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Die Taubentürme
TINOS
Bauwerke
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Die Taubentürme

Nicht wegzudenken aus dem Landschaftsbild auf Tinos sind die Taubentürme – um die 800 soll es davon geben. Diese „Peristeronas“ = Taubenhäuser (peristeri = Taube) sind oft wahre architektonische Kunstwerke mit ihren filigranen Verzierungen.
Die Taubenzucht wurde von den Venezianern auf Tinos eingeführt. Die venezianischen Adeligen schätzten das zarte Fleisch, die vielen Eier und den üppigen Mist, den sie als Felddünger einsetzten.
Die Türme haben einen quadratischen Grundriss. Auf drei Seiten, ausser zur windigen Nordseite hin, befinden sich die Taubenkammern mit ihren Ein- und Ausflugslöchern. Diese Zugänge sind mit dünnen Schieferplatten verziert, so entstehen Rhomben, Pyramiden und Kreise, die richtige Kunstwerke und schöne Muster bilden. Sie bieten geschützte Winkel für die Tauben, die hier gerne nisten. Im Obergeschoss der Türme befinden sich die Nistplätze, der untere Teil wird als Scheune oder Abstellraum benützt. Die meisten Türme stehen im Gebiet von Kampos und Tarampados. Einige werden auch heute noch benützt, das zarte Taubenfleisch wird immer noch als Delikatesse geschätzt. Andere Türme wurden renoviert und zum Teil als Wohnhaus umfunktioniert. Diese typische Architektur wird auch heute noch bei „normalen“ Bauten als Dekorationselement verwendet.
Eine Charakteristik der Insel Tinos.

 
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Das Kloster Kechrovouniou
TINOS
Kirchen & Klöster
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Das Kloster Kechrovouniou

Pelagia war Nonne im Kloster Kechrovouniou, als ihr 1822 die Muttergottes erschien und ihr gebot, an jener erhöhten Stelle in Tinos-Stadt zu graben, wo dann die wundertätige Marienikone zum Vorschein kam und nun die Wallfahrtskirche Panagia Evangelistria steht.
Kechrovouniou liegt ca. 8 km von Tinos-Stadt entfernt (Busverbindungen vorhanden). Das blendend weisse Kloster liegt am Hang über Tinos-Stadt mit grossartigem Ausblick und ist ein weitläufiger Komplex, der fast etwas einem Dorf im Kleinen ähnelt. Die Anlage umfasst zahlreiche Würfelhäuser, mehrere Kirchen, Treppen, überwölbte Gänge, bunte Blumentöpfe,… Ein Bummel lohnt sich, man entdeckt idyllische Ecken und schöne Aussichten, vor allem, wenn man etwas hochsteigt und die Aussicht von einer Dachterrasse aus geniesst. Noch heute wohnen und arbeiten hier Nonnen.
Die Zelle der Pelagia, die 1971 Heilig gesprochen wurde (auch Tinos wurde 1971 zur Heiligen Insel erklärt), ist ein etwas höher gelegenes Häuschen am hang, neben der Taxiarchis-Kirche. Die karge Zelle mit Bett- und Kochstelle wurde als kleines Heiligtum gestaltet.
Das Kloster ist täglich ausser zur Siestazeit geöffnet. Auf korrekte Kleidung achten!
Ein friedlicher, schöner Ort mit zahlreichen malerischen Ecken.
Als ich das Kloster besuchte, verkaufte eine ältere Bauersfrau vor dem Eingang Kräuter und Tee. Salbei hilft gegen Halsschmerzen, der „tsai tou vounou „(Bergtee)ist recht erfrischend. Und Kräuter von der heiligen Insel schmecken doppelt gut.

 
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Die Panagia Evangelistria
TINOS
Kirchen & Klöster
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Die Panagia Evangelistria

