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Akropolis und Burg von Lindos
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Akropolis und Burg von Lindos
Der Akropolishügel war seit jeher eine Kultstätte, wo weibliche Gottheiten verehrt wurden. Zuerst in einer Grotte, dann in einem Holztempel, dann in einem steinernen Tempel. Der heilige Bezirk der Akropolis wurde im Laufe der Jahre ständig erweitert, es kamen weitere Säulenhallen und Terrassen dazu.
In byzantinischer Zeit entstand dann auf dem Akropolishügel eine kleine Burg, die den Einwohnern Schutz vor Piratenüberfällen bot. Die Johanniter bauten diese Burg später zu einer gewaltigen Festung aus.
Wer nicht zu Fuss auf dem Treppenpfad den Burghügel hinaufsteigen will, kann dies auf dem Rücken eines Esels tun.

Über eine monumentale Treppe, vorbei an mächtigen Mauern und Türmen, gelangt man ins Innere der Burg. Am Fusse der Treppe ist links an der Felswand ein 5 m langes Relief eines Kriegsschiffes zu sehen. Man kommt vorbei an den Resten der Burgkapelle auf die untere Terrasse des antiken Heiligtums. Eine Treppe führt hoch zum Propylon (Propyläen) aus dem 3. Jh.v.Chr. mit seinen mächtigen Säulen. Auf der oberen Terrasse steht der Tempel der Athena Lindia, der 342 v.Chr. errichtet wurde. Zu sehen gibt es noch weitere Tempel und Ausgrabungen, wie Zisternen, ein byzantinischer Turm, das Rittergebäude, die Stoa, der Psythiros-Tempel usw.

Man sollte sich jedoch nicht nur auf die Ruinen und Säulen konzentrieren, sondern unbedingt auch durch und über die Befestigungsmauern hindurchsehen und die Aussicht geniessen. Man sieht die fast vollständig geschlossene Paulus-Bucht und die flachen weissen Würfelhäuser von Lindos.
Die tolle Lage auf dem Felsenkliff, die mächtigen Mauern, die eleganten Säulen und die schöne Aussicht lohnen den Aufstieg!
 
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Berg und Ausgrabungen von Filerimos
RODOS
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Berg und Ausgrabungen von Filerimos

Der 267 m hohe Berg Filerimos liegt ausserhalb von Trianda, südwestlich von Rhodos-Stadt. Der Berg wurde benannt nach einem Einsiedler, der sich hier niedergelassen hatte und ein „Freund der Einsamkeit“ (=Übersetzung von Filerimos) war.
Filerimos blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Einst befand sich hier die Akropolis von Ialissos, einem der drei Stadtstaaten der Insel. Die Byzantiner bauten hier eine kleine Burg, die Ritter eine Kirche. Filerimos war auch Quartier des türkischen Sultans und zur  italienischen Besatzungszeit wohnten hier römisch-katholische Mönche.
Heute findet man auf dem Berg antike und mittelalterliche Bauten und Ruinen. Gut erhalten sind Kirche und Kloster-Gebäude aus der Ritterzeit, mit ihren Höfen, Kreuzgängen und Arkaden. Vom Athena-Tempel um 200 v. Chr.  sind Grundmauern und Säulenstümpfe erhalten. Und in einem Kirchlein sind alte Fresken zu bewundern.
Vom Parking aus führt ein Weg zu einer Aussichtsplattform (auf der entgegengesetzten Seite der Ausgrabungen). Italiener hatten diesen Weg angelegt und mit 14 Kreuzweg-Stationen geschmückt.
Ein Kiosk beim Parkplatz verkauft die Spezialität des Filerimos-Klosters: einen Kräuterlikör (zumindest war das bei meinem Besuch vor einigen Jahren so).
Der Aussichtspunkt ist frei zugänglich. Für die Ausgrabungen muss man Eintritt bezahlen. Sie sind normalerweise montags geschlossen.
Ein nettes Ausflugsziel! Vom Berg aus geniesst man eine schöne Aussicht. Und es ist ein schönes Erlebnis, zwischen den Ruinen hindurchzugehen und das Gebiet zu entdecken. Kommt man im Frühling, erfreut man sich an all den Blumen, im Sommer geniesst man den Duft der Kräuter und Pinien. Ein romantisches Plätzc hen, die Auffahrt auf den Berg lohnt sich.

 
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Das Asklipion
KOS
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Das Asklipion

Das Asklipion ist wohl die wichtigste Sehenswürdigkeit auf Kos. Es liegt ca. 4 km südwestlich von Kos-Stadt, Eintritt Euro 4.-, Öffnungszeiten ca. 8-20 Uhr, je nach Saison.
Das Asklipion war im Altertum eine Heilstätte, ein Sanatorium, und war die ärztliche Schule des Hippokrates gewesen. Es war Asklipios (= Äskulap), dem Gott der Heilkunst geweiht. Erbaut wurde es wohl ca. im 3. Jh. v. Chr. Es wurde durch ein Erdbeben zerstört, geriet in Vergessenheit und wurde ca. um 1900 von einem deutschen Archäologen wiederentdeckt und ausgegraben.
Das Asklipion ist auf 3 Terrassen erbaut, umgeben von Pinien und Zypressen, mit einem schönen Ausblick. Links vom Eingang sieht man römische Bauten, eine Stoa, Ruinen der Gebäude, wo die Patienten wohnten. Eine breite Treppe führt zur zweiten Terrasse, wo sich der Altar des Asklipios befindet, rechts davon der Tempel des Asklipios, dahinter Priesterräume und links die Säulen des Apollotempels. Die Treppe führt zur 3. Terrasse, wo in der Mitte der grosse Tempel des Asklipios steht, rundherum sind Stoa und Patientenräume zu finden.
Schön ist der Blick von der 3. Terrasse hinunter auf die unteren und die Umgebung. Hübsch ist auch die Lage umgeben von Pinien.
Nun ja, da es eine wichtige Sehenswürdigkeit ist, geht es oft auch ziemlich touristisch zu und her (v.a. wenn Busse der Inseltour hier vorbeikommen). Davon zeugen auch der Souvenirshop und die überteuerten Preise für frischen Orangensaft, den ein aktiver Verkäufer anbietet....
Aber die Lage ist idyllisch, und wer Säulen und antike Stätten liebt, darf das Asklipion nicht verpassen.

