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Die Halbinsel Mani
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Die Halbinsel Mani

Die Halbinsel Mani ist der mittlere der drei „Finger“ des Peloponnes. Durch die Felsenmauer des 2400 m hohen Taigetos-Gebirges wird die Mani weitgehend vom übrigen Peloponnes abgetrennt und führte schon immer eine isolierte, eigenwillige Existenz. Es ist eine wilde und rauhe Gegend hier. Eine karge Berglandschaft mit viel nacktem Fels und steilen Küsten fast ohne Strände (nur wenige einsame Buchten) und Häfen. Und dazwischen die Dörfer mit ihren abweisenden steinernen Turmhäusern. Man sagt, so wild und rauh wie die Landschaft sind auch die Einwohner der Mani. Freiheitsliebend, kriegerisch, mit strengen Ehrgesetzen, wo Blutrache an der Tagesordnung war. Vereint im Kampf gegen äussere Feinde, unter sich aber oft verfehdet und verfeindet. Die Manioten lebten/leben in trutzigen, wehrhaften bis zu 20 m hohen Türmen. Ganze Dörfer bestehen aus solchen Wehrturm-Häusern mit ihren bis zu 1,5 m dicken Mauern und Schiessscharten. Hier fanden die Manioten Schutz vor Feinden und feindlich gesinnten Nachbarn.  Nach dem 2. Weltkrieg wurden viele Wehrhäuser verlassen und verfielen. Inzwischen wandelt sich das Bild, Türme werden aufgekauft und zu privaten Häusern oder stimmungsvollen Hotels umgebaut.
Aeropoli ist das historische Zentrum und grösster Ort der Mani. Übersetzt heisst der Name „Stadt des Kriegsgottes Ares“ und soll an die Taten von Mavromichalis erinnern, der die Manioten im griechischen Freiheitskampf gegen die Türken anführte. In Aeropolis findet man einige Wohntürme, die zu Hotels umgebaut wurden. Sehenswert sind auch die Kirchen mit ihren Fresken.
Das berühmteste Dorf der Mani ist Vathia mit seinen dicht an dicht aufragenden Wohntürmen aus braunem Stein – schön eingefügt in die umgebende Landschaft. Vathia liegt im südlichen Teil der Inneren Mani. Die trutzigen Türme auf dem Felsvorsprung wirken fast wie eine Felsenburg. Die griechische Zentrale für Fremdenverkehr hat in mehreren Türmen Fremdenzimmer eingerichtet. Ein Teil der Türme des Dorfes ist jedoch zerfallen.
Wenn auch die trutzigen Wohnburgen abweisend wirken und die umgebende Landschaft tatsächlich wild, schroff und zerfurcht ist – die rauhe Landschaft der Mani mit ihren charakteristischen Wohntürmen hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

 
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Die mittelalterliche Stadt Monemvassia
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Die mittelalterliche Stadt Monemvassia

Monemvassia an der Ostküste der Provinz  Lakonien auf dem Peloponnes ist zweigeteilt in die neuere Stadt auf der Festlandseite und das alte Monemvassia auf der vorliegenden Insel. Im mittelalterlichen Monemvassia scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Es liegt auf der Südseite eines 1700 m langen und 300 m breiten Felsens unmittelbar vor der Küste des Peloponnes, durch eine Brücke mit dem Festland verbunden.
Der Name stammt von „moni emvassia“ ab, „einziger Eingang“, und bezog sich auf den befestigten Burgberg, der nur durch einen schmalen Damm (=einziger Zugang) vom Festland aus zu erreichen war.
Das alte Monemvassia ist ein malerisches mittelalterliches Städtchen mit engen, verwinkelten Gassen innerhalb der Stadtmauern. Zur Blütezeit im 12./14. Jh. lebten hier einst 30‘000 Menschen. Auch die Venezianer besassen einst die Stadt. Sie nannten sie Malvasia und exportierten von hier die griechischen Weine nach Italien, die dann als Malvasier-Weine bekannt wurden.
Die Häuser, Gassen und Plätze der Unterstadt auf dem Felsen bewahrten ihren mittelalterlichen Charakter. In den alten Häusern haben sich inzwischen Hotels, hübsche Bars, gute Restaurants und schicke Geschäfte niedergelassen. Monemvassia ist „in“, gerne kommen auch die Athener im Sommer hierher. Das alte Stadttor ist Zugang zur Altstadt auf der Felsinsel. Die gepflasterte Hauptstrasse führt zur Plateia, dem Platz, wo sich die mittelalterliche Kirche Christos Elkomenos befindet. Ein serpentinenreicher Fusspfad führt auf das Felsplateau, wo  die verfallene Oberstadt liegt. Hier befindet sich – nahe am senkrecht abfallenden Felsplateau – die bedeutende Kirche Agia Sofia aus dem 11.-13.Jh. mit ihrem grossen Kuppelraum und der sagenhaft eindrücklichen Lage. Auf dem höchsten Punkt des Felsens liegen die Ruinen des  türkischen Kastells.  Auch Überreste von Zisternen sind zu finden.
Man hat wirklich den Eindruck, Monemvassia sei zwischen Fels und Meer erbaut. Ein Bummel durch die hübsche Unterstadt ist gemütlich. Das Erkunden der verfallenen Oberstadt jedoch ist auch sehr eindrücklich und gewährt wunderschöne Ausblicke auf das Meer und die Unterstadt. Vor allem die Kirchkuppeln sind ein schönes Fotomotiv vor dem tiefblauen Meer.
Zu probieren ist das Amigdaloto (amigdala= Mandeln), eine Art Mandelpaste/Marzipan, eine Spezialität von Monemvassia. Und der weisse Malvasier-Wein!

 
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Die Stadt Nafplion
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Die Stadt Nafplion

Nauplia oder Nafplion  auf griechisch ist heute eine charmante  kleine Stadt am Golf von Argos auf dem Peloponnes, von 1828 bis 1834 war es die erste Hauptstadt des befreiten Griechenlands. Wahrzeichen der Stadt sind die 2 Hügel mit den gewaltigen Burganlagen und die Burg auf dem kleinen Inselchen. Die Festung Akronauplia liegt auf den niedereren der beiden Felsen und Teile davon werden heute als Hotel benützt. Die Festung Bourtzi befindet sich auf einem kleinen Inselchen vor dem Hafen von Nafplion. Sie wurde um 1700 von den venezianern erbaut, die damals nachts eine eiserne Kette von Bourtzi nach Nafplion spannten, um den Hafen abzusperren.
Unbedingt einen Besuch wert ist die ausgedehnte uneinnehmbare  Burganlage der Palamidi-Festung. Um die 850 in Felsen gehauene Stufen führen unter gemauerten Torbögen hinauf – weniger schweisstreibend aber auch weniger interessant ist die 3 km lange Asphaltstrasse hinauf. Oben wird man belohnt mit einer herrlichen Aussicht auf die Stadt und den argolischen Golf. Palamidi gilt als die stärkste Festung Griechenlands. Sie wurde im frühen 18. Jh. von den Venezianern auf dem 220 m hohen Hügel erbaut und überragt weithin sichtbar die Stadt. Benannt ist die Palamidi-Festung nach Palamides, der im Epos Ilias von Homer erwähnt wird. Er war ein weiser Ratgeber der Griechen im trojanischen Krieg und gilt als Erfinder der Buchstaben, der Masseinheiten und des Rechnens.
Nicht nur wegen der gewaltigen Burganlage ist Nafplion sehenswert. Die Altstadt bietet viel Charme, mit klassizistischen Gebäuden, blumengeschmückten Balkonen, Springbrunnen aus türkischer Zeit, hübschen Gässchen, einladenden Strassencafés und dem schönen Platz Syntagmatos, dem Verfassungsplatz. Hier ist das Zentrum der Altstadt, dahinter liegt die Staikopoulou-Strasse mit zahlreichen Tavernen und Geschäften. An deren östlichen Ende liegt etwas oberhalb die Kirche des Heiligen Spiridonos, die 1702 erbaut wurde. Sie war Schauplatz eines politischen Attentates, denn 1831 erschoss ein Maniote hier den griechischen Ministerpräsidenten Jannis Kapodistrias, als er zur Kirche ging. Die Spur der Pistolenkugel ist rechts neben dem oberen Eingang unter einer kleinen Glasplatte zu sehen.
Am Syntagmatos-Platz befindet sich auch das archäologische Museum im Gebäude der venezianischen Kaserne aus dem Jahre 1713. Hier sind einige der grossartigen Funde aus Mykene und Tiryns (mykenische Burg) ausgestellt. Montags geschlossen. In der Staikopoulou-Strasse befindet sich ein kleines Komboloi-Museum. Komboloia sind diese Spielketten, die einem Rosenkranz ähneln und die die griechischen Männer gerne zum Zeitvertreib durch die Finger gleiten lassen. In diesem Museum sind Komboloia aus den Jahren 1750 – 1950 zu sehen. In den Gassen von Nafplion findet man auch hübsche Komboloia zu akufen – zum Spielen, als originelles Mitbringsel  oder auch als Dekoration. Auch ein Volkskundliches Museum gibt es in Nafplion, an der Ipsilanti-Strasse. Es zeigt Trachten, kunsthandwerkliche Erzeugnisse und diverse Gerätschaften. Ebenfalls befinden sich 2 Moscheen am Hauptplatz. Die eine dient heute als Kino und Theater, die andere war von 1825-28 Versammlungsort des griechischen Parlamentes (war vor einiger Zeit in Restauration). 
Zahlreiche Tavernen und Cafés laden zum Verweilen ein. Besonders einladend ist die Atmosphäre um den Verfassungsplatz. Nafplion ist auch ein beliebtes Wochenend- und Ausflugsziel der Athener.

 
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