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Schiffswrack-Bucht / Schmuggler-Bucht / Navagio
ZAKYNTHOS
Natur-Schönheiten
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Schiffswrack-Bucht / Schmuggler-Bucht / Navagio

Wohl eine der spektakulärsten und meist fotografierten Buchten Griechenlands! Wer hat nicht schon Bilder gesehen vom gestrandeten Schiffswrack mitten im hellen Strandstrand, umgeben von weissen schroffen Steilkippen und türkisfarbenem Meer? Ich glaube, an jedem Postkartenständer in Griechenland ist eine Karte der Schmugglerbucht oder dem navagio, wie sie auf griechisch heisst, zu finden...
Ob es wirklich ein Schmugglerschiff war, kann man nicht sagen. Es kann auch ein Frachter gewesen sein, der während einer Sturmnacht hier angetrieben wurde und an den Strand gespühlt wurde.
Vom Land her ist der Strand nicht zugänglich wegen den steilabfallenden Klippen. Wer dort im feinen hellen Sand baden will, muss per Boot vom Wasser her kommen. Es gibt organisierte Bootsausflüge, die in den Touristenorten verkauft werden, und auch ab Porto Vromi (von der Distanz zur Bucht her näher als ab Laganas oder Zakynthos-Stadt) werden Touren angeboten. Am Strand ist kein Verleih von Liegestühlen, keine Infrastruktur und keine Verpflegungsmöglichkeit vorhanden.
Das berühmte Foto kann man von oben her machen. Es gibt einen Fotoplatz von oberhalb der Steilküste. Dies ist jedoch nur für Schwindelfreie, denn man muss auf eine Art kleinen Gitter-Balkon hinaussteigen und unterhalb fällt die Küste steil und ca. 100 m tief senkrecht hinab.
Anfahrt zum Fotoplatz: Ab Anafonitria geht es Richtung Kloster Agiou Georgiou Krimnon, 300 m nach dem Kloster (Strasse Richtung Volimes) links auf eine Schotterpiste in Richtung Küste abbiegen (beschildert). Nach ca. 1,2 km kommt man dann zum Parkplatz mit einem Beizli. Im Sommer findet man dort auch ab und zu Verkaufsstände, die zum Beispiel Honig und andere Inselprodukte anbieten.
Der Gitter-Balkon ist nur klein, es sollten nicht zu viele Leute auf einmal hinausgehen. Und eventuell kann es sein, dass man etwas enttäuscht wird, wenn die Bucht nicht so schön unberührt und einsam daliegt, wie man es immer auf Bildern gesehen hat. Wenn nämlich die Badeboote in der Bucht liegen, dann ist einiges los (Boote und Leute am Strand) und der Blick ist anders als auf den Postkarten... Aber dennoch sehenswert.

 
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Steilküste bei Keri
ZAKYNTHOS
Natur-Schönheiten
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Steilküste bei Keri

Der südliche Zipfel von Zakynthos ist die Keri-Halbinsel. Ein kleiner Ferienort an einer sanften Bucht ist Limni Keriou, im Inselinneren liegt der alte Ort Keri und die "Aussenseite" des Zipfels birgt spekatkuläre Steilküsten.
Besonders eindrücklich ist die Felsküste beim Kap Keriou und dem Leuchtturm.
Anfahrt: Duch das Dorf Keri hindurch und weiter Richtung "Lighthouse" - Leuchtturm - fahren. Man gelangt zum Restaurant "Lighthouse", das einen Halt wert ist und 120 m über dem Meer unmittelbar über den Klippen liegt. Es verfügt über eine grosse Terrasse mit herrlicher Sicht auf die Küste und das Meer. Und eine schönes Tafel beim Parking, die auf griechisch sagt: "ola ine dinata", was heisst: "alles ist möglich".
Wer will, soll aber noch weiter fahren, vorbei am Restaurant und etwas weiter aufwärts, wo man am Ende des Strässchens zu einer Art freiem Parkplatz gelangt. Von dort die wenigen Schritte hinaufgehen zum Leuchtturm und zur Steilküste - und sich etwas hinauslehnen, um den tollen Blick zu geniessen. Auf beide Seiten dehnen sich weisse, senkrecht abfallende Steilklippen aus, auf der linken Seite noch mit einem Felsinselchen.
Ein romantisches Plätzchen für eine Pause und einen schönen Blick!
Ab Limni Keriou kann man Boote mieten und es gibt auch Bootausflüge zur Steilküste und den vorgelagerten Inselchen.
 

 
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Ein Fischer aus Zakynthos erzählt
ZAKYNTHOS
Typisch griechisch
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Ein Fischer aus Zakynthos erzählt
Verheiratet mit einem Fischer und selber verrückt nach dem Meer, zieht mich alles an, was damit zu tun hat. So stolperte ich vor geraumer Zeit über einen Artikel in einer griechischen Zeitung über einen Fischer von Zakynthos. Seine Geschichten und Erlebnise fand ich so schön, daß ich sie ins Deutsche übersetzte.

Ein Los in der Lotterie....die Atherina

Für ihn natürlich spielt es keine große Rolle mehr, wie groß die gefangene Beute ist, schließlich hat er das was er all die Jahre auf der See geleistet hat nun hinter sich. Aber es kümmert ihn dennoch, für alle Jungen, die er sieht, wie sie sich abmühen und so große Ausgaben haben und alles ohne Ergebnis. Zwischen ihnen ist auch sein Sohn, Panagiotis, der der familiären Tradition folgte mit der wunderschönen Trechandiri dem "Agio Dyonisio". Die Zeiten haben sich geändert, es sind wohl die Preise für den Fisch bedeutend besser, aber der Fisch ist seltener und die Arbeit schwer.

"Wo sind nur diese Jahre hin?!" fragt sich heute Lefteris, der zusammen mit seinem Vater zum Fischen ging, in einem unberührten Meer, zu Beginn der 50iger Jahre, mit einem kleinen Boot und Rudern. 1956 kauften sie die "Dionysia" eine Gaita 5,5 Meter mit Segel, Rudern und einem 10 PS Motor "Axelou". Mit diesem Boot, das sie im Hafen Kato Milou hatten, den es heute gar nicht mehr gibt, in der Nähe von Agio Konstantinou, legten sie Paragadia aus und sie waren stets mit ihrem Fang zufrieden. Die ersten Netze die sie ins Wasser warfen waren aus einer Schnur/Kordel aber sie wurden immer gefüllt an Bord gezogen und reichten für alle Orte der Tragaki.

Gewöhnlich gingen sie damals mit den Rudern hinaus zum Fischen, nicht weiter als etwa eine Meile von der Küste, das reichte schon um die Netze zu füllen. Wenn sie sehr viel hatten, bekam sie der Fischhändler Spyro Klavsiano, denn sie hatten keine Möglichkeit sie selber in die Stadt zu transportieren. Damals, so erzählt Lefteris kostete ein Besuch im Kino soviel wie ein Kilo Sinagrida (Meerbrasse)
Im gleichen Hafen hatte auch noch ein weiterer Fischer sein Boot, Giannis Mavrias, er war auch der erste, der die neuen Netze hatte. Er, Andreas Pomonis und die Roussaii waren die einzigen Fischer aus Kato Mylo, allerdings kamen Fischer aus der Stadt, der Nikolaos Kapandritis und Mitsos Karoumpas, um in ihren Gewässern zu fischen, deren Boote hatten ebenso Ruder, die 6 bis 8 Mann in den Händen hatten.

Die Netze aus der Kordel die legte man nie tiefer wie 10 bis 12 Orjes, weil man sie sonst nicht mehr nach oben ziehen konnte, soviel Fisch brachte damals das Meer hervor. Damals fischten sie in den Gewässern von Zakynthos noch Marida und Ghopa mit den Kordelnetzen, Gruppen von drei bis vier Mann zogen sie an Land.

Die Roussäi, Vater und Sohn, fingen mit ihrer "Dionysia" stets ein gutes Gehalt , da die Nachfrage sehr gut war und der Fischbestand reichlich, auch ohne das sie sich weit von ihrem Hafen entfernen mußten.
Eines Tages aber lernte die "Dionysia" auch den Saronischen Golf, ja sogar den Hafen von Piräus kennen. Grund dafür war ein Problem am Motor, welches nur in Perama repariert werden konnte. Und so ging es im August 1960 los Lefteris, sein Vater und Giannis Arvanitakis von Zakynthos mit dem Segel und den Rudern und ein wenig mit dem Motor, "Doukou doukou" nach zwanzig Stunden gelangten sie nach Korinth, dort gab der Motor vollends auf und sie fanden niemanden der den Axona reparieren konnte. Zu ihrem Glück trafen sie auf ein großes Kaiki (hölzernes Boot) und zog sie nach Piräus. Dort hatten sie während der Arbeiten am Motor 15 Tage Aufenthalt und somit die Gelegenheit den Hafen und Athen zu sehen.

Als die arbeiten fertig waren, sie kosteten 100 Drachmes, machten sie sich auf den Heimweg, bei Anbruch der Dunkelheit gelangten sie an den Isthmus von Korinth und die Beamten dort ließen sie nicht weiterfahren, weil sie kein Licht hatten. Sie nahmen dann einen großen Stock, spießten einen Tintenfisch daran auf...tauchten sie in Diesel und zündeten ihn an und als sie 2 Drachmes Wegezoll zahlten durchquerten sie den Isthmus. Genau zu diesem zeitpunkt geschah noch etwas "unerhörtes", wurde der Kanal doch zur gleichen Zeit von der Fähre durchquert, die die Strecke Piräus-Zakynthos-Kefalonia fährt, die große Fähre stand am Ende des Kanals und wartete bis das kleine Boot vorbeifuhr. Die Passagiere kamen alle an Deck und wunken den mutigen Männern aus Zakynthos zu, welche dann genau nach 25 Stunden von Präus in Tragaki ankamen.

Es war allerdings nicht immer alles leicht auf dem Meer und oft war Lefteris auch in Gefahr. Eine solche Erfahrung die er vor etwa 20 Jahren machte steckt ihm immer noch in den Knochen.
Er brach damals mit seinem Bruder Dionysi von Kyllini auf nach Zakynthos, das Wetter war gut, windstill. Am Horizont allerdings nahe an ihrer Insel sah Lefteris etwas als wenn eine schneewiße Flotte vorbeizog. Er schenkte dem aber keine große Bedeutung was es auch war und sie brachen auf. Lefteris am Steuer und Dionysi am Motor urplötzlich aber verstanden sie, daß dort keine weiße Flotte vorbeizog, sonder übergroße Wellen, an die 6 Meter hoch. Das Wetter schlug plötzlich um, aus den Südostwinden im Golf von Patras wurde ein Sturm mit 9 Windstärken.
Die größten Probleme hatten sie dann allerdings als es in den Hafen ging, keiner konnte glauben was sie sahen, wie die zwei Männer das Kaiki im Hafen fest banden, wie hatten sie es in diesem starken Sturm nur geschafft und kamen mit dem Leben davon. "Wir haben uns vor dem Heiligen bekreuzigt, daß er uns beschütze" erzählt heute Lefteris und er wünscht keinem Fischer und Seemann, daß ihm so ein Unwetter zustößt.

Lefteris sowei viele andere Fishcer von Zakynthos, fuhren oft an die Küsten des Peloponnes zum Fischen, um die Strofades, an der Mündung des Acheloos oder im Gebiet Akarnanien. Nach alter Tradition gingen sie auch im August für 15 Tage nach Katochi und Neochori und fischten dort Pesovolo Keafalous, die Fische legten sie in ihre Holzkisten und verkauften sie anschließend am Markt von Zakynthos. Er erinnert sich noch wie er damals mit seinem Vater dort hinging mit dem kleinen Boot, wie sie die Fischrogen in Tüchern gewickelt in der Sonne trockneten oder auf dem Kaiki als sie wieder zurückfuhren, Avgotaracho, was sie früher für rund 5 Drachmes das Kilo verkauften und somit sogar besser wie die Sinagrida war.

Die Sinagrida allerdings ist für Lefteris der beste Fisch, König der Fische sagt er betont und schmeckt ihm am besten gegrillt mit Ladolemmono den Kopf allerdings lieber für eine gute Fischsuppe. In die Kakavia tut er Gemischtes rein, kleine Skorpidia, Menoules, Ghopes, Chanous, Perkes, einfach verschiedene kleine Fische. Die beste Kakavia macht aber der "Loupos" ein kleiner Fisch, der vorne einen kleinen "Rüssel" wie die Barbounia haben.
Lefteris hat in ll den Jahren in denen er fischt alle Arten von Fisch gesehen und mit Sicherheit kann er sagen was inzwischen aus den Meeren um Zakynthos verschwunden ist. Zu Beginn der 80iger Jahre begann es damit, das die Fischer immer weniger wurden und es kaum mehr Atherina, Kefalos, Sargos, Sarpa, Menoula, Melanouria oder Sarganes mehr gibt. Nicht einmal mehr Lampoufes, Fische, um die man sich früher gar nicht kümmerte, die man gar nicht wollte, selbst die gibt es nicht mehr, aus Mangel an Nahrung. Auch die Barbounia sind sehr gefährdet auszusterben. "Du legst die Netze aus und wenn du viel Glück hast fängst du zwei Barbounia." erzählt Lefteris mit großem Kummer. Genauso wie mit der Atherina die einmal das Meer um Zakynthos füllte, findest du eine Atherina, daß ist wie ein Lottogewinn, so selten ist sie geworden.

An Allem, daß bald in ein zwei Jahren keine einzige Schuppe mehr im Meer zu finden ist, sind die vielen Hilfsmittel schuld. Um den Schatz der Meere zu retten müssen Gesetze her, strenge. Nur so können auch die folgenden Genarationen Fisch auf ihren Tellern haben......

Quelle: http://origin.ethnos.gr/article.asp?cati...id=772534#


Nachtrag zu den Bildern:
Das Fischerboot wird in Griechenland Kaiki genannt, dieses auf den Bildern ist zwar nicht von Zakynthos, aber es ist ein Trechandiri, es wurde im Jahre 2000 in Chania gebaut.
Die beiden Fischer sind Vater und Sohn einer sfakiotischen Fischersfamilie
 
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