 
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Das Geisterdorf Anavatos
CHIOS
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Das Geisterdorf Anavatos
Das verlassene Dorf Anavatos liegt im Westen der Insel und ist vom Hauptort in einer guten Stunde erreichbar. Anavatos gehört zu den Mastixdörfern und ist durch seine traurige Geschichte bekannt geworden.
Wie viele der anderen Mastixdörfer, ist auch Anavatos durch seinen Wohlstand mit der Mastixproduktion, zum Ziel von Plünderern und später auch der festen Hand des Othomanischen Reiches geworden. Die Mastixdörfer wurden daher zu ihrem Schutz als Festungen konzipiert. Anavatos hatte durch seine spezielle Lage auf den steilen schroffen Felswänden einen besonders guten Schutz und widersetzte sich erfolgreich den zahlreichen Gegnern.
Als die Türken jedoch die Insel besetzten und später einnahmen ist auch Anavatos nach langer Belagerung gefallen.
Da sich die stolzen Chioten nicht ergeben wollten, stürzten sich die Frauen mit ihren Kindern in den Freitod während die Männer im Kampfe fielen.
Anavatos wurde später wieder besiedelt. Das Dorf so wie die ganze Insel standen jedoch unter keinem guten Stern. Nach dem Wiederstand gegen die Türken nahmen diese 1822 blutige Rache an über 30000 Chioten und richteten ein grausames Blutbad an.
Selbst nach diesem fürchterlichen Schicksalsschlag wurde Anavatos zum zweiten mal wieder aufgebaut.
1881 wurden Grossteile der Insel durch ein verheerendes Erdbeben zerstört. Auch Anavatos hatte abermals zahlreiche Opfer zu beklagen und wurde ein weiteres mal zerstört. Nach diesem Schicksalsschlag wurde das Dorf nicht mehr besiedelt.
Die historische Bedeutung von Anavatos führte dazu, dass die Regierung das Departement für Archäologie beauftragte das Dorf teilweise wieder aufzubauen.
Heute ist Anavatos ein bekannter Ausflugsort. Einige Häuser wurden als Feriendomizile wieder hergerichtet doch bleibt das Dorf grösstenteils unbewohnt.

Die Atmosphäre in Anavatos ist überwältigend. Die Erinnerung an die blutige Geschichte spielt hier auf jeden Fall eine grosse Rolle, doch auch die Lage des Dorfes ergreift einen unwillkürlich. Die schroffe Landschaft und die majestätische Platzierung auf den Felsvorsprüngen geben Anavatos etwas einmaliges.

Man ist völlig isoliert vom lauten Treiben der restlichen Welt und hört nur das Rauschen des Windes, der durch die Bäume und Sträucher bläst.

Die wieder aufgebauten Gebäude zeigen eine für Griechenland eher weniger bekannte Architektur. Spartanisch, kubische Bauten mit kleinen Fenstern, welche den Festungscharakter unterstützen. Dennoch hat Anavatos etwas sehr einladendes und man würde sich wünschen das sich die Gassen wieder mit Leben füllen.

Anavatos lässt sich durch eine Initiative die sich Aegean Echo nennt auch gemütlich über eine "Audio Tour" erkunden. Man erhält einen digitalen Audioplayer und kann sich so kompetent durch das Dorf führen lassen. Sehr empfehlenswert. Die Innitiative ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Beispiel für die positive Förderung des Tourismus. Schade ist nur das dies eine private Initiative ist die nicht staatlich unterstützt wird.

Ein Ausflug nach Anavatos lohnt sich auf jeden Fall. Beachten Sie jedoch das die Temperaturen im Hochsommer auch in den Bergen von Chios sehr hoch sind. Es ist daher von Vorteil wenn Sie den Zeitpunkt für Ihren Besuch auf den frühen Morgen oder den späten Nachmittag legen.

In Anavatos gibt es eine kleine Taverne die eine bescheidene aber sehr schmackhafte Auswahl anbietet. Es rentiert sich auf jeden Fall mit dem Gesprächigen Koch und der amerikanischen Wahlgriechin zu plaudern. Sie haben viele witzige und auch spannende Geschichten zu erzählen.
 
