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Der Hafenort Pera Gialos
ASTYPALEA
Malerische Orte
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Der Hafenort Pera Gialos

Pera Gialos, auch Skala genannt, ist der Hafenort von Astipalea. Aber Achtung, die grossen Fähren der Blue Star laufen nicht mehr diesen Hafen an, sondern den „neuen Hafen“ von Agios Andreas. Wobei die Bezeichnung neuer Hafen etwas hochgegriffen ist, es gibt in dieser Einöde der kargen Hügelzüge nur gerade die Hafenmole und ein Café, wo sich auch der Schalter für Schiffstickets befindet. Wir haben schön gestaunt, als wir hier anlegten (und ich das Bild vom Einlaufen in Pera Gialos mit Blick auf die wunderschöne Chora  vor Augen hatte – und dann landeten wir im Nichts von Agios Andreas…). Blue Star legt hier an, weil sie dann nicht um die ganzen Inselflügel nach Pera Gialos rumfahren müssen – so verkürzt sich ihre Reisezeit. Einzig das Schiff Nissos Kalymnos legt noch direkt in Pera Gialos an (Stand Juli 2010).
Pera Gialos ist ein herziger, gemütlicher Ort. Es liegt um die Bucht herum, dem Fusse des Hügels, wo sich die weissen Häuser des Hauptortes Chora sowie das Kastro auf der Hügelspitze anlehnen. Treppenwege führen von Pera Gialos hinauf nach Chora. Wunderschön ist natürlich der Blick vom Hafen auf die äusserst malerische Chora.
In Pera Gialos gibt einige Zimmervermietungen, kleine Hotels, Cafés und Tavernen. Einige der Unterkünfte liegen am Eingang des Dorfes nahe dem kleinen Ortsstrand, weitere unter anderem  in der Nähe der Hafenmole.
Es gibt eine kleine Fussgängergasse oberhalb des Ortsstrandes, dort liegen schön nebeneinander Tavernen, Cafés und Geschäfte. Überdachte Terrassen und der geruhsame Blick über den Strand hin zur Bucht und den Fischerbooten versprechen ein gemütliches Sitzen. Weitere Lokale gibt es auch Richtung Hafenmole.
Vom Hafen aus gibt es im Sommer Bootstouren zu Stränden von Astipalea und zu vorgelagerten Inselchen.
In Pera Gialos findet man Minimarkets, Glacé-Verkäufer, Autovermietungen, eine Bank mit Bancomat, ein Büro für Schiffstickets, und wie gesagt einladende Tavernen und Cafés. Die Bushaltestelle befindet sich bei der „Kreuzung“ zwischen Fussgängerzone und Strasse zwischen Hafen und dorfauswärts (nähe Kafenio/Patisserie und Supermarket). Busverbindungen nach Chora und Livadi sowie nach Maltezana (etwas häufigere Verbindungen zur Hochsaison). Für die Fährabfahrten ab dem neuen Hafen Agios Andreas gibt es normalerweise Busverbindungen, sich aber vorher nochmals erkundigen! Ansonsten gibt es auch ein paar Taxis auf der Insel. Post und Touristoffice befinden sich oben in Chora. Eine Tankstelle wenig ausserhalb von Pera Gialos an der Strasse nach Maltezana, eine weitere an der Strasse von Chora hinunter nach Pera Gialos (Zufahrt nur von Chora her). Pera Gialos (wie auch Chora) erscheinen sehr gepflegt, sauber. Die Leute schauen zu ihren Häusern, die Lokale haben einen guten Stil (nicht so „billig“ und auf Massentourismus aus).
Der kleine Ortsstrand in Pera Gialos ist ein Gemisch aus Sand/Kies mit einigen Steinen. Das Wasser ist klar und einladend. Am Strandrand hat es einige Tamarisken für Schatten.
Wir haben uns sehr wohl gefühlt in Pera Gialos und hatten den Eindruck, am idealsten Ort der Insel zu wohnen. Man ist zentral, ist schnell oben in der hübschen Chora, hat im Ort alles, was man braucht zum essen und Einkaufen, hat eine gute Auswahl an Tavernen und Cafés (in Chora oben sind es weniger Restaurants und Tavernen, mehr Ouzerien, Imbiss-Lokale, Snackbars und Kafenia). Es geht gemütlich und gemächlich zu und her in Pera Gialos, man bummelt an der Tavernen/Café-Zeile vorbei, schaut sich die Boote im Hafen an, blickt hinaus auf die Bucht und das Meer oder hinauf zum Häusermeer von Chora. Schnell fühlt man sich heimisch in diesem herzigen Örtchen und kennt bald einige Gesichter. Ein Ort zum Zurückkehren!

