Mehr als 200 Jahre lang, von 1309 - 1522, herrschten die Johanniter-Kreuzritter über Rhodos und haben eindrückliche Spuren und mächtige Gebäude hinterlassen. An der höchsten Stelle der Altstadt von Rhodos, am oberen Ende der berühmten Ritterstrasse, steht der gewaltige Grossmeisterpalast. Er war Sitz des obersten Ordensritters. Der Palast wurde im 14. Jahrhundert erbaut, kam aber einige Male zu Schaden, durch Erdebeben und durch eine Explosion eines in der Nähe gelegenen Munitionslagers. Das Äussere des Palastes wurde von den Italienern (italienische Besetzung von 1912-1934) nach alten Zeichnungen und Überlieferungen wieder rekonstruiert, das Innere wurde neu gestaltet. Noch Original ist das wuchtige Haupttor mit seinen zwei Rundtürmen. Um einen Innenhof gruppieren sich die Palastgebäude. Ein Teil davon kann besichtigt werden. Es gibt Ausstellungen zur Antike und zum Mittelalter. Ausserdem sieht man schöne Mosaike von Kos aus dem 3./2. Jh.v.Chr., Möbel und Kusntwerke verschiedener Epochen. Man kommt durch verschiedenen Säle wie 9-Musen-Saal, Trophäen-Saal, Musik- und Speisesaal, Medusa- und Arkadensaal.
Der Palast ist mächtig und wuchtig und war von einem 3-fachen Mauerring (4 km Mauern!) umgeben. Noch heute sieht man die gewaltigen Mauern und Burggraben. Ich glaube, mann kann zu gewissen Zeiten auch auf den Stadtmauern herumgehen.
Kann sein, dass (vor allem zur Hochsaison) eine grössere Schlange Touristen am Eingang steht... Aber auch von aussen ist der Palast sehr eindrücklich. Anschliessend an die Palastbesichtigung ist sicher ein Spaziergang durch die Ritterstrasse und durch Rhodos-Altstadt empfehlenswert. Man fühlt sich fast ins Mittelalter zurückversetzt.