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Das Kastro von Chora
ASTYPALEA
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Das Kastro von Chora

Majestätisch thront das Kastro auf der Hügelspitze über Chora. 1207 kam Astipalea unter die Herrschaft der Venezianer und Giovanni  I Querini liess das Kastro erbauen – auf den Ruinen eines vorherigen byzantinischen Kastros und der ehemaligen Akropolis. Erst unter Giovanni IV Querini wurde die Burg 1413 beendet. Die mächtige Festung sollte Schutz vor Piratenüberfällen bieten, sie war eine befestigte Siedlung. Die Wände der äusseren Häuser dienten gleichzeitig als Mauer, sie waren hoch und wuchtig mit nur kleinen Fensteröffnungen. Es wohnten einmal 4000 Einwohner innerhalb des Kastro, die Querini-Familie lebte im Turm beim Eingang. Ab 1830, als Piratenüberfälle keine so grosse Bedrohung mehr waren, begann die Abwanderung aus dem Kastro. Der eine Reiseführer sagt, die letzten Bewohner verliessen 1953 das Kastro, als durch ein starkes Erdbeben die Steinhäuser zusammenfielen. Innerhalb des Kastro sind nur noch Ruinen der Häuser erhalten. Zur Aussenwand hin sind einige der mehrstöckigen Häuser noch etwas besser erhalten. Schön ist auch ein Blick durch die Fenster- und Türöffnungen der Häuserruinen – man sieht Richtung Livadi, Pera Gialos und auf das Meer und die vorgelagerten Inselchen.
Man betritt das Kastro durch eine Art Tunnel und gelangt neben der Kirche Panagia tou Kastrou (Heilige Jungfrau der Burg) ins Innere der Burganlage. Die schneeweisse Kirche wurde 1853 erbaut, auf der Stelle, wo der Wohnturm der Querini-Familie gestanden hatte. Schön heben sich die weissen Wände und die blaue Kuppel von den umgebenden braunen Steinwänden ab. Die zweite Kirche in der Anlage ist die Agios Georgios-Kirche (Heiliger Georg). Diese Kuppelbasilika wurde 1790 erbaut.
Es lohnt sich, zu allen Seiten des Kastro die Aussicht zu geniessen. Besonders hübsch ist der Blick über die Würfelhäuser von Chora hinunter zur Hafenbucht von Pera Gialos.
Der Aufstieg zum Kastro ist ein MUSS für jeden Astipalea-Besucher, finde ich. Schliesslich ist man doch neugierig, was sich innerhalb der mächtigen Mauern verbirgt. Verwinkelte Gassen führen durch die Chora zum Eingang des Kastro – auch das ist schon ein Bummel wert!
Auch in der Umgebung der Kirche Panagia Portaitissa, die ausserhalb der Kastromauern liegt, erkennt man klar, wie wuchtig die Mauern einst gewesen sind. Beim senkrecht hochschauen wird einem fast schwindlig.
Wir waren gegen Abend im Kastro und waren ganz alleine dort. Ein sehr friedlicher und idyllischer Ort zum etwas Sein und gemütlich zu sitzen.

 
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Das Tempeltor Portara
NAXOS
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Das Tempeltor Portara

Schon seit über 2500 Jahren erhebt sich die Portara, das Tempeltor auf der kleinen Halbinsel nördlich des Hafens. Majestätisch begrüsst es die im Hafen einlaufenden Schiffe und ist zum Wahrzeichen von Naxos geworden.
Das Felsinselchen, wo sich die Portara erhebt, ist durch einen Damm mit dem Hafen verbunden. Bei stürmischem Meer muss man schauen, dass man an den aufbrausenden Wellen vorbei kommt, ohne allzu nass zu werden. Man sagt, dass Theseus Ariadne hier zurück liess und sie hier von Dionysos gefunden wurde, der ihr an dieser Stelle einen Palast erbaute. Deshalb heisst das Gebiet „Palatia“ = Paläste.
Die Portara (das Tempeltor) gehörte zu einem riesigen Tempel, der dem Gott Apollon geweiht war. Das Tor ist über 7 m hoch und gut 5 m breit. Baubeginn des Tempels war das 6. Jahrhundert v. Chr., leider wurde der Monumentalbau nie vollendet.
Die Portara ist ein beliebtes Ziel und unzählige Fotos wurden hier schon gemacht. Gerade zu Sonnenuntergangszeit kommen einige Leute her, wenn nämlich die Sonne glutrot durch das Tempeltor im Meer versinkt.
Ein nicht zu übersehendes Wahrzeichen und ein romantisches Plätzchen (obwohl man meist nicht alleine dort anwesend ist).

 
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Das Theater und das Asklipion-Heiligtum von Epidaurus
PELOPONNES
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Das Theater und das Asklipion-Heiligtum von Epidaurus

