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Das Dorf Monodendri
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Das Dorf Monodendri

Monodendri ist eines der bekanntesten und traditionsreichsten Dörfer der Zagoria-Region. Die schmalen Gassen sind steingepflastert, mit Querleisten, die den Maultieren Halt geben. Die schönen feudalen Herrenhäuser sind aus grauen Stein erbaut und mit dünnen Schieferplatten bedeckt. Auf dem hübschen Dorfplatz spendet eine grosse Platane Schatten – Dorfidylle pur. Einige der Häuser sind renoviert und zu traditionellen Unterkünften umgebaut worden.
Bekannt ist die Kirche des Heiligen Athanassios, ebenfalls aus grauem Stein erbaut.
Monodendri ist ein guter Ausgangspunkt zum Besuch der eindrücklichen Vikos-Schlucht, die auch der „Grand Canyon Griechenlands“ genannt wird. Sie ist 10 km lang, mit steilen Felswänden, die bis zu 600 m abfallend sind. Vom Dorf führt ein Pfad in die Schlucht hinunter. Einen sehr schönen Blick auf die senkrechten Felswände der Schlucht hat man vom wenig ausserhalb des Dorfes (ca. 700 m) gelegenen verlassenen Kloster der Agia Paraskevi aus. Es wurde 1412 gegründet, und wie ein Schwalbennest kleben die Gebäude auf einem Felsvorsprung. Ein Fusspfad führt am Felsen entlang und bietet herrliche Ausblicke in die Schlucht. Ein weiterer Wanderweg führt von Monodendri zum Dorf Vikos am nördlichen Ende der Schlucht (Dauer ca. 6-8 Stunden, happiger Weg!, nur im Sommer möglich, weil sonst Teile des Weges unter Wasser sind).
Nordwestlich des Dorfes, ca. 6 km, bei Oxia, befindet sich ein Naturmonument  aus Felsen, die übereinander geschichtet sind und über dem Abhang der Vikos-Schlucht liegen.  Man nennt die Stelle auch „to balkoni tou vikou“ – der Balkon zur Vikos-Schlucht, denn auch von hier aus geniesst man einen herrlichen Blick in die tiefe Schlucht.

 
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Der Ort Parga
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Der Ort Parga

