Parga liegt in Nordwestgriechenland, in der Provinz Epirus, ziemlich genau zwischen den Städten Igoumenitsa und Preveza. Der Ort liegt malerisch um eine Bucht herum und ist ein beliebtes kleines Ferienzentrum geworden. Hotels, Zimmervermietungen, Camping, Minimarkets, Tavernen, Geschäfte, Auto- und Motorradvermietung, Bootstouren, Ausflugsvermittlung – alles ist hier zu finden. Die reizvollen, farbig getünchten Häuser sind in einem Halbkreis an den Hang gebaut, an dessen Fuss sich der gemütliche kleine Hafen befindet. Der Hafenpromenade entlang liegen stimmungsvolle Cafés und Tavernen, zum Teil direkt am Wasser. Der Küstenabschnitt bei Parga ist stark zerklüftet, vorgelagert sind Felsen und kleine Inselchen. Besonders romantisch ist die Panagia-Insel mit der schneeweissen Kirche, die in Parga in der Bucht liegt und dem Krioneri-Strand gegenüber liegt. Am 15. August ist Maria Himmelfahrt, gleichzeitig der Gedenktag der Marienikone dieser Kirche. Es finden einige Festlichkeiten und Prozessionen sowie Feuerwerk statt.
Auf der rechten Seite der Bucht thront hoch oben eine venezianische Festung. Besonders lohnenswert ist ein abendlicher Spaziergang hier hinauf. Man hat einen wunderbaren Blick auf die Hafenbucht und die Panagia-Insel mit der stimmungsvoll beleuchteten Kirche. Durch ein grosses Tor tritt man ins Innere der Festung. Zu sehen sind langgezogene Magazine, Kellerräumlichkeiten, Überreste eines türkischen Bades, Kanonen und Geschosse. Bei schönem Wetter kann man die Nachbarinseln Paxi und Antipaxi erkennen. Eine schöne Lage haben die Cafés und Restaurants auf Höhe des Burghügels mit ihrer guten Aussicht.
Über die Herleitung des Namens Parga gibt es mehrere Theorien. Die eine besagt, dass es vom slawischen Wort „prag“, das Hafen bedeutet, abgeleitet sei, eine andere, dass es vom griechischen Verb „pergo“ abstammt, das soviel wie befestigen bedeutet.
Schriftlich erwähnt wird Parga zum ersten Mal im 14. Jahrhundert. Die Venezianer, die den Ort beherrschten, errichteten die mächtige Burganlage. Die Bewohner genossen in dieser Zeit weitgehende Freiheiten. Sie betrieben regen Handel und waren bekannt für den Olivenanbau und den Schiffsbau. Während des 15. und 16. Jh. eroberten die Türken mehrmals für kurze Zeit den Ort, konnten ihre Macht jedoch nicht halten. Im 17. Jh. fiel Parga kurzzeitig an Frankreich und wurde dann als Folge des Wiener Kongresses, der die Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen regelte, 1815 den Engländern unterstellt. Nur 2 Jahre später traten die Briten den Ort gegen eine Summe von 150‘000 Pfund an die Türken ab. Nachdem die Türken die Stadt erkauft hatten, setzte eine grosse Auswanderungswelle ein. Zwar kehrten 15 Jahre später einige Familien nach Parga zurück, doch blieb die Stadt bis 1913 türkisch besetzt. Die tiefe Verwurzelung ausgewanderter Bewohner mit ihrem Heimatort drückt sich bei vielen Griechen durch Spenden und Stiftungen aus.
In der Region um Parga locken schöne Strände mit klarem Wasser. Südlich des Hafens im hinteren Teil des Ortes liegen die Buchten Krioneri und Piso Krioneri (hinteres Krioneri). Das Wort Krioneri bedeutet „kaltes Wasser“ – tatsächlich ist das Wasser dort aufgrund von Strömungen immer etwas kühler. Der Sandstrand Krioneri liegt direkt im Ort, mit Liegestuhlverleih, der kleinere Piso Krioneri liegt etwas versteckt zwischen Felsen. Ein sehrt langer Strand ist Lichnos Beach, ca. 5 km ausserhalb von Parga (eine Serpentinenstrasse führt von der Hauptstrasse hinunter ans Meer), mit Liegestuhlverleih und Tavernen sowie Wassersportmöglichkeiten. Felsen rahmen die Bucht ein, das Wasser ist glasklar. Der 3 km (auf der Strasse) entfernte Valtos Beach ist auch einfach zu Fuss über einen Treppenweg von Parga aus zu erreichen (ca. 20 Gehminuten). Im Sommer verkehren Wassertaxi zwischen dem Hafen von Parga und dem Valtos Beach und dem Lichnos-Beach. Der 500 m lange Valtos-Strand ist in verschiedene Abschnitte unterteilt: Sand, feiner Kies, gröberer Kies. Einige Tavernen haben sich direkt am Strand etabliert, Liegestuhlverleih ist auch vorhanden. 9 km von Parga entfernt liegt die grosse Bucht von Ai-Giannaki. Hier kann man an der linken Seite ein Naturphänomen bewundern: in einer Tiefe von 25 m sprudelt eine Quelle mit so grossem Druck, dass sie sogar Boote wegstossen kann.