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Fruehling in Polyrinnia
CHANIA
Archäologische Stätte
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Fruehling in Polyrinnia
Ein herrliches Ausflugsziel fuer diese Jahreszeit, wenn die einmalige Natur Kretas erwacht und den Fruehling mit farbenpraechtigen Pflanzen begruesst.

Die archaeologische Staette des antiken Polyrinnia befindet sich 6 km suedlich des Ortes Kissamos.

Das Dorf wurde auf den Truemmern der antiken Stadt errichtet, und auch die hierfuer verwendeten Bauteile stammen aus der Antike. Dies laesst sich eindeutig anhand der Gebaeudemauern feststellen.

In der gesamten Gegend liegen Ueberreste aus allen zeitlichen Phasen der Stadt, vom Altertum bis zur Zeit von Byzanz.

Zu den interessantesten Ueberresten gehoert der roemische Aquaedukt, ein Werk aus der Zeit 138 - 117 v. Chr. Beinahe vollstaendig aus Architekturfragmenten alter Tempel wurde die Agion Pateron-Kirche errichtet. Auf der Mauer gibt es auch Inschriften, die wertvolle Informationen ueber die Stadt liefern. Besonders interessant ist eine aus dem Jahr 69 v. Chr., die sich auf den roemischen Eroberer Kretas, Quintus Caecilius Metellus als Retter und Wohltaeter der Stadt bezieht. Das heisst also, das Polyrinnia am Widerstand der kretischen Staedte gegen die roemischen Eroberer nicht teilnahm. Vielleicht wegen seiner jahrelangen Feindschaft mit Kydonia und Knossos. Dies fuehrte dazu, dass es unter roemischer Herrschaft eine grosse Bluete erlebte.

Polyrinnia war eine der maechtigsten Staedte Kretas und sicher nach Kydonia die zweitmaechtigste in Westkreta. Es ist gewiss, dass diese Stadt bereits seit den minoischen Jahren existierte.

Genug Fakten und Historie - wir schauen nach dem beeindruckenden Spaziergang durch diesen sagenhaft schoenen Ort bei Giorgos vorbei, der in eigener Werkstatt Olivenholzprodukte (Accessoires, Kuechenutensilien, Kerzenhalter und vieles mehr) produziert und Olivenoel und den leckeren Tsikoudia (Raki) herstellt.
Herzlich wird man begruesst und schon vor dem Einkauf in dem kleinen originellen Shop gibts einen Tsikoudia - wie das hier auf der Insel nun mal so ist.
 
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Coumos (Rotunde)
CHANIA
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Coumos (Rotunde)
Den Stein, mit dem alles begann, sehen Sie auf dem Foto neben der Kirche. Ein Portrait von Giorgos ist eingemeisselt.
Ein Stein aus den Weissen Bergen. Dazu der immer unbaendiger werdende Wille, diesen Stein in das Dorf zu transportieren. Giorgos, der Gruender dieses Dorfes, erfuellte sich diesen Wunsch nach 4 Jahren - und damit war der Anfang dieses Traumes gemacht. Seine Frau wuenschte sich einen Tisch aus Naturstein mit einem Stueck Baumstamm als Fuss. Eine Idee folgte der anderen, ein Stein dem naechsten. So entstand dieses Steindorf.

Es gibt eine Kirche, ein Museum, Hoehlen, sogar eine Nachbildung eines Coumos fuer Schafhirten, die frueher im Fruehling in die Berge zogen und erst im Herbst zurueckkamen.

Ich hoffe, die Fotos bringen einigermassen zum Ausdruck, mit wieviel Liebe und Arbeit dieser Ort entstand. Uebrigens in 10 Jahren.

Die Ruhe, die dieser Ort ausstrahlt, geniessen Sie im Schatten eines Olivenbaumes (natuerlich) auf einer Steinbank, dazu noch einen Kaffee oder einen von Giorgos angebotenen echten kretischen Tsikoudia - herrlich.
 
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Manolioupolis
CHANIA
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Manolioupolis
Ein weiterer Geheimtipp in der Naehe Hanias. Nicht weit entfernt vom touristischen Zentrum und doch so anders... Biegt man von der vielbefahrenen Hauptstrasse Richtung Sueden ab, befindet man sich schon nach 1 km in einer voellig anderen Welt. Sanfte Huegel, Olivenbaeume, der Duft der kretischen Natur und - Ruhe.

Eigentlich wuerde man gern noch viel laenger durch diese unsagbare schoene Landschaft fahren, aber nach 5 km ist dieses Oertchen schon erreicht.

Manolioupolis ist ein 150 Jahre altes, tradtionsreiches Dorf. Das Dorf befand sich früher am Ortsrand, dort, wo jetzt die kleine Kirche ‚Agios Antonios’ steht.
Während der türkischen Besetzung wurden alle Einwohner des Dorfes außer einer Frau mit 4 Kindern getötet. Später bildete die hügelige und stark bewachsene Landschaft ein ideales Versteck vor dem Feind. Mehr und mehr Bewohner Westkretas versteckten sich hier. So entstand wieder ein Dorf.