 
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Die Chora von Astipalea
ASTYPALEA
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Die Chora von Astipalea

Ein Foto der zauberhaften Chora, das ich einmal gesehen hatte, war der Auslöser, warum ich unbedingt nach Astipalea wollte. Und ich wurde nicht enttäuscht! Weisse Würfelhäuser ziehen sich vom Hafen den Hang hinauf, und oben auf dem Hügel thront majestätisch das Kastro mit seinen braunen Steinmauern, aus denen zwei weisse Kirchen mit blauen Kuppeln herausragen. Auf dem Sattel des Ortes  wo es hinunter nach Livadi geht, erheben sich stolz etwa acht Windmühlen. In einer der Mühle ist das Touristoffice untergebracht. Auf dem Paltz bei den Mühlen finden sich einige Cafés, Ouzerien und Snackbars. Von dort steigen die Gassen an zum Kastro hoch. Einige sind enge, verwinkelte Gässchen zwischen weissen Würfelhäusern mit ihren blau/grün/türkis bemalten Fensterrahmen, Balkongeländern und Geländern an den originellen Aussentreppen. Auch auf kleine Kirchlein stösst man. Lustig fand ich die 5 Kirchlein, die alle aneinandergebaut waren und nebeneinander in der Reihe standen. Und in der Parallellgasse davor findet man gleich nochmals 2-3 zusammengebaute Kirchlein. Malerische Ecken gibt es viele, das ziellose Bummeln lohnt sich. Leider sind einige der Häuser verlassen und verfallen. Andere dafür sind sehr gepflegt und „gut im Schuss“. Man spürt die Nähe zur Inselgruppe der Kykladen, denn in Chora findet man herrliche Kykladenarchitektur, wie eben die weissen Würfelhäuser.
Unterhalb des Kastro, zur Livadi-Seite hin, liegt die schöne weisse Kirche Panagia Portaitissa (übersetzt unsere Beschützerin der Pforte) aus dem 18. Jahrhundert mit ihrem Kirchenhof. Dort befindet sich auch das kirchliche Museum (ekklisiako museio). In diesem Dorfteil erkennt man sehr gut, dass zum Teil die Burgmauer aus den Rückwänden der zusammengebauten Häusern besteht.
Das Kastro wurde im 13. Jahrhundert von der venezianischen Familie Querini auf den Überresten der einstigen Akropolis und des byzantinischen Kastro erbaut und wurde während der folgenden 200 Jahre ständig erweitert und verstärkt. Die Venezianer herrschten damals etwa 300 Jahre über Astipalea. Innerhalb des Kastros findet man Ruinen von Häusern und die zwei schneeweissen Kirchen Panagia tou Kastro und Agios Georgios mit ihren blauen Kuppeln. Herrlich ist die Rundsicht vom Kastrohügel aus, zum Teil durch Fenster der verfallenen Häusern sieht man Richtung Livadi, hinaus aufs Meer und die vorgelagerten Inselchen, hinunter über die Dächer von Chora zum Hafen von Pera Gialos und weiter über die kargen Hügelzüge nach Maltzana. Das Kastro ist frei zugänglich und ein Besuch dort oben  ist schlichtweg ein MUSS.
Solch eine schöne Chora muss man einfach fotografisch festhalten. Einen schönen (nahen) Blick auf die Würfelhäuser und das Kastro hatten wir abends von der Strasse Richtung Livadi aus. Einen etwas weiteren Blick auch noch auf den Hafen und die sich zur Chora hinaufziehenden Häuser genossen wir ebenfalls gegen Abend von der einsamen Windmühle auf dem Hügel aus – auch schon vor der mühle ist der Blick sehr schön.
In Chora gibt es Post, Supermarkets, Bäcker, Metzger, Coiffeur, Touristoffice, Shops, Cafés, Snackbars, Souvlaki-Lokale, Ouzerien und ein uriges Kafenio mit kleiner Terrasse in blau-türkis, wo die alten Männer Katen spielen und der Tintenfisch draussen getrocknet wird. Der Bus von Pera Gialos nach Livadi fährt über Chroa, nur sind die Verbindungen nicht allzu häufig (je nach Saison etwas mehr). Zu Fuss gehen ist eh schöner!
Charakteristisch ist der oft ziemlich stark durch die Gassen von Chora blasende Wind, dann heult es um die Ecken!
Für mich zählt Chora zu einem der schönsten Hauptorte der Inseln! Ein Dorf wie aus dem Bilderbuch! Und ein Ort, an den man wieder zurückkehren will….

 
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