Am höchsten Punkt der Inselhauptstadt von Tinos liegt die weithin gut sichtbare Wallfahrtskirche Panagia Evangelistria. Sie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an dieser Stelle erbaut, nachdem die Nonne Pelagia aus dem Kloster Kechrovouniou eine Erscheinung hatte, die ihr bedeutete, an dieser Stelle zu graben. So wurde 1823 hier eine uralte Marienikone gefunden, die jahrhundertelange dort vergraben war. Man sagt, die Ikone sei von Apostel Loukas gemalt worden. Sofort begannen die Griechen Geld zu sammeln, um an dieser heiligen Stelle eine riesige Kirche zu errichten.
Die prachtvolle Kirche wurde aus Marmor von Tinos und Paros errichtet. Sie ist eine sehr grosse Anlage, die mehrere Gebäude, Arkadengänge, Museen, Pilgerunterkünfte und Verwaltungsgebäude umfasst. Vor dem Eingang breitet sich ein riesiges schwarz weisses Kieselsteinmosaik auf dem Boden aus. Eine breite Treppe führt vom marmorgepflasterten Hof mit seinen Zypressen zum Kircheneingang.  Im Inneren der Kirche bleibt man andächtig stehen. Der ganze Reichtum und die religiöse Atmosphäre ziehen einem in ihren Bann. Im 3-schiffigen Innenraum der Kirche findet man Marmorsäulen, kostbare Weihrauchgefässe, riesige Kerzenständer, kostbare Leuchter, Ikonen und unzählige Votivtäfelchen. Diese Täfelchen zeigen Schiffe, Autos, Babies, Herzen, Beine, Arme, Brillen,... und wurden von den Gläubigen gespendet. Sie zeigen die Sorgen, Anliegen und Wünsche der Pilger: Bitten um Kindersegen, Gesundheit, Partnerschaft, Schutz vor Gefahren, Dank für eine gut verlaufene Operation,…
Ebenso zahlreiche Pilgergeschenke findet man bei der Heiligen Ikone der Evangelistria, die mit Gold eingefasst und unter einem Marmorbaldachin aufgestellt ist. Perlenketten, Ringe, Broschen… vor lauter Schmuckgaben ist die Ikone fast nicht mehr zu erkennen. Man sagt, die uralte Ikone der „Megalocharis“, der „Gnadenreichen“, besitze Wunderkraft, sie kann Heilung und Gesundheit bringen. Deshalb pilgern unzählige Kranke und Gebrechliche nach Tinos. Die Gläubige küssen die Ikone und zünden Kerzen an.
Unter der Kirche befindet sich der Raum für die Stelle, wo die Ikone ursprünglich gefunden wurde (=Evresis = Auffinden). Und hier tritt auch das Heilige Wasser aus dem Berg. Zahlreiche Pilger füllen sich hier das Wasser in Fläschchen ab und nehmen es als kostbares Gut mit nach Hause.
Nebenan liegt das Mausoleum, eine Gedenkstätte für die getöteten Besatzungsmitglieder des griechischen Kriegsschiffes Elli, das am 15. August 1940 im Hafen von Tinos  von einem italienischen Torpedo zerstört worden war.
Unter den Arkaden im Hof sind einige Museen angesiedelt, zum Beispiel das Museum spätbyzantinischer Kunst, das Museum für Votivgaben, das Museum Tiniotischer Kunst und die Pinakothek.
Die Kirche ist täglich geöffnet, beim Besuch auf korrekte Kleidung achten!
Ein Platz, der eine unglaubliche Religiosität ausströmt. Sorgen und Hoffnung, Krankheit und Dankbarkeit über Genesung, Leid und Freude – so viele Schicksale sind hier zu finden. Wohl niemand, der die Panagia Evangelistria unbeeindruckt verlässt.

 
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Das Dorf Ormos Panormou
TINOS
Malerische Orte
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Das Dorf Ormos Panormou

Das kleine Örtchen Ormos Panormou liegt im Nordosten der Insel, ca. 34 km von Tinos-Stadt und 4 km vom Marmordorf Pirgos entfernt.
Hier war der ehemalige Wirtschaftshafen von Tinos, wo der Marmor aus den nahen Steinbrüchen verschifft wurde. Heute ist Ormos Panormou ein ruhiges Fischerdorf mit Häusern rund um die Hafenbucht. Nett ist die Promenade mit schattigen Tamarisken, wo man einige sehr einladende Tavernen findet. Ich erinnere mich an die wunderschöne Taverne „Agonis Grammis“ mit ihrer schönen Dekoration, der originellen Speisekarte und dem ausgezeichneten Essen. Wir verbrachten dort ein ausgedehntes Gelage mit lokalen Spezialitäten und viel Wein… Tinos hat auch kulinarisch einiges zu bieten.  Aber auch die andere Taverne “O Markos“ mit ihren urigen blauen Stühlen und dem schön bemalten Schild war sehr einladend.
Im Dorf gibt es einen kleinen Ortsstrand mit Tamarisken. Gemäss Tavernenbesitzerin findet man in der Umgebung weitere Badebuchten.
Ein kleines, ruhiges Örtchen, wo auch Einheimische gerne zu einem Essen herfahren. Falls ich wieder einmal nach Tinos kommen sollte, so würde ich sofort wieder in der Taverne Agonis Grammis Essen gehen. Weil es so gemütlich war, so hübsch eingerichtet, mit etwas spezielleren lokalen Spezialitäten – hoffentlich ist das noch immer so…