Bei Epidaurus denkt man gleich an das antike Theater. Aber Epidaurus ist mehr als das, es war einmal das „Lourdes der Antike“, ein berühmtes Heiligtum, eine Kult- und Orakelstätte, Wallfahrtsort und Therapiezentrum. Das Heiligtum war Asklipios geweiht, dem Gott der Heilkunst, und Epidaurus war ein berühmter Kurort. Die Ausgrabungen sind von der Unesco in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Die Ruinen sind eingebettet in einen Pinienwald, aus dem schlanke Zypressen herausragen. Das Theater ist in den Hang eines grünen Hügels eingefügt.
Das antike Theater wurde im 3. Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen aus Kalkstein errichtet, wurde etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen erweitert und bot Platz für ca. 12‘000 Zuschauer. Epidaurus ist wohl das bekannteste, schönste und besterhaltendste aller antiker Theater, berühmt für seine schöne Lage und die unübertroffene Akustik. Selbst in der 55. Reihe, 22 m über der Orchestra, vernimmt  man jedes gesprochene Wort, hört Münzen fallen, Papier knistern und vernimmt das Entzünden eines Streichholzes. Noch heute finden hier in den Sommermonaten die „Festspiele von Epidaurus“ statt.
Das Theater war Bestandteil des Asklipion-Heiligtums. Dazu gehören auch Tempel, Gästehäuser, Bäderanlagen, Gymnasien und Heilschlafhallen:  Das Katagogion bot 160 Räume, wo Pilger und Kurgäste seit dem 4. Jh. v. Chr. wohnten. Im Gymnasion wurden Ringkämpfe ausgeführt. Im rätselhaften Bau Tholos vermutet man, dass die heiligen Schlangen des Heilgottes Asklipios gehalten wurden. Das Abaton war eine Heil-Schlafhalle, und Brunnen mit heilendem Wasser wurden für Trinkkuren genützt. Ferner sieht man die grossen Propyläen, den Prachtseingang zum Heiligtum, Überreste einer frühchristlichen Basilika, Ziegelsteinmauern römischer Thermen und Reste des Asklipios-Tempels aus dem 4. Jh. v. Chr. . Im Museum am Eingang zur archäologischen Stätte sind Funde aus dem Ausgrabungsgelände ausgestellt.
Epidaurus wirkt vor allem durch seine ruhige Lage inmitten der Natur. Man setzt sich auf eine der Sitzreihen im Theater und stellt sich vor, wie es hier in der Blütezeit im Wallfahrtsort und Kurort wohl zu und hergegangen ist. Kaum zu glauben, wie alt das Theater schon ist. Und wie sie zu jener Zeit schon solch eine Kenntnis der perfekten Akustik hatten.


 


 

 
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Das Theater von Dodona /Dodoni
IOANNINA
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Das Theater von Dodona /Dodoni

Rund 22 km südlich/südwestlich von Ioannina, in einem engen Tal am Fluss des Berges Tomaros, befindet sich Dodona, die älteste Orakelstätte und bedeutende antike Ausgrabungsstätte Griechenlands. Hier wurde der Gottvater Zeus verehrt. Im Mittelpunkt der Kultstätte stand eine heilige Eiche, aus deren Blätter-Rauschen man die Anwesenheit des Zeus ableitete und mittels einiger Priester das Orakel verkündete.  Schon in der Odyssee wird verkündet, wie der Held Odysseus nach Dodona kam, um vom Orakel zu erfahren, wie er wieder nach Hause zurückkehren könne.
Bereits im 4. Jahrhundert vor Christus wurde zu Ehren Zeus ein Heiligtum errichtet, im Laufe der Jahrhunderte entstanden weitere Tempelanlagen sowie das grosse Theater. Die heilige Wohnstätte des Zeus wurde von einem Zaun aus kupfernen Kesseln mit Dreifüssen umschlossen. Diese Kessel waren so nah aneinander gestellt, dass der Klang alle Kessel durchlief, wenn man einen davon anschlug. Anhand des Klangs der Kessel und des Blätterrauschen der Heiligen Eiche versuchten die Priester, das Orakel zu deuten und den Willen des Gottes zu erläutern. Auch aus dem Flug der Tauben erforschten die Orakelpriester den göttlichen Ratsspruch.
Das Ausgrabungsgelände umfasst mehrere Tempel, unter anderem den Tempel der Aphrodite, des Herkules und der Dione, die Wohnräume der Priester, das antike Stadion für Wettkämpfe, den Säulensaal, der Teil des Rathauses war und als Versammlungssaal diente. Das Theater aus dem 3. Jahrhundert vor Christus ist eines der grössten Griechenlands (grösser als jenes in Epidaurus) und bot ca. 17‘000 – 18‘000 Zuschauern Platz. Es wurde am südlichen Abhang gebaut. In römischer Zeit wurde das Theater in eine Arena für Tierhetzen und Gladiatorenkämpfe umgewandelt. Heute finden in den Sommermonaten Theateraufführungen und andere künstlerische Veranstaltungen statt.

 
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Das Totenorakel Nekromantion bei Mesapotamos
EPIRUS
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Das Totenorakel Nekromantion bei Mesapotamos

