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Das Totenorakel Nekromantion bei Mesapotamos
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Das Totenorakel Nekromantion bei Mesapotamos

In West-Epirus, 53 km von Preveza und ca. 30 km südöstlich von Parga, beim Ort Mesapotamos, liegt das Totenorakel Nekromantion (nekros = der Tote). Hier befand sich im Altertum die antike Stadt Ephira, bekannt für ihr Totenorakel am Fluss Acheron.  Der heilige Fluss Acheron galt in der Antike als Fluss der Unterwelt, als Eingang ins Reich der Toten. Hier in der Unterwelt befanden sich die Seelen der Verstorbenen und hier wohnten die Götter des Jenseits, Hades und Persephone.
Schon früh entstand die Orakelstätte, der in der Antike grosse Bedeutung zukam, es war das berühmteste Totenorakel der altgriechischen Welt. Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. wurde das Orakel befragt. Ein Lebender konnte in dieser Kultstätte Kontakt mit einem Verstorbenen aufnehmen, diesen um Rat und Hilfe bitten, Fragen an ihn richten oder ihn um Verzeihung bitten. Prominente Besucher dieser  Orakelstätte waren unter anderem Orpheus, der den Tod von Euridike beklagte, Odysseus, welcher den Heimweg in seine Heimat Ithaka erfragen wollte, und Peraindros, der Tyrann von Korinth, der seine verstorbenen Frau Melissa fragen wollte, wo der Schatze eines Besuchers versteckt war.
Jeder Ratsuchende musste zuerst auf den Kontakt mit den Verstorbenen vorbereitet werden, durch spezielle Kost, rituelle Bäder und Gebete der Priester. Spenden von Honig und Milch, Wein und Wasser und das Blut geopferter Tiere sollten die Seelen der Verstorbenen besänftigen. Priester opferten Schafe in einer Grube, in der man bei Ausgrabungen verbrannte Knochen fand, und beteten andauernd  die Seelen der Toten an, während dem der Besucher geistig und körperlich für die Orakelbefragung vorbereitet wurde.  Der Orakelbesucher wurde aus dem hellen Tageslicht in tiefe Dunkelheit geführt, er irrte durch ein Labyrinth, durchlebte unbekannte Rituale und gelangte schlussendlich in den Mittelsaal, wo ihm der Schatten der Toten erschien. Nach dieser Begegnung musste der Besucher versprechen, strengstes Stillschweigen zu bewahren.
Heute fällt es schwer, sich den Ausgrabungsort mit seinen Ruinen als geheimnisvolle dunkle Stätte vorzustellen. Der Palast der Persephone und des Hades stammt aus den frühen hellenistischen Jahren Ende des 4. Jahrhunderts/Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr.. Ende des 3. Jh. v. Chr. wurde dem Heiligtum ein weiterer Hof mit vielen Zimmern beigefügt, die für den Aufenthalt der Priester und Besucher benutzt wurden, bevor diese in Heiligtum des Hades kamen. Zu sehen ist der Eingang mit dem Hof und den Magazinen, Reste der Lagerräume, der Räume der Priester, Korridore, Schlafräume, Vorbereitungsräume, der zentrale Opferraum, der Reinigungsraum und das Labyrinth.  Bei den Ausgrabungen wurden viele Aufbewahrungsgefässe für Opfergaben und Weihegeschenke , eiserne Werkzeuge und Mühlsteine gefunden. Die meisten Gefässe und Münzen stammen aus dem 3. Und 2. Jh. V. Chr., zur Zeit, als das Orakel seinen Höhepunkt erreicht hatte.
Durch eine enge eiserne Treppe kann man in den heiligen Saal herabsteigen, wo die Begegnung der Lebenden mit den Toten stattfand. Hier herrscht eine düstere Atmosphäre. Man sagt, die Priester verabreichten den Orakelbesuchern eine Art Drogen, welche Rauschzustände hervorriefen und es so den Besuchern erleichterten, die Schatten der Toten wahrzunehmen. Ob es wirklich die Verstorbenen waren, oder ein gut inszeniertes Spiel der Priester mit heraufgezogenen Gewändern, bleibe dahingestellt….
Das Totenorakel wurde 176 v. Chr. von den Römern zerstört. Homer hatte die Lage des Orakels jedoch so gut beschrieben, dass man 1956 mit den Ausgrabungen begann und auch tatsächlich fündig wurde.
Heute liegen die Ruinen friedlich und lieblich in der Landschaft. Schwer vorzustellen, dass man hier Kontakt mit der dunklen Welt des Todes hatte.
Öffnungszeiten normalerweise vormittags bis über den Mittag, ca. bis 14/15 Uhr.