Jährlich am 28. und 29. August findet ein großes Dorffest zu Ehren der 'Agios Ioannis' Kirche statt. Es wird gegessen, getrunken, geredet und gelacht und natürlich zur Musik, die auf typisch griechischen Instrumenten gespielt wird, getanzt.
Ein typisch kretisches Fest also, denn so lieben Kreter das Leben.

Sämtliche Einkünfte, die sich aus der Vermietung der einzigen, und daher so besonderen Unterkunft fuer Touristen ergeben, werden in das Kulturzentrum und das Dorf investiert. Zum Beispiel um den Dorfplatz zu verschönern oder die Kirche mit einer Mauer zu umgeben.

Dass man dort als Gast hoffnungslos verwoehnt wird und direkten Anschuss an das griechische Leben erfaehrt, ist klar, denn Kreter, so wie alle Griechen, sind sehr gastfreundlich.

Auch das fruehere Kulturzentrum wurde aus diesen Einnahmen neu gestaltet. Es war früher ein Ort für Feierlichkeiten, wie zum Beispiel Hochzeiten und Verlobungen der Dorfeinwohner.

Im Dorf gibt es zwei typische Kafenions.
Eines am Dorfplatz, dem sich ein Minimarkt anschliesst.

Am Anfang des Dorfes finden Sie das andere Kafenion sowie einen etwas größeren Supermarkt. Die Besitzerin heisst Stella, und sehr gern wird Sie für Sie echt kretisch kochen. Bitte bestellen Sie vorher. Und es gibt dort jeden Abend frisches Brot.
 
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Kreta
CHANIA
Mein Lieblingsort
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Kreta
Tja - wo beginnen? Es gibt soviel zu erzaehlen ueber diese faszinierende Insel und deren schoenste Stadt. Also erstmal ein paar nuechterne Fakten. Fortsetzungen ueber dies und das werden folgen.

Kreta ist die groesste Insel Griechenlands und die fuenftgroesste des Mittelmeeres. Als ein in West-Ost-Richtung gestreckter Trittstein von 260 km Laenge (die Breite variiert zwischen 61 und 12 km) liegt die Insel wie eine Bruecke zwischen Kontinenten im Meer. Rund 100 km vom suedlichsten Festlandspunkt Europas, 200 km von der anatolischen Kueste Asiens und 300 km von Libyen entfernt.

1000 km Kuestensaum, bis zu 2500 m hohe Gebirgsketten, Steilkuesten im Sueden, fruchtbare Ebenen mit langen Sandstraenden, zahllosen Schluchten, Hochebenen.

Es gibt auf Kreta sage und schreibe 37.000.000 Olivenbaeume. Wein, Orangen, Tomaten, Melonen, Zuccini und vieles mehr wachsen hier und schmecken vorzueglich.

Das mediterrane Klima findet in Europa auf Kreta seine ausgepraegteste Form. Heisse Sommer mit extremer Trockenheit, milde Winter mit ergiebigen Regenfaellen im Januar, Februar und Maerz.

Kreta ist ein Schmuckstueck - die zweitgroesste Stadt der Insel, Chania, eine Perle. Freunde, die mich hier besuchen und noch nie hier waren, sind von der Schoenheit und Vielfaeltigkeit des Westens und der Stadt Chania tief beruehrt. Bei sommerlichen Temperaturen auch im Herbst, zum Teil auch im Winter, sitzt man locker draussen am Meer oder am bezaubernden venezianisch gepraegten Hafen und blickt fasziniert auf die inzwischen mit Schnee bedeckten 'Weissen Berge', an die sich die Stadt Chania anschmiegt.

Wie es dazu kommt, dass die Stadt einen nicht mehr loslaesst, ist nicht zu sagen. Daran arbeite ich...
Bei einem Spaziergang am Hafen entlang, durch die Altstadt mit all den Spuren der 4000jaehrigen Geschichte, den schmalen Gaesschen, Blumen, freundlichen Menschen erahne ich jedes Mal, warum. Sie ist einfach nur schoen und die Lage inmitten der Buchten, Huegel und Berge ideal.

Es gibt einfach alles. Tiefblaues Meer, Sandstraende, Berge, Schnee, Gruen, Tavernen, moderne Geschaefte, die typischen 'alten' Geschaefte, wie kleine Schuster.

Seit vielen Jahren ist Chania nicht mehr Hauptstadt der Insel, sondern Heraklion. Ich glaube, das hat den unglaublichen Charme dieser Stadt gerettet.
 
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Samaria Schlucht
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Natur-Schönheiten
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Samaria Schlucht
Sage und schreibe 58 Gipfel ueber 2.000 m Hoehe bilden die 45 km lange Bergkette - 'Weisse Berge' genannt. Es existieren Hochebenen, sprudelnde Quellen sowie faszinierende Hoehlen und Schluchten.

Die beruehmteste und laengste Schlucht Europas ist die 'Samaria-Schlucht'. Entstanden im Zuge der geologischen, endgueltigen Herausbildung Kretas vor 1 - 2 Mio. Jahren.

Mit 18 km Laenge, einer Breite, die zwischen 3 m und 300 m und einer Hoehe, die zwischen 200 m und 1000 m variiert, bietet sie eine Herausforderung fuer jeden Naturliebhaber und Wanderer. Los gehts von der Omalos-Hochebene aus 1.080 m Hoehe und dann schoen kontinuierlich bergab bis das Libysche Meer in erfrischende Naehe rueckt.

Niedliche kleine Rastplaetze laden zum Einatmen dieser herrlichen Gebirgsluft ein. Ein kleiner Pausensnack zur Staerkung im Rucksack ist emfehlenswert, Wasser gibt es aus frischen Quellen.

Wer nicht nur mit der Bewaeltigung des Abstieges beschaeftigt ist und die Augen offenhaelt, entdeckt sicher auch die endemischen Pflanzen oder Bartgeier oder Zwergadler. Naja, sicher ist auch ein wenig Glueck noetig...

Ein klasse Erlebnis, das Sie nicht vergessen werden (und schon gar nicht die naechsten 2 - 3 Tage = Muskelkater)
 
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Apokries und Sarakosti
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Sitten & Gebräuche
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Apokries und Sarakosti
... heisst Karneval und Fastenzeit. Auch auf Kreta gibt es Karnevalsfeiern und -umzuege. Natuerlich - kein Anlass zum Feiern ohne Griechen :-) Auch vorher tagsueber trifft man Menschen, die sich schon mal warmlaufen fuer die groesseren Feiern am Wochenende. Also wird sich eine uebergrosse, schrecklich bunte Sonnenbrille aufgestuelpt oder eine Federboa umgelegt, mit der man dann am Hafen allen, die es noch nicht bemerkt haben, klarmacht, dass es jetzt Ernst wird. Mit langen, farbenpraechtigen Umzuegen wird dann am Wochenende Karneval gefeiert. Am niedlichsten sind diese in kleinen Doerfern, in denen haeufig noch kleine, selbstgebaute Gefaehrte unterwegs sind.

Am beeindruckendsten finde ich den Beginn der Fastenzeit, den Kathari Deftera - Sauberer Montag (Rosenmontag). Urploetzlich verschwindet saemtliches Fleisch und Souvlakispiesse vom Mittagstisch, da jetzt unweigerlich die Vorbereitung auf die naechste Feier beginnt - Ostern. So werden Oktopus, Shrimps, Kartoffeln und Salate verzehrt. Eigentlich soll noch nicht mal mehr Olivenoel dabei sein, aber hier wird ganz klar geschummelt.

Eigentlich kommt der Begriff 'sauberer' Montag daher, dass nach der Zeit des Feierns und Grillens und Bratens das Haus gesaeubert und fuer die Fastenzeit vorbereitet wurde.

Nicht zu vergessen, dass an diesem Montag auch Drachensteigenlassen angesagt ist. An den Strassenraendern stehen die Verkaufswagen mit den bunten Papierfliegern (leider immer mehr mit den Farben der Fussballteams Olympiakos oder Panatinaikos :-( und nicht einfach nur farbenpraechtig.

Tja, und nur noch ein paar Tage, dann wird Ostern gefeiert ...
 
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Westkreta
CHANIA
Strände
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Westkreta
Sicher eines der beliebtesten Ausfluege in Westkreta - die Fahrt mit dem Boot zur Insel Gramvoussa und zur Lagune von Balos. Entlang an der nordwestlichsten Halbinsel durch das tiefblaue Meer und im Sonnenschein.

Auf der Insel Gramvoussa gelandet, sollte man sich auf keinen Fall den Aufstieg zur venezianischen Festung entgehen lassen. Der Ausblick begeistert, die Geschichte beeindruckt. Dank ihrer Lage galt die Festung als uneinnehmbar, und in der Tat blieb sie gemeinsam mit Souda und Spinalonga auch nach der Eroberung Kretas durch die Tuerken bis 1692 in venezianischen Haenden. Erwaehnenswert ist auch, dass die Bauzeit nur 1 Jahr betrug - 1583 bis 1584.

Die atemberaubend schoene Lagune von Balos befindet sich 15 Min. mit dem Schiff entfernt. Rosafarbener Korallenstrand, weisser Sand und Meer in karibischen Farben... Nicht zu beschreiben, das muss man gesehen und 'gefuehlt' haben.
 
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