In West-Epirus, 53 km von Preveza und ca. 30 km südöstlich von Parga, beim Ort Mesapotamos, liegt das Totenorakel Nekromantion (nekros = der Tote). Hier befand sich im Altertum die antike Stadt Ephira, bekannt für ihr Totenorakel am Fluss Acheron.  Der heilige Fluss Acheron galt in der Antike als Fluss der Unterwelt, als Eingang ins Reich der Toten. Hier in der Unterwelt befanden sich die Seelen der Verstorbenen und hier wohnten die Götter des Jenseits, Hades und Persephone.
Schon früh entstand die Orakelstätte, der in der Antike grosse Bedeutung zukam, es war das berühmteste Totenorakel der altgriechischen Welt. Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. wurde das Orakel befragt. Ein Lebender konnte in dieser Kultstätte Kontakt mit einem Verstorbenen aufnehmen, diesen um Rat und Hilfe bitten, Fragen an ihn richten oder ihn um Verzeihung bitten. Prominente Besucher dieser  Orakelstätte waren unter anderem Orpheus, der den Tod von Euridike beklagte, Odysseus, welcher den Heimweg in seine Heimat Ithaka erfragen wollte, und Peraindros, der Tyrann von Korinth, der seine verstorbenen Frau Melissa fragen wollte, wo der Schatze eines Besuchers versteckt war.
Jeder Ratsuchende musste zuerst auf den Kontakt mit den Verstorbenen vorbereitet werden, durch spezielle Kost, rituelle Bäder und Gebete der Priester. Spenden von Honig und Milch, Wein und Wasser und das Blut geopferter Tiere sollten die Seelen der Verstorbenen besänftigen. Priester opferten Schafe in einer Grube, in der man bei Ausgrabungen verbrannte Knochen fand, und beteten andauernd  die Seelen der Toten an, während dem der Besucher geistig und körperlich für die Orakelbefragung vorbereitet wurde.  Der Orakelbesucher wurde aus dem hellen Tageslicht in tiefe Dunkelheit geführt, er irrte durch ein Labyrinth, durchlebte unbekannte Rituale und gelangte schlussendlich in den Mittelsaal, wo ihm der Schatten der Toten erschien. Nach dieser Begegnung musste der Besucher versprechen, strengstes Stillschweigen zu bewahren.
Heute fällt es schwer, sich den Ausgrabungsort mit seinen Ruinen als geheimnisvolle dunkle Stätte vorzustellen. Der Palast der Persephone und des Hades stammt aus den frühen hellenistischen Jahren Ende des 4. Jahrhunderts/Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr.. Ende des 3. Jh. v. Chr. wurde dem Heiligtum ein weiterer Hof mit vielen Zimmern beigefügt, die für den Aufenthalt der Priester und Besucher benutzt wurden, bevor diese in Heiligtum des Hades kamen. Zu sehen ist der Eingang mit dem Hof und den Magazinen, Reste der Lagerräume, der Räume der Priester, Korridore, Schlafräume, Vorbereitungsräume, der zentrale Opferraum, der Reinigungsraum und das Labyrinth.  Bei den Ausgrabungen wurden viele Aufbewahrungsgefässe für Opfergaben und Weihegeschenke , eiserne Werkzeuge und Mühlsteine gefunden. Die meisten Gefässe und Münzen stammen aus dem 3. Und 2. Jh. V. Chr., zur Zeit, als das Orakel seinen Höhepunkt erreicht hatte.
Durch eine enge eiserne Treppe kann man in den heiligen Saal herabsteigen, wo die Begegnung der Lebenden mit den Toten stattfand. Hier herrscht eine düstere Atmosphäre. Man sagt, die Priester verabreichten den Orakelbesuchern eine Art Drogen, welche Rauschzustände hervorriefen und es so den Besuchern erleichterten, die Schatten der Toten wahrzunehmen. Ob es wirklich die Verstorbenen waren, oder ein gut inszeniertes Spiel der Priester mit heraufgezogenen Gewändern, bleibe dahingestellt….
Das Totenorakel wurde 176 v. Chr. von den Römern zerstört. Homer hatte die Lage des Orakels jedoch so gut beschrieben, dass man 1956 mit den Ausgrabungen begann und auch tatsächlich fündig wurde.
Heute liegen die Ruinen friedlich und lieblich in der Landschaft. Schwer vorzustellen, dass man hier Kontakt mit der dunklen Welt des Todes hatte.
Öffnungszeiten normalerweise vormittags bis über den Mittag, ca. bis 14/15 Uhr.

 
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Der Philopapposhügel
ATHEN
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Der Philopapposhügel
Der Hügel des Philopappous Denkmals gehört zum mittlerweile preisgekrönten Akropolis Park in dem man Geschichte zum anfassen erleben kann. Als ich den Hügel das erstemal vor ein paar Jahren entdeckt habe, war es Liebe auf den ersten Blick. Ein Stück Natur mitten im Herzen der sonst doch recht erdrückenden Betonstadt Athen. Man gelangt zum Hügel über die Promenade um den Akropolishügel, am einfachsten über die Metrostation Akropolis zu erreichen. Laufen Sie am Herodion Theater vorbei und geradeaus in die mit Kopfsteinpflaster ausgekleidete Strasse die von Olivenbäumen gesäumt wird.
Die diversen Pfade sind relativ gut beschilder und so lassen sich zahlreiche geschichtsträchtige Orte aufsuchen und bewundern.
Einer der Pfade führt den Philopappous Hügel hoch. Die breiten Stufen sind einfach zu besteigen und der Blick auf den Akropolishügel belohnt einen immer wieder.

An der Spitze des Hügels angelangt, erwarten einen die Überreste des Philopappous Denkmals. Den Namen hat das Denkmal von einem im Exil lebenden Prinzen von Kommagene der ein Wohltäter der Stadt war. Sein ganzer klingender Name war Gaius Iulius Antiochus Epiphanes Philopappus. Gebaut wurde das Denkmal um 114-119n.Chr.

Etwas überraschend ist allerdings das weniger die vom Zahn der Zeit angegriffenen Reste des Denkmals begeistern, sondern der unglaubliche ausblick vom Hügel auf die Grossstadt Athen. Vor den Augen des Besuchers öffnet sich ein Panorama das sowohl das Häusermeer von Athen als auch den Blick auf die Ägäis ermöglicht.
Man muss sich einfach hinsetzen um das Spektakel zu geniessen.

Mein Tipp ist sich Getränke und etwas zum Knabbern mit auf den Hügel zu nehmen und die Abenddämmerung mit all ihren Facetten zu geniessen.
 
