Archipelagos. Nachdem die venezianische Herrschaft von Sultan Selim II. 1566 beendet wurde übernahmen zwischenzeitlich die Herren von Sifnos, die bologneser Familie Gozzadini, Folegandros, bis es 1617 unter osmanischer Herrschaft kam. Während des russisch-türkischen Krieges wurde die Insel zwischen 1770 und 1774 russisch.

Im Jahr 1828 wurde Folegandros, wie die übrigen Kykladeninseln, Teil des griechischen Staates. Relativer Wohlstand herrschte im 19. Jahrhundert, da Auswanderer aus Konstantinopel und Alexandria die Familien finanziell unterstützten. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Militärjunta 1974 wurde Folegandros wieder Verbannungsort.



Sehenswürdigkeiten

Volkskundemuseum
Das 1988 gegründete Volkskundemuseum (Οικολογικό Λαογραφικό Μουσείο Φολεγάνδρου) ist in Ano Meria in einem typischen Bauernhaus des 19. Jahrhunderts untergebracht. Mit finanzieller Unterstützung des griechischen Kulturministeriums erwarb der Kulturverein Folegandros mit Sitz in Athen 1985 den alten, verlassenen Bauernhof mit 1200 m² Gelände. Ziel des Museums ist das unveränderte traditionelle Leben der Bewohner vom Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts aufzuzeigen. Das Fehlen von Schifffahrt und Handel und die anhaltenden Piratenüberfällen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, schränkten den Lebensstandard stark ein und erforderten die Selbstversorgung mit Lebensmitteln.

Panagia
Die Kirche Panagia wurde etwas unterhalb der antiken Akropolis, heute Paliokastro genannt, auf den Ruinen eines antiken Tempels der Göttin Artemis Selasforos und Apollon Prostatirios als katholisches Nonnenkloster errichtet. Aufgrund einer Marmorinschrift wird vermutet, dass die Kirche im Jahr 1687 renoviert wurde. Die einschiffige Basilika trägt mehrere Kuppeln. Im Glockenturm, der unmittelbar neben der Kirche steht, wurde ein römischer Torso eingearbeitet. Ihre heutige Form entstand nach Bauarbeiten zwischen 1816 und 1821. Ein gepflasterter Serpentinenweg führt von Chora zur Kirche.

Chrysospilia
Die Chrysospilia (Χρυσοσπηλιά ‚Goldhöhle‘) liegt auf der Nordostseite etwa 30 m über dem Meeresspiegel. Die über 300 m tiefe Höhle besteht aus zwei Hauptkammern die durch einen Korridor verbunden sind. In der ersten Kammer (100 x 50 m) wurde eine Zisterne aus römischer Zeit und ein menschliches Skelett gefunden, der Boden ist Muscheln übersät. In der zweiten 70 m langen Kammer haben sich Stalaktiten gebildet. Die Besonderheit der Höhle sind die über 400 an die Wänden eingravierten oder geschriebenen Namen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.. Die mehrheitlich männlichen Namen, die meisten mit Familiennamen, geben zusätzlich als Herkunftsort die Inseln der südlichen Ägäis oder Kreta an. Die bisher Ausgrabungen brachte Lampen mit erotischen Szenen und einen tönernen Phallus hervor. Deshalb wird angenommen, dass es sich um ein Initiationsritual oder eine mystische Zeremonie handelte, von der auch antike Geschichtsschreiber wie Ephoros von Kyme berichteten. Der Zugang ist vom Meer aus nur bei gutem Wetter möglich, in den Stein gehauene Treppen führen zum Eingang. Eine Besichtigung ist nicht möglich, da die archäologischen und speläologischen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind.



Wirtschaft
Auf der kargen und wasserarmen Insel prägen Terrassen vor allem im hügeligen Ostteil das Landschaftsbild. Die Landwirtschaft ist ein Haupterwerbszweig und wird heute überwiegend zur Selbstversorgung betrieben. Angebaut werden Getreide, Hülsenfrüchte, Zwiebel und Gemüse etwas Wein sowie Oliven- und Feigenbäume. Zunehmend verfallen die mit Trockensteinmauern (ξερολιθιές) angelegten Terrassen. In Weidewirtschaft gehaltene Ziegen liefern Fleisch und Milch für die Käseproduktion. Etwas Fischfang und Imkerei dient der Einkommensaufbesserung.