 
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Das Dorf Pirgos
TINOS
Malerische Orte
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Das Dorf Pirgos

Pirgos ist eines der bekannten „Marmordörfer“ und liegt im Nordwestend er Insel, ein weisses Bergdorf umgeben von karger brauner Berglandschaft.
Pirgos wird auch als Bildhauer- und „Vorzeigedorf“ auf Tinos bezeichnet. Tatsächlich ist es recht malerisch mit seinen weissen Häusern, den blauen Fensterläden, den Marmor-Türstöcken und Oberlichtern, den bunten Blumentöpfen und Bougainvilleas.  In Pirgos wird Marmor verarbeitet. Es gibt eine Bildhauerschule im Ort und einige Werkstätten. Diverse Künstler wie Steinmetze, Bildhauer und auch Maler stammen aus Pirgos. Die Hauptgasse von Pirgos, die zum Dorfplatz führt, ist marmorgepflastert. Selbst Strassenschilder sind hier aus Marmor. Auch 2 Museen sind in Pirgos zu finden, das tiniotische Museum der Schönen Künste stellt Skulpturen aus Gips und Marmor aus, im Museum Chalepa, dem Wohnhaus der bedeutendsten Bildhauers von Tinos, findet man Skizzen, Fotografien, Originalmöbel und einige Skulpturen.
Das Schönste an Pirgos aber finde ich den Dorfplatz, die Plateia. Hier haben sich diverse Kafenia und Lokale angesiedelt, zum Teil mit traditionellen blauen Stühlen und runden blauen Tischen. Kunstvoll sind auch einige ihrer Schilder. Eine mächtige Platane und ein klassizistisches Brunnenhaus vervollständigen das idyllische Bild. Ein „galaktobureko“ (Art Griessschnitte), ein Kaffee Frappée oder ein Ouzo mit Meze ist fast ein Muss in dieser stimmungvollen Umgebung!
Pirgos ist ca. 30 km von Tinos-Stadt entfernt. Es gibt Busverbindungen von KTEL. Auf Tinos lohnt es sich jedoch unbedingt, einen Mietwagen zu nehmen, denn es gibt soviel zu entdecken, Klöster, Taubentürme, malerische Dörfer und schöne Landschaften.

 
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Die Wallfahrtsstrasse und Basargasse in Tinos-Stadt
TINOS
Sehenswürdigkeiten
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Die Wallfahrtsstrasse und Basargasse in Tinos-Stadt

Die Wallfahrtskirche Panangia Evangelistria thront weithin sichtbar im höchsten Dorfteil von Tinos-Stadt. Ab der Hafenpromenade führt eine schnurgerade Strasse hinauf, die Wallfahrtsstrasse genannt (Odos Megalochari = Strasse der Gnadenreichen). Sie ist ca. 500 m lang. Es ist sehr eindrücklich zu sehen, wie fromme Gläubige und Pilger auf den Knien diese Strecke hinaufrutschen. Zwar gibt eine Teppichbahn, die den Pilgergang etwas erleichtern soll, dennoch ist dies ein sehr harter Bussgang, der bestimmt schmerzende Knie verursacht. Auch alte schwarzgekleidete Frauchen und Kranke und Gebrechliche mühen sich auf Knien die Strasse hoch. Denn die Heilige Panagia lindert Schmerzen, macht Kranke gesund und heilt Gebrechen. Sie ist die griechsiche Madonna von Lourdes.
Nicht weniger interessant ist die benachbarte „Basarstrasse“, die Odos Evengelistrias, die ebenfalls vom Hafen zur Kirche führt. Hier wimmelt es von Wallfahrtskerzen in allen Grössen, einer riesigen Auswahl an Ikonen und Heiligenbildern, Weihrauch in verschiedenen Geschmacksrichtungen, dazu Weihrauchtöpfchen und Kohlestückchen, Kreuzen, Rosenkränzen, heiligen Armbändern sowie Knieschonern und sonstigen Heiligenartikeln und religiösen Objekten. Auffallend sind auch die vielen bunten Plastikfläschchen. Darin kann man das Heilige Wasser abfüllen, das unterhalb der Kirche aus dem Boden sprudelt. Natürlich findet man auch Souvenirs sowie kulinarische Mitbringsel wie Süsses, Wein und Schnaps.
Sowie Wallfahrtsstrasse wie auch Basargasse haben ihre ganz eigene Atmosphäre und lassen einem die Bedeutung von Tinos als Heilige Insel und als wichtiges Wallfahrtszielklar werden. Hier kann man orthodoxen Glauben hautnah miterleben.

 
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