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Die Ausgrabungen des antiken Mykene
PELOPONNES
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Die Ausgrabungen des antiken Mykene

Es muss wohl ein unbeschreibliches Gefühl gewesen sein für den deutschen Altertumsforscher Heinrich Schliemann, als er 1876 in Mykene auf die 5 Königsgräber aus dem 16. Jahrhundert stiess – die ältesten unberaubten Königsgräber im Ägäisraum! 19 Skelette und bedeutende Kunstwerke aus purem Gold (14 kg Gesamtgewicht) kamen zum Vorschein, unter anderem die goldene Totenmaske des Agamemnon, mit Blattgold bedeckte Gewänder, Schmuck, Waffen, Gefässe. Die meisten der Funde aus Mykene sind heute im Nationalmuseum in Athen zu bewundern.
Schon Homer erwähnte Mykene als „goldreiches und golddurchblinktes Mykene“. Nach Mykene wurde eine der drei grossen Epochen der antiken griechischen Geschichte benannt: die mykenische Zeit. Blütezeit dieser Hochkultur war zwischen 144 und 1200 v. Chr. (andere Quellen sagen zwischen 1650 und 1100). In Mykene lebten berühmte Persönlichkeiten der Antike wie die mächtigen Könige Agamemnon, Atreus und Orest, und die berühmten Frauen Elektra und Klytemnästra. Über Jahrhunderte war Mykene der Mittelpunkt der griechischen Welt, Inbegriff der Macht, der Herrschaft und der Pracht der mykenischen Hofhaltung. Eroberungszüge der Burgherren vergrösserten den Reichtum und die Ansammlung von Kostbarkeiten, Gold, Edelsteine – alles wurde angehäuft. Um 1100 v. Chr. fiel Mykene in Schutt und Asche und musste seine Rechte an Argos abtreten. In den Dichtungen Homers, den Tragödien von Sophokles und Äschylos, bis hin zu Goethes Iphigenie aber wurden die heroischen Gestalten dieser Zeit lebendig gehalten.
In Mykene erschein alles übergross und mächtig, es muss einst eine gewaltige Burgenkultur gehabt haben. In sagenhafter Lage auf einem kahlen Hügel erhebt sich die Burg von Mykene. Mannshohe Felsblöcke bilden zyklopische Ringmauern, fugenlos sind sie zusammengefügt, seit 3500 Jahren stehen sie da und wirken trutzig und abweisend. Der Zugang zur Akropolis führt vom Eingang zum berühmten Löwentor, das aus der Zeit um 1250 v. Chr. stammt. Es besteht aus tonnenschweren Steinblöcken. Über dem oberen Querblock befindet sich das „Entlastungsdreieck“, eine Steinplatte, die verhindert, dass das ganze Gewicht der Mauer auf dem oberen Torblock lastet. Dieses Dreieck stellt ein Relief dar und gehört zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern der mykenischen Zeit. Auf dem Relief zu sehen sind zwei Löwen (die Köpfe fehlen zwar) und eine Säule, die auf einem Altar steht. Man vermutet, dass diese Darstellung dem Besucher der Burg die Macht der Könige demonstrieren sollte.  Hinter dem Löwentor erstreckt sich das Ruinengelände der Akropolis. Hier liegt rechts der Gräberkreis, den Schliemann entdeckte. Auf der Kuppe des Burghügels findet man Spuren des königlichen Palastes. Vom Thronsaal aus, dem Zentrum des Palastes, geniesst man einen schönen Blick auf die Region Argolis. Ferner sind unter anderem Reste des Südeinganges, der grossen Treppe, eines Brunnen, eines Tempels, Fundamente von Kammern und Gemächern des Palastes und des Palasthofes zu erkennen. Ausserhalb der Mauern der Akropolis und unterhalb des Löwentors liegt die Nekropole von Mykene mit den Kuppelgräbern der Klytemnästra aus der Zeit um 1200 v. Chr. und des Aigistos (ca. 1500 v. Chr.). 500 m weiter erreicht man über eine 36 m lange Rampe das berühmteste mykenische Kuppelgrab, das Schatzhaus des Atreus. Es stammt aus dem frühen 13. Jh. v. Chr., ist 13,5 m hoch und mit einem Durchmesser von 14,5 m. Das Innere gleicht einem „Bienenkorb“. Denn zur damaligen Zeit konnte man noch keine echte Wölbung bauen. Um die Wölbung vorzutäuschen benutzte man Mauerringe, die nach oben zu immer enger werden und die jeweils den unteren Ring um einige Zentimeter überragen. Die eigentliche Grabkammer lag im kleinen Nebenraum, wurde aber schon im Altertum geplündert.
Neben den gigantischen Burgmauern fühlt man sich in Mykene klein und unwichtig, auch in Anbetracht der grossen Persönlichkeiten, die hier einmal herrschten und Ruhm und Reichtum anhäuften. 3500 Jahre alte Steinblöcke – noch immer stehen sie hier! Schon eindrücklich, auf den Spuren der Antike zu wandeln!

 
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Die Ausgrabungen des Heraion
SAMOS
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Die Ausgrabungen des Heraion

Das Heraion ist das bedeutendste antike Heiligtum auf Samos. Es liegt ca. 7 km von Pythagorion entfernt, nahe des kleinen Ortes Ireon. Leider ist von der einstigen Grösse und Schönheit des Heiligtums nicht mehr viel vorhanden. Man muss aber wissen, dass hier einst ein gigantischer Tempel zu Ehren der Göttin Hera stand. Sein Grundriss war 112 x 55 m (andere Quellen sagen 108 x 55 m) und er war von 150 etwa 20 m hohen Säulen umgeben. Leider wurde dieser Riesentempel nie ganz fertig gebaut, aber man kann sich die einstige Pracht mit etwas Fantasie vorstellen.
Schon in Urzeiten wurde hier eine Fruchtbarkeitsgöttin verehrt, später wurde die Kultstätte der Göttin Hera geweiht. Zuerst mit einem kleinen Schrein, dann mit einem ersten kleinen Tempel wurde Hera, die Natur- und Fruchtbarkeitsgöttin verehrt. Als das Ansehen von Samos im 6. Jh.  wuchs und es zu einer der mächtigsten Inseln der Ägäis aufstieg, musste natürlich ein grösserer Tempel her.  10 Jahre wurde daran gebaut, der Grundriss war 105m Länge und 52 m Breite und zahlreiche Säulen umgaben ihn. Leider währte die Pracht des grössten Tempels seiner Zeit nicht lange, denn Dachstuhl und Gebälk waren aus Holz und der Tempel brannte vollständig nieder. Das war die Chance für den Tyrannen Polykrates, einen noch grösseren und noch schöneren Tempel zu bauen – der jedoch nie ganz vollendet wurde. Nach dem Tod von Polykrates schwand die wirtschaftliche Macht von Samos und es wurde unmöglich, den Tempel fertig zu bauen.
Noch steht eine einzige Säule, die“ Kolona“, mit ihrem 10 m Höhe nur noch halb so hoch wie ursprünglich. Man erkennt den Grundriss des Tempels und sieht einige Säulensockel und Kapitelle. Weitere Mauern gehören zu einer frühchristlichen Basilika, zu Thermen, der Heiligen Strasse, weiteren Tempeln und zum grossen Hera-Altar, wo der Göttin Tieropfer dargebracht wurden. Dort  blüht auch ein Lygos-Strauch, der der Göttin Hera heilig war. Besonders schön sind auch die 2 Statuen, denen die Köpfe fehlen, die sogenannte Geneleos-Gruppe.
Es sind keine weltbewegenden Ausgrabungen, aber eine schöne Lage in der Tiganiou-Bucht und eine  wichtige Sehenswürdigkeit auf Samos. Stellen Sie sich im Hinterkopf die gewaltigen Ausmasse des damaligen Tempels vor, dann wirkt die Anlage gleich eindrücklicher.
Montags geschlossen. Meist vormittags bis nach dem Mittag geöffnet.

 
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Die Ausgrabungen von Alt-Korinth
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Die Ausgrabungen von Alt-Korinth

Die Ruinen von Alt-Korinth (Archaia Korinthos) liegen ca. 7 km vom heutigen Korinth entfernt, am Fusse des 575 m hohen Bergkegels von Akrokorinth. Bereits im 8. Jh. v. Chr. galt Alt-Korinth als eine der reichsten und schönsten Städte Griechenlands. Luxus und Verschwendung der Korinther waren sprichwörtlich. Die vorteilhafte Lage der Stadt erlaubte die Kontrolle jeglichen Warenumschlages über den 6 km langen Isthmus von Korinth. Korinth besass gleich zwei geschützte Häfen an beiden Meeren: Kechreai am Saronischen Golf und Lechaion am Korinthischen Golf. In Korinth wurden Keramik und Metallwaren produziert, die im östlichen Mittelmeer und im Schwarzen Meer verkauft wurden.
Im Jahre 146 v. Chr. wurde das alte Korinth von den Römern zerstört, denn die Korinther hatten sich gegen Rom gestellt. Erst ca. 100 Jahre später, ca. 44 v. Chr., wurde das alte Korinth von Cäsar wiederbelebt und stieg zum Sitz des römischen Stadthalters der Provinz Achaia auf. Deshalb sind bei den Ausgrabungen kaum Ruinen der  griechischen Antike erhalten, sondern aus römischer Zeit. Als Apostel Paulus im Jahre 51 oder 52 nach Korinth kam, war es bereits wieder eine blühende Grossstadt, die jedoch durch Erdbeben in den Jahren 375 und 551 zerstört wurde.
Wahrzeichen von Alt-Korinth sind die 7 noch aufrechtstehenden dorischen Säulen des Apollo-Tempels. Sie sind aus einem Stück gearbeitet und sind eines der grossartigsten Monumente der dorischen Architektur. Ursprünglich umgaben 38 Säulen den um 550 v. Chr. errichteten Tempel.
Ein gewaltiger Felsblock mit eingebauten Brunnenkammern wird als Glauke-Quelle bezeichnet. Glauke war die  Tochter des Königs Kreon. Jason wollte sich mit ihr vermählen und hatte ihretwegen Medeia verlassen. Medeia rächte sich und schenkte der Braut ein verzaubertes Gewand. Als Glauke das Kleid anzog, verwandelte es sich in Flammen. Um sich von den Qualen des Feuers zu retten, sprang sie in jene Quelle, die nun ihren Namen trägt. In der Nähe des Museums steht der Octavian-Tempel aus römischer Zeit, mit Säulen, die aus Säulentrommeln zusammengesetzt sind, mit einem üppigen korinthischen Kapitell. Im Museum sind Fussbodenmosaike, Statuen, mykenische und korinthische Keramik, Vasen, tönerne Sphinx-Statuen, Statuen der Glücksgöttin Tyche sowie andere Objekte des antiken Korinth ausgestellt.
Über eine Treppe gelangt man zum ehemaligen Marktplatz der antiken Stadt, der Agora. Ihn umgaben Säulenhallen mit Geschäften, öffentliche Gebäude wie das Gericht, Brunnen und zahlreiche Tempel wie Hermes-, Poseidon-, Herkules-, Venus-  und Fortuna-Tempel. Im Zentrum des Platzes befindet sich eine Terrasse, als Bema bezeichnet. Von hier aus hat der Apostel Paulus zu den Korinthern gesprochen. Eine Säulenhalle mit 33 zweigeteilten Räumen begrenzt den Marktplatz, dies waren Marktschenken, in deren Brunnenschächte damals die Getränke gekühlt wurden. Von der Agora führen Treppen zur Lechaion-Strasse hinunter, die das Stadtzentrum mit dem Hafen am korinthischen Golf verband. Man sieht ferner Reste des Brunnenhauses des Peirene-Brunnens aus dem 2. Jh., Überreste des römischen Odeons und die Ränge des Amphitheaters, das einst 15‘000 Personen Platz bot. Ausserdem Reste eines griechischen und eines römischen Marktes, der Südbasilika und der Julia-Basilika, der Eurykles-Bäder, eines griechischen Tempels aus dem 4. Jh. v. Chr.  sowie Nord- und Süd-Stoa.
Man denke zurück an die ruhmreiche Vergangenheit dieser einst blühenden Stadt. Wie lange schon erheben sich die Säulen des Apollotempels in den blauen Himmel?!

 
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Die Ausgrabungen von Alt-Thira / Ancient Thira
SANTORINI (THIRA)
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Die Ausgrabungen von Alt-Thira / Ancient Thira

Alt-Thira sind Ruinen einer antiken Stadt in genialer Lage auf dem Sellada-Sattel des Messa-Vouno-Massives zwischen Kamari und Perissa.
Gegründet wurde Alt-Thira etwa um 1000 v. Chr. von den Dorern, zu sehen sind aber hauptsächlich Überreste aus hellenistischer und römischer Zeit. Man findet Reliefabbildungen, Überreste einer frühchristlichen Basilika, Kapitelle, Säulenteile, Grundmauern von Wohnhäusern, Überreste der Agora, diverser Tempels, des Theaters, der Thermen und des Gymnasions. Im Theater fanden einst 1500 Leute Platz und genossen den herrlichen Ausblick auf das Meer.
Vom Eingang her muss man noch ein Stück auf dem Felssattel hoch und nach vorne gehen, um zu allen Ausgrabungen zu gelangen. Es ist hier oft sehr windig. Sehr schön ist auch die Aussicht von hier oben auf das Meer, den tief unten liegenden Kamari-Strand und den rest der Insel. Die Ausgrabungen sind sicher nicht mit Delphi oder Olympia zu vergleichen, sie sind viel viel bescheidener, aber die Lage ist einfach sehr schön.
Von Kamari aus führt eine Serpentinenstrasse auf das Messa-Vouno-Massiv und zum Sellada-Sattel, wo der Zugang zu den Ausgrabungen ist. Oben beschränkte Parkingmöglichkeiten, Strasse eher eng. In der Saison verkauft eine Kantina oben beim Sattel Snacks und Getränke.
Man kann natürlich auch zu Fuss hochsteigen, entweder auf dem Serpentinenweg ab Kamari, oder via den gepflasterten Treppenweg zuerst zum Höhlenkirchlein Zoodochos Pigi (ca. 45 min) und dannvon dort  zum Sellada-Sattel hoch (ca. 15-20 Min). Wer will, kann vom Sattel zur anderen Seite nach Perissa hinunterwandern.
Montag geschlossen, Eintritt frei. Am Vormittag besuchen, denn nach dem Mittag gegen 14 Uhr ist kein Zutritt mehr.

 
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Die Ausgrabungen von Kamiros
RODOS
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Die Ausgrabungen von Kamiros

Die Ruinen von Kamiros liegen ziemlich einsam an der Westküste von Rhodos, in der Nähe von Kalavarda.
Kamiros, Lindos und Ialissos waren die drei Stadtstaaten, die um 1150 v. Chr.  gegründet wurden und dann später um 408 v. Chr. gemeinsam die neue Stadt Rhodos bildeten.
Kamiros war die kleinste dieser drei antiken Städte. Ein Erdbeben im Jahre 226 v. Chr.  zerstörte die Stadt, die dann wieder aufgebaut wurde. Nach einem erneuten zerstörerischen Erdbeben 142 n. Chr. wurde die Stadt jedoch endgültig verlassen.
Kamiros bietet keine grossartigen Ruinen. Sehr schön jedoch ist die Lage der antiken Stadt: einsam, friedlich, am Hang, umgeben von Pinien und Olivenbäumen, mit unvergleichlichem Blick auf das blaue Meer. Es ist wohl die Ruhe, die Aussicht und das harmonische Farbspiel der braunen Ruinen, grünen Bäumen und dem blauen Meer, die den Reiz von Kamiros ausmachen. Und es ist eindrücklich, zwischen über 2000 Jahre alten Ruinen hindurchzugehen. Aber es braucht schon etwas Fantasie, um sich die antike Stadt vorzustellen. Ich weiss auch nicht mehr genau, welche Ruinen was darstellten.  Man kommt vorbei  an der Tempelterrasse, wo Götter verehrt und Opfer dargebracht wurden. Man sieht die alte Hauptstrasse der Stadt mit ihrem Kanalisationssystem, die zur Akropolis hinaufführte. Dort sieht man noch eine alte Zisterne. Ebenso gibt es Ruinen eines Apollontempels, einer Basilika, der Stadtmauern, der Säulenhalle, Grundmauern von Wohn- und Geschäftshäusern.
Wie gesagt, keine grossartigen Überbleibsel, aber die Lage am Hang mit Meerblick ist idyllisch.

 
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