Seit Beginn 1980er Jahre gewinnen die Einkünfte aus dem Tourismus, der sich auf Folegandros aber tatsächlich nur auf wenige Individualreisende beschränkt, größere Bedeutung.
Präfektur:
Kykladen
Koordinaten:
36° 37′ N, 24° 54′ O
Höchste Erhebung.:
0–414 m
Ägäis–Agios Eleftherios
Fläche:
216 km²
Einwohner:
667 (2001)
Sitz:
ytilini
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Quelle: Wikipedia
 
 
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Chora Folegandrou
FOLEGANDROS
Malerische Orte  
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Chora Folegandrou

Auf dem 32 km2 grossen Folegandros ginbt es nur drei „richtige“ Orte: den Hafen Karavostasis, das verstreute Hangdorf Ano Meria und den wunderschönen Hauptort Chora.
Chora ist einerseits spektakulär wegen seiner Lage am felsigen Abgrund, andererseits bietet es schönste Kykladenarchitektur und idyllische Plätze und Gassen. Für mich ist es ein sehr sehr malerischer Ort, nicht umsonst sagen auch die Reiseführer, Chora zähle zweifellos zu den schönsten Kykladenorten.
Wer nach Ankunft im Hafen den Bus nach Chora nimmt (ca. 4 km), steigt bei der Plateia Pounta aus und wird wohl zuerst einmal den senkrechten Felsabsturz bewundern und ein erstes „wow“ sagen (zumindest mir ist es so ergangen). Ein weiteres „wow“ gilt der schneeweissen Kirche Panagia, die rechts oben am Felshang klebt, auch bedenklich nahe am Abgrund. Und bummelt man erst einmal durch die romantischen Gassen und das hübsche Kastroviertel, so stösst man immer wieder auf pittoreske Ecken.
Chora ist an den Abgrund gebaut, es liegt auf einem Felssattel, der an zwei Seiten über 150 m steil zum Meer abfällt. Weisse Hausmauern, brauner Fels und weit unten das tiefblaue Meer.
Der älteste Teil von Chora ist das Kastroviertel, die ehemalige venezianische Wehrsiedlung aus dem 13. Jahrhundert. Gegen aussen bieten meterdicke Mauern Schutz. Hübsch sind die zahlreichen steingemauerten Treppchen und die weissen Würfelhäuser. Farbe bringen die bunt bemalten Treppengeländer, farbigen Türen und Fensterrahmen sowie der Blumen- und Pflanzenschmuck.
Auch der restliche Teil des Ortes ist sehr malerisch. Schmale Gassen verbinden drei hübsche Plätze, wo sich Tavernen angesiedelt haben.
Im Sommer zur Hochsaison ist einiges los in Chora, gerade auch bei Italienern ist Folegandros sehr beliebt. Es gibt inzwischen einige Hotels und Zimmervermietungen, Geschäfte, Bars, Tavernen, Kafenia, Minimarkets. Zur Nebensaison ist es eher ruhig (war zumindest früher so). Als ich vor einigen Jahren in Folegandros war, gab es nicht tägliche Fährverbindungen. Das eine war eine Nachtfähre nach Santorini, die nie pünktlich war, aber das hat sich inzwischen vielleicht auch geändert. Nach Folegandros kommt man am besten ab Santorini oder Ios, ab Piräus und glaube ich auch noch ab Milos. Bei starkem Sturm kann die Fähre nicht immer anlegen…
Als ich in Folegandros war, war ich gleich hin und weg. Mir erschien die Insel wie aus dem Bilderbuch, vor allem das hübsche Chora mit den drei Plätzen, wo man so gemütlich in den Tavernen sitzt. Damals gab es nur eine Strasse, die vom Hafen nach Chora und von dort weiter nach Ano Meria führte.  Zu den Stränden musste man alles zu Fuss gehen. Ich denke, Folegandros hat sich sicher recht entwickelt, ich war einige Jahre später beruflich nochmals dort und damals waren einige sehr schöne Hotels in Chora entstanden. Leider weiss ich nicht, wie es nun in Folegandros so aussieht und wie stark es sich verändert hat zu der Zeit, als ich dort war. Irgendwann will ich bestimmt wieder hinfahren und es mir anschauen.


 


 

 
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