 
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Die Ruinen von Nikopolis
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Die Ruinen von Nikopolis

Etwa 10 km nördlich von Preveza und 65 km südlich von Parga liegt das Ausgrabungsgelände der antiken Stadt Nikopolis. Hier, im Golf des Amvrakikos, ereignete sich eine der grössten Seeschlachten der Antike zwischen den grossen Persönlichkeiten der Geschichte Antonius, Octavian und Kleopatra. Nach seinem Sieg über Antonius und Kleopatra in der Seeschlacht von Actium im Jahre 31. v.Chr. liess der römische Kaiser Octavian, der  nun Herrscher über das gesamte Römische Reich war, eine „Siegesstadt“ bauen. Das griechische Wort niki bedeutet Sieg, polis bedeutet Stadt.
In seiner neu gebauten Kolonie siedelte Octavian zwangsweise Bewohner aus Ambrakia, dem heutigen Arta, an, aber auch römische Siedler und Bewohner der epirotischen und akarnischen Städte, die zerstört wurden, lebten hier. Rasch entwickelte sich Nikopolis zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum. Octavian gab der Stadt zahlreiche Privilegien und baute grossartige Gebäude im griechischen Stil. Die Einwohnerzahl wuchs rasch an, und es entstanden zahlreiche Bauwerke, deren Ruinen noch heute Zeugnis von der einstigen Blüte und Bedeutung der Stadt ablegen. Für zwei Jahrhunderte lang war Nikopolis die grösste und bedeutendste römische Stadt in Griechenland. Der Apostel Paulus verbrachte in Nikopolis einen Winter, und der römische Philosoph Epiktet zog sich nach seiner Vertreibung aus Rom nach Nikopolis zurück. Im 3. Jh. n.Chr.  wurde es die Hauptstadt des antiken Epirus. Im Jahre 375 wurde die Stadt durch ein Erdbeben zerstört und schliesslich im 9. Jh. endgültig verlassen.
Das heutige antike Nikopolis ist ein weitläufiges Ausgrabungsgelände, denn schliesslich lebten hier einmal 300‘000 Einwohner. Zu sehen sind Reste des antiken Theaters aus dem 2. Jh. n. Chr., das einigen Tausend Menschen Platz bot. Wenig oberhalb stösst man auf die Ruinen des ältesten Gebäudes, des Apollotempels. Unterhalb des Theaters befinden sich das ehemalige Gymnasium, die Bäderanlagen sowie das Stadion. Hier fanden Wettkämpfe zu Ehren Apollon statt. Nach seinem Sieg erbaute Octavian nämlich einen Tempel für Apollon und einen für Poseidon, um den Göttern für seinen Sieg zu danken. Ein weiteres kleines Theater, das Odeon, wurde restauriert und wird wieder für Theater- und andere kulturelle Aufführungen genutzt. Erkennbar sind auch Teile der riesigen Stadtmauer, die einst die ganze Stadt umgab, sowie zwei der ehemaligen Hauptstrassen, die durch Nikopolis führten. Ferner die Fundamente verschiedener Wohnhäuser, das Wasserleitungssystem, der Aquädukt aus dem 6. Jh. n. Chr. , Überreste des erzbischöflichen Palastes und Ruinen von vier frühchristlichen Basiliken, deren Fussbodenmosaike stellenweise recht gut erhalten sind. Besonders sehenswert sind die Mosaike der Doumetrios-Basilika. Ausgrabungsfunde aus Stadt und Umgebung sind im Museum zu sehen. Statuen, Sarkophage, Marmorköpfe, Grabbeigaben, Münzen und Kapitelle sind dort ausgestellt.
Das Ausgrabungsgelände ist sehr weitläufig. Zum Teil sind einige Ruinen fast von Gras überwuchert. Aber eine ruhige Atmosphäre herrscht hier, die Ausgrabungen liegen inmitten der Natur. Montags geschlossen. 

 
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Das Denkmal von Zalongo
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Das Denkmal von Zalongo

Fährt man von Preveza auf der Hauptstrasse hoch Richtung Parga, so entdeckt man nach circa einem guten Drittel Fahrt (circa auf der Höhe des Dorfes Kastrosikia) rechts oben auf dem Berg eine grosse Skulptur. Oberhalb der antiken Stadt Kassope, auf dem Gipfel des Berges Zalongo, erhebt sich dieses grosse, weisse Denkmal. Es stellt vier Frauen dar, die sich an den Händen halten und sich tanzend auf den Abgrund zubewegen. 
Zalongo ist eine der heiligen Stätten Griechenlands und verkörpert die Seele der Griechen, die sich weigerten, sich den Türken zu unterwerfen. Im Jahre 1803 (andere Quellen sagen 1802) war dieses Gebiet von den Türken umzingelt. Während des griechischen Befreiungskampfes waren alle Männer von Souli im Kampf gegen die Türken gefallen. Frauen und Kinder konnten sich auf den Berg fliehen. Um nicht den Türken in die Hände zu fallen, zogen sie es vor, sich in den Abgrund zu stürzen. Zuerst die Kinder, dann die Frauen. Sie führten den Souliotischen Rundtanz auf, und nach jeder Tanzrunde sprang eine von ihnen den Berg hinunter.  Am Rande des Bergplateaus wurde ihnen 1954 dieses gigantische Denkmal errichtet.
Unterhalb der Gedenkstätte liegt das Kloster von Zalongo aus dem 18. Jahrhundert, das eine reiche Ikonensammlung beherbergt. In der kleinen Kirche zwischen dem Kloster und der Gedenkstätte werden die Gebeine der verstorbenen Frauen und Kinder aufbewahrt. Ein gedenkwürdiger Ort.
Viele Stufen führen zum Denkmal hinauf, aber der Aufstieg lohnt sich und man geniesst eine schöne Aussicht.
Um nach Zalongo zu gelangen, muss man weg von der Hauptstrasse  Preveza-Igoumenitsa, die an der Küste entlang führt. Man kann von Preveza her kommend hinter dem Ort Kanali abbiegen Richtung Louros und dann bei Archangelos  nach links die Nebenstrasse nach Zalongo und Kassiopi nehmen. Kommt man von oben, von Parga oder Igoumenitsa her, so kann man zum Beispiel von Morfio her oder von Mesapotamos und dem Nekromantion auf die Nebenstrasse nach Kanalaki gelangen und dieser folgen bis hinter Mirsini und dann die Abzweigung nach Kassopi/Zalongo nehmen.
Zalongo liegt circa 20 km nördlich der Ruinen von Nikopolis.