Parga liegt in Nordwestgriechenland, in der Provinz Epirus, ziemlich genau zwischen den Städten Igoumenitsa und Preveza. Der Ort liegt malerisch um eine Bucht herum und ist ein beliebtes kleines Ferienzentrum geworden. Hotels, Zimmervermietungen, Camping, Minimarkets, Tavernen, Geschäfte, Auto- und Motorradvermietung, Bootstouren, Ausflugsvermittlung – alles ist hier zu finden. Die reizvollen, farbig getünchten Häuser sind in einem Halbkreis an den Hang gebaut, an dessen Fuss sich der gemütliche kleine Hafen befindet. Der Hafenpromenade entlang liegen stimmungsvolle Cafés und Tavernen, zum Teil direkt am Wasser. Der Küstenabschnitt bei Parga ist stark zerklüftet, vorgelagert sind Felsen und kleine Inselchen. Besonders romantisch ist die Panagia-Insel mit der schneeweissen Kirche, die in Parga in der Bucht liegt und dem Krioneri-Strand gegenüber liegt. Am 15. August ist Maria Himmelfahrt, gleichzeitig der Gedenktag der Marienikone dieser Kirche. Es finden einige Festlichkeiten und Prozessionen sowie Feuerwerk statt.
 Auf der rechten Seite der Bucht thront hoch oben eine venezianische Festung. Besonders lohnenswert ist ein abendlicher Spaziergang hier hinauf. Man hat einen wunderbaren Blick auf die Hafenbucht und die Panagia-Insel mit der stimmungsvoll beleuchteten Kirche. Durch ein grosses Tor tritt man ins Innere der Festung. Zu sehen sind langgezogene Magazine, Kellerräumlichkeiten, Überreste eines türkischen Bades, Kanonen und Geschosse. Bei schönem Wetter kann man die Nachbarinseln Paxi und Antipaxi erkennen. Eine schöne Lage haben die Cafés und Restaurants auf Höhe des Burghügels mit ihrer guten Aussicht.
Über die Herleitung des Namens Parga gibt es mehrere Theorien. Die eine besagt, dass es vom slawischen Wort „prag“, das Hafen bedeutet, abgeleitet sei, eine andere, dass es vom griechischen Verb „pergo“ abstammt, das soviel wie befestigen bedeutet.
Schriftlich erwähnt wird Parga zum ersten Mal im 14. Jahrhundert. Die Venezianer, die den Ort beherrschten, errichteten die mächtige Burganlage. Die Bewohner genossen in dieser Zeit weitgehende Freiheiten. Sie betrieben regen Handel und waren bekannt für den Olivenanbau und den Schiffsbau. Während des 15. und 16. Jh. eroberten die Türken mehrmals für kurze Zeit den Ort, konnten ihre Macht jedoch nicht halten. Im 17. Jh. fiel Parga kurzzeitig an Frankreich und wurde dann als Folge des Wiener Kongresses, der die Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen regelte, 1815 den Engländern unterstellt. Nur 2 Jahre später traten die Briten den Ort gegen eine Summe von 150‘000 Pfund an die Türken ab. Nachdem die Türken die Stadt erkauft hatten, setzte eine grosse Auswanderungswelle ein. Zwar kehrten 15 Jahre später einige Familien nach Parga zurück, doch blieb die Stadt bis 1913 türkisch besetzt. Die tiefe Verwurzelung ausgewanderter Bewohner mit ihrem Heimatort drückt sich bei vielen Griechen durch Spenden und Stiftungen aus.
In der Region um Parga locken schöne Strände mit klarem Wasser. Südlich des Hafens im hinteren Teil des Ortes liegen die Buchten Krioneri und Piso Krioneri (hinteres Krioneri). Das Wort Krioneri bedeutet „kaltes Wasser“ – tatsächlich ist das Wasser dort aufgrund von Strömungen immer etwas kühler. Der Sandstrand Krioneri liegt direkt im Ort, mit Liegestuhlverleih, der kleinere Piso Krioneri liegt etwas versteckt zwischen Felsen. Ein sehrt langer Strand ist Lichnos Beach, ca. 5 km ausserhalb von Parga (eine Serpentinenstrasse führt von der Hauptstrasse hinunter ans Meer), mit Liegestuhlverleih und Tavernen sowie Wassersportmöglichkeiten. Felsen rahmen die Bucht ein, das Wasser ist glasklar. Der 3 km (auf der Strasse) entfernte Valtos Beach ist auch einfach zu Fuss über einen Treppenweg von Parga aus zu erreichen (ca. 20 Gehminuten). Im Sommer verkehren Wassertaxi zwischen dem Hafen von Parga und dem Valtos Beach und dem Lichnos-Beach. Der 500 m lange Valtos-Strand ist in verschiedene Abschnitte unterteilt: Sand, feiner Kies, gröberer Kies. Einige Tavernen haben sich direkt am Strand etabliert, Liegestuhlverleih ist auch vorhanden. 9 km von Parga entfernt liegt die grosse Bucht von Ai-Giannaki. Hier kann man an der linken Seite ein Naturphänomen bewundern: in einer Tiefe von 25 m sprudelt eine Quelle mit so grossem Druck, dass sie sogar Boote wegstossen kann.

 
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Die Zagoria-Dörfer im Epirus
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Die Zagoria-Dörfer im Epirus

Die Zagoria sind eine Gemeinschaft von 46 Dörfern zwischen dem Mitsikeli und den Tymfi-Bergen. Sie bilden eine geografische, architektonische und kulturgeschichtliche Einheit. Die meisten dieser Dörfer wurden um 1400 angelegt, als sich die einheimische Bevölkerung ins Gebirge zurückzog. Die im schluchtartigen Tal von Vikos gelegenen Dorfgemeinschaften konnten sich auch in der Zeit der Türkenherrschaft fast ganz unabhängig halten und verzeichneten dadurch  einen grossen Fortschritt auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet. Eine Kombination von Viehzucht, Handwerk und Fernhandel führte zu beträchtlichem Wohlstand.
Die Dörfer mit ihren alten Patrizierhäusern und schönen Kirchen liegen in einer grossartigen, wilden, fast unberührten Landschaft mit dichten Nadelwäldern, reichfliessenden Quellbächen und üppiger Vegetation.  Die Flora und Fauna dieser Landschaft ist einzigartig, nicht nur wegen ihres Reichtums an Arten, sondern auch wegen ihrer Seltenheit.
Die schmalen Dorfgassen der Zagorochoria (=Dörfer der Zagoria) sind steingepflastert, Querleisten bieten den Hufen der Maultiere Halt. Allen Dörfern gemeinsam ist die ungewöhnliche Architektur der meist zweistöckigen Steinhäuser, die mit dünnen Schieferplatten gedeckt und ganz der umgebenden Landschaft angepasst sind. Typisch für die Bauweise der Häuser ist die Verwendung des einheimischen Flysch-Steins als Baumaterial. Dieses Gestein kommt in der Umgebung reichlich vor und ist im Abbau und der Verarbeitung einfach zu handhaben. Die Bauten fügen sich somit wunderbar unauffällig in die Umgebung ein. Die meisten der Zagorochoria stehen heute unter Denkmalschutz.
Typisch für das Landschaftsbild in den Zagoria-Dörfern sind die steinernen Bogenbrücken. Insgesamt solle s um die 190 solcher Brücke im Epirus geben. In dieser Umgebung mit so vielen Flüssen und Bergen ist es klar, dass es die Brücken zur besseren Verbindung brauchte. Diese eleganten Bauwerke verbanden die Handelswege, die zu den Nachbarsdörfern, aber auch bis nach Österreich und Rumänien führten. 
In der Zeit vom 16. bis 19. Jh. erlebten die Zagoria eine wirtschaftliche Blütezeit. Spezialisierte Arbeitsgruppen übernahmen den Bau vom Häusern, Brücken, Klöstern und anderer Bauarbeiten nicht nur in Epirus, sondern auch im Ausland. Es kam zu einem grossen Aufschwung der Handwerke wie Holzschnitzerei, Silber- und Goldschmiedekunst. Auch bei den Handarbeiten blühten Goldstickerei, Weberei und Seidenstickerei.
Das Gebiet wird in 3 Regionen unterteilt: Ost-, Zentral- und West-Zagoria. Zu Ost-Zagori gehören die weniger bekannten Dörfer Tristeno, Grevenitsa und Flambourari. Im West-Zagori haben besonders Mikro Papingo und Megalo Papingo  ihren althergebrachten Charakter über Jahrhunderte beibehalten. Sie liegen in einer überwältigend schönen Landschaft: Ausgang der Vikos-Schlucht, silbernes Band des Voidomatis-Flusses, steil aufragende Felswände und Gipfel des Gamila-Berges als Kulisse. Zum Zentral-Zagori gehören Vitsa mit seinen Kirchenbauten, Tsepelovo mit dem Kloster Moni Rongovou aus dem Jahre 1050 n. Chr., und Skamnelli, wo viele Häuser von anonymen Künstlern des 18./19. Jh. kunstvoll ausgemalt sind. Monodendri gehört zu den traditionsreichsten Dörfern des Epirus mit seinen schmalen steingepflasterten Gassen und den stattlichen Herrenhäusern. Monodendri ist Ausgangspunkt zum Besuch der eindrücklichen  10 km langen und 600 m tiefen Vikos-Schlucht, dem „Grand Canyon Griechenlands“. Einen schönen Ausblick auf die Schlucht hat man vom verlassenen Kloster Agia Paraskevi aus. Ein weiteres bekanntes Dorf ist Kipi, in seiner Umgebung finden sich mehrere der bekannten Steinbogenbrücken, besonders schon ist die dreibogige Brücke tou Plakida.
Die Zagorochoria vermitteln ein ganz anderes Bild von Griechenland, eines, das man sich nicht so gewöhnt ist. Wilde Berglandschaften, tiefe Schluchten, Dörfer aus grauen Steinhäusern mit Schieferplatten – kein Vergleich zu weissen Würfelhäusern und blauen Kuppeln. Aber auch die Zagoria-Region hat durchaus ihren Reiz, es lohnt sich, die Naturschönheiten und Traditionen zu entdecken. Besonders schön wohnt man in traditionellen Herrenhäusern, die zu Hotels umgebaut wurden. Zum Beispiel im Dorf Koukouli, in Papingo, in Dilofo, in Aristi und in Ano Pedina (nur eine Auswahl, inzwischen gibt es auch Unterkünfte in weiteren Dörfern).
Anreise zu den Zentral-Zagoria-Dörfern: auf der  Hauptstrasse Ioannina – Kalpaki/Konitsa beim Dorf Metamorfosis rechts abbiegen.

 
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