Mandraki ist der Hauptort und Hafenort von Nisyros. Bei der Hafenmole gibt es in nächster Umgebung ein Café, eine Autovermietung, ca. drei einfache Hotels und das kleine Büro des Touristoffice. Auch Busse stehen dort, wobei wir während unseres Aufenthaltes nie einen Bus fahren sehen haben. Die Fahrpläne sind auch nicht sehr touristenfreundlich und sind nicht unbedingt auf die Bedürfnisse der Touristen abgestimmt. Vom Hafen führt die Strasse entweder ins Dorf Mandraki hinein oder links ab Richtung Loutra, Pali und nach Emborio und Nikea sowie hoch zum Panagia Evangelistria-Kloster.
Mandraki ist recht langgezogen und dehnt sich auch noch etwas ins Inselinnere aus. Es liegt amphitheatralisch um den Hügel mit dem Burgfelsen und dem Kloster Spiliani herum. An der Zufahrtsstrasse ins Zentrum wie auchan der Promenade am Meer befinden sich einige Restaurants, Cafés, Snackbars sowie Geschäfte. Einige davon sind gut eingerichtet für den Ansturm an Tagestouristen ab Kos, die den Vulkan besuchen und dann noch etwas freie Zeit in Mandraki verbringen (leider viele Lokale, die ihre Speisen mit Fotos abbilden und in verschiedenen Sprachen beschriften).Im Dorf selber gibt es einen kleinen Ortsstrand mit Sand, Tamarisken und bescheidenem Liegestuhlverleih. In Mandraki findet man diverse Restaurants, Cafés, Bars und Fastfood, Obstgeschäft, Bäckerei, Supermarkets, Post, Apotheke, Souvenishops, Polizei, Metzger, Papeterie, Autovermieter usw. Auch ein Büro, das Schiffstickets ausstellt.
Mandraki ist sicher ein guter Ausgangspunkt und wer hier wohnt, hat die meiste touristische Infrastruktur sowie den Hafen in der Nähe. Wenige Hotels liegen nähe Hafen, das Hotel Porfyris im Ort, auch gibt es einige Zimmervermietungen.
Bekannt ist die etwas landeinwärts gelegene Plateia Ilikiomenis, der „Platz der Delfine“, benannt nach dem Mosaik auf dem Boden des Platzes. Die Plateia wird überschattet von alten Bäumen und hier haben sich diverse Cafés und Restaurants angesiedelt (wobei einige Angestellte leider sehr auf Touristenfang aus sind und einem ansprechen und für ihr Lokal begeistern wollen – was wir nicht so mögen).
Hübsch sind die kleinen Plätzchen und verwinkelten Gässchen Richtung Fusse des Spiliani-Berges. Weisse Würfelhäuser, bunte Fensterläden und Balkone. Einige der Häuser haben vor dem Eingang die typischen schwarz-weissen Kieselsteinmosaike. Immer wieder stösst man auch auf kleine Kirchlein und malerische Ecken. Oberhalb des Ortes erhebt sich eine brauner Felsklotz mit den Steinmauern der ehemaligen Kreuzritterburg von 1315, und im Inneren liegt das schneeweisse Kloster Panagia Spiliani aus dem 14. Jh. Spilia heisst Höhle, und das Kloster ist auch in einer Höhle errichtet. Enge Gassen führen hinauf, teils durch überdachte Durchgänge. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Dächer von Mandraki. Durch ein Tor mit Kirchturm betritt man die Klosteranlage. Vor den Kloster ist die Treppe ebenfalls mit schönem schwarz-weissem Kieselsteinmosaik verziert. Das Kloster ist normalerweise vormittags bis ca. 14/15 Uhr geöffnet. Grosser Feiertag im Kloster ist der 15. August, Maria Himmelfahrt. Beim Zugang zum Kloster liegt das Kultur-Museum, das traditionelle Gegenstände ausstellt. Unterhalb des Burg-/Spiliani-Felsens nahe dem Meer liegt das Kirchenmuseum, während dem sich das neuere archäologische Museum zentraler im Ort befindet.
Wenig ausserhalb und oberhalb erhebt sich auf einem Fels das Paleokastro (=alte Burg) mit seinen grossen Mauerblocks aus dem 4. Jh. und Resten der hellenistischen Stadt aus dem 4.-3. Jh. v. Chr. Gute Aussicht vom Kastro (von uns nicht besucht). Chochlaki ist ein Strand im Westen des Spilini-Hügels, gemäss Reiseführer mit schwarzen Steinen (von uns nicht besucht).
Eine Spezialität der Insel ist Soumada, ein Getränk aus Mandeln. Dies wird unter anderem im Geschäft mit den Lokalen Produkten an der Strasse Richtung Hafen verkauft.