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Die Stadt Ioannina
IOANNINA
Malerische Orte
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Die Stadt Ioannina

Im Herzen der Provinz Epirus befindet sich Ioannina (500 m ü M), wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, Universitätsstadt und Hauptstadt der Region. Ioannina liegt sehr idyllisch an den Ufern des Pamvotis-Sees mit seiner kleinen Niki-Insel. Obwohl Ioannina eine Grossstadt mit dem üblichen Verkehr und Trubel ist, hat sie doch eine gewisse Gemütlichkeit bewahrt. Dazu tragen die vielen Tavernen, Cafés, die parkähnlichen Anlagen und der entspannende Blick auf den See und die Insel bei. Moderne Einkaufspassagen wechseln mit gemütlichen Altstadtgassen ab. Auffällig sind die
vielen Gold-, Silber- und Messinggeschäfte.
Die Stadt wurde um das 6. Jh. v. Chr. gegründet, kam aber erst zu grösserer Bedeutung, als sie im 13. Jh. zur Hauptstadt des Epirus erhoben wurde. Nach einer kurzen Herrschaft der Serben im 14. Jh. fiel die Stadt an die Türken, die über Jahrhunderte die Stadt regierten. Ioannina war auch lange Zeit Sitz eines türkischen Paschas. Die Bewohner genossen relativ grosse Freiheiten und konnten ungestört ihren Handelsgeschäften nachgehen. Unter dem berühmt-berüchtigten Ali Pascha erlebte die Stadt im 18. Jh. wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Persönlichkeiten von
Rang und Namen, darunter auch Lord Byron, besuchten die Stadt und waren überrascht von ihrem Fortschritt. Schliesslich wurde Ali Pascha den osmanischen Herrschern zu mächtig. 1821 belagerten türkische Truppen die Stadt, ermordeten den Pascha und verwüsteten Teile der Stadt. Im Februar 1913 wurde Ioannina von der türkischen Besatzung befreit. Noch heute ist der jahrhundertelange Einfluss der türkischen Machthaber in der Altstadt gegenwärtig. Man stösst auf Moscheen, einen Basar, Häuser mit Erkern und orientalischen Elementen. 
Die "Kentriki Plateia" mit dem bekannten Glockenturm "To Roloi" aus dem Jahre 1905 ist ein grosser, geschäftiger Platz. Von dort führt die Averoff-Strasse zum See und der Zitadelle. Hier findet man einige Antiquitäten- und Schmuckgeschäfte. die bekannt sind für die filigranen Silberarbeiten. Am See erhebt sich die mächtige Festungsanlage, ehemals Sitz Ali Paschas. Die Zitadelle ist von starken Mauern umgeben, innen zieht sich ein Gewirr von Gassen hinauf bis zur grossen Moschee. In der Moschee des Aslan-Pascha mit ihrem schlanken Minarett aus dem Jahr 1618 ist ein Volkskundemuseum untergebracht. Im Hof findet man pyramidenförmig aufgeschichtete Kanonenkugeln und Geschützrohre der damaligen Zeit. Vom Minarett aus sieht man zur Fetiye-Moschee, in der sich das Grab Ali Paschas befindet. Im Gassengewirr der Altstadt kann man einige der alten Herrenhäuser aus dem 18. Jh. bewundern. Sie sind von türkischen Bauelementen geprägt, wie überdachte Erker, Arkaden in den Obergeschossen und schön angelegte Innenhöfe. Am Fusse des Kastro, zum Seeufer hin, findet man einige Tavernen und Kafenia.
Auf keinen Fall sollte man es versäumen, die inmitten des Sees gelegene Niki-Insel zu besuchen. Nach ca. 10 Minuten
überfahrt kommt man im malerischen Fischerdorf mit den engen Gassen und den weissgekalkten Häusern mit dem üppigen
Blumenschmuck an.  Ziel der Besucher sind die kleinen Klöster des Inselchens. Westlich des Hafens befindet sich das Kloster Agios Nikolaos Spanos (Philantropinum), dessen Kirche 1292 erbaut wurde. Etwas weiter trifft man auf das Kloster des heiligen Nikolaos Dilios aus dem 11./13. Jh., dem ältesten Kloster der Insel mit interessanten Fresken. Am Ostende der Insel befindet sich das Kloster Agios Ioannis Prodromos aus dem 13. Jh. mit Fresken des 18./19.Jh.. Dicht dabei liegt das Kloster Agios Pandeleimon, in dessen Räumen ein kleines Museum zur Erinnerung an Ali Pascha
eingerichtet wurde. Denn hier wurde 1822 Ali Pascha ermordet: im Fussboden des Schlafzimmers sind die Einschussstellten
der türkischen Gewehrkugeln zu sehen.

 
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