 
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Die Steinbrücken von Epirus
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Die Steinbrücken von Epirus

Epirus ist eine sehr gebirgige Region mit vielen Flüssen und Brücken waren somit nötig zur besseren Verbindung. Denn viele Einwohner waren im Fernhandel tätig. Handelswege führten bis nach Albanien, Österreich, Rumänien und in andere Gegenden des Balkan. Der Transport der Güter fand oft mit Mauleseln statt. Zu jener Zeit gab es den Beruf des Maulesel-Treibers. Diese besassen oft 20-30 Tiere, die sie benützten, um Güter zu transportieren, die sie sowohl kauften wie auch verkauften. Die Pfade waren also geschäftige Handelsrouten und man hatte Interesse daran, sie in gutem Zustand zu halten. Einige sind kilometerlang mit Pflastersteinen besetzt. Vor allem im Winter, wenn die Flüsse viel Wasser hatten, waren Brücken notwendig, um den Transport auf den Handelsrouten fortsetzen zu können.
Um die 190 Brücken soll es im Epirus geben. Sie sind aus lokalem Stein erbaut. Meist bestehen sie aus einem elegant geschwungenen Bogen, seltener sind sie auch dreibogig (wie die Plakida-Brücke bei Kipi). Sie sind ca. 1,5 m breit. Oft findet man steinerne Querleisten im Pflaster auf der Brücke, um den Tieren besseren Halt zu geben beim Überqueren.
Eine sehr bekannte Brücke ist die 3-bogige Brücke  "tou Plakidou" oder auch "Kalogeriko" genannt beim Dorf Kipi (oder Kipoi) in der Zentral-Zagoria-Region. Sie verbindet die Vikosufer. Den Namen Kalogeriko erhielt sie, weil sie 1814 vom Mönch Serafim gebaut wurde, einem Mönch (=kalogeros) des Klosters in Vitsa. Im Jahre 1865 wurde sie von Alexis Plakidas renoviert, daher der 2. Name tou Plakidou.
Die einbogige Brücke von Kleidonia führt über den Fluss Voidomatis, die Plaka-Brücke in Zoumerka über den Fluss Arahthos (1866 gebaut). Die einbogige Brücke von Konitsa liegt in der Mündung des Flusses Aoos, wurde 1870 gebaut und ist 40 m lang und 20 m hoch. Obwohl viele der Brücken schon sehr alt sind, sind sie immer noch stabil und standhaft und wirken elegant und leicht. Sie gehören unverkennbar zum Landschaftsbild von Epirus.

 
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Das Dorf Monodendri
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Das Dorf Monodendri

Monodendri ist eines der bekanntesten und traditionsreichsten Dörfer der Zagoria-Region. Die schmalen Gassen sind steingepflastert, mit Querleisten, die den Maultieren Halt geben. Die schönen feudalen Herrenhäuser sind aus grauen Stein erbaut und mit dünnen Schieferplatten bedeckt. Auf dem hübschen Dorfplatz spendet eine grosse Platane Schatten – Dorfidylle pur. Einige der Häuser sind renoviert und zu traditionellen Unterkünften umgebaut worden.
Bekannt ist die Kirche des Heiligen Athanassios, ebenfalls aus grauem Stein erbaut.
Monodendri ist ein guter Ausgangspunkt zum Besuch der eindrücklichen Vikos-Schlucht, die auch der „Grand Canyon Griechenlands“ genannt wird. Sie ist 10 km lang, mit steilen Felswänden, die bis zu 600 m abfallend sind. Vom Dorf führt ein Pfad in die Schlucht hinunter. Einen sehr schönen Blick auf die senkrechten Felswände der Schlucht hat man vom wenig ausserhalb des Dorfes (ca. 700 m) gelegenen verlassenen Kloster der Agia Paraskevi aus. Es wurde 1412 gegründet, und wie ein Schwalbennest kleben die Gebäude auf einem Felsvorsprung. Ein Fusspfad führt am Felsen entlang und bietet herrliche Ausblicke in die Schlucht. Ein weiterer Wanderweg führt von Monodendri zