Oia liegt etwa 12 km vom Hauptort Fira entfernt an der äussersten Nordspitze der Insel und ist wie die anderen Kraterorte auch direkt an den Kraterrand und in die Bimssteinschichten gebaut. Oia ist ein altes Seefahrerdorf und gilt als malerischster und exklusivster Ort der Insel. Wer einen Einblick in die Seefahrt der Santoriner bekommen möchte, sollte das kleine Seefahrtsmuseum besuchen.
Oia ist ein langgezogenen Dorf. Man sollte unbedingt bis ganz vorne an die Nordspitze gehen. Dort befindet sich das verfallene Kastell Lontza, ein beliebter Ort, vor allem abends finden sich hier zahlreiche Leute ein, um den weltberühmten Sonnenuntergang zu bewundern. Dort hat man auch einen schönen Blick auf die Häuser mit den Windmühlen und hinunter zum kleinen Hafen Ammoudi, wo sich einige Fischrestaurants befinden. Oia bietet luxuriöse, wunderschöne Unterkünfte am Kraterrand, die Höhlenwohnungen mit ihren Terrassen und der herrlichen Sicht. Auch viele edle, stilvolle Geschäfte, Galerien, gepflegte Cafés, Restaurants und Bars sind hier zu finden. Aber Achtung, oft sind sie nicht ganz billig, hier zahlt man Caldera-Zuschlag. Vor allem zum Essen gehen empfiehlt es sich, vor dem Betreten des Lokals die ausgehängte Speisekarte mit den Preisen zu studieren, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Aber zugegeben, das Dekor und die Sicht sind eben schon wunderschön und lassen auch mal etwas grössere Ausgaben für einen Café, Apéro oder Essen zu...
In Oia wimmelt es von Fotomotiven! Weisse Gassen, Treppenwege, pastellfarbene und weisse Häuser, Windmühlen, Kapellen, blaue Kirchkuppeln, Glockentürme, Flachdächer, schöne Türeingänge, der Blick aufs Meer und das nahe Inselchen Thirasia....
Die typischen Bilderbuch-Motive stammen von hier. Will man die berühmten blauen Kirchkuppeln fotografieren, muss man die Hauptstrasse circa Mitte Ort nach links (=zur Caldera-Innenseite hin) verlassen und in ein Gässchen einbiegen und dann vorne etwas über die Mauer schauen. Die Kirchen sind versteckt, man sieht sie niocht einfach so. Dort, wo man ins Gässchen abbiegen muss, befindet sich ein grosses Café, das über eine schöne Terrasse verfügt (nur leider weiss ich den Namen nicht mehr). Aber das Bummeln durch die Gassen lohnt sich auf jeden Fall, immer wieder entdeckt man malerische Ecken und wunderschöne Ausblicke.
Die marmorgepflasterte Hauptstrasse verläuft auf 140 m über dem Meer parallel zum Kraterrand. Hier kommt man vorbei an Geschäften, Galerien, Boutiquen, Souvenirshops, Restaurants,... Aber unbedingt auch mal in die Quer- und Nebengassen einbiegen, wo sich traumhafte Postkartenmotive verstecken.
Unterhalb von Oia liegt der kleine Hafen Ammoudi, zu dem ein Treppenweg hinunterführt (oder von etwas ausserhalb her auch eine Fahrstrasse). Die kliene Fischersiedlung ist sehr idyllisch mit ihren bekannten Fischtavernen, dem Meer, im Rücken der rote Lavahang und oben die weissen Häuser und Windmühlen von Oia. Hier befinden sich auch einige Bademöglichkeiten (jedoch keine Traumstrände).
Ein weiterer Zugang zum Meer ist der winzige Hafen Armeni an der Caldera-Innenseite. Auch hierher führt ein Treppenpfad, der von der westlichen Kraterrandgasse abgeht.
Ab Fira ggibt es regelmässige Busverbindungen nach Oia (ca. 12 km). Der Busbahnhof befindet sich ein wenig unterhalb des Ortes am grossen Platz. Der grösste Teil von Oia, vor allem der vordere Teil auf der Nordpsitze, ist autofrei. Sehr schön ist auch der Kraterwanderweg, der ab Fira nach Oia (oder umgekehrt) führt.
Oia muss man einfach gesehen haben! Reinste Kykladenarchitektur und idyllische Bilderbuchatmosphäre. Sicher, man wird nie der einzige Besucher sein, es kann sogar von Touristen wimmeln, aber es ist einfach unvergesslich. Und man kann ja von der Hauptstrasse auf ruhigere Nebengassen ausweichen. DER ort für Romantiker, Verliebte, maler, Fotografen, Geniesser..... Nach Oia keht man immer wieder gerne zurück, weil es einfach für die Augen so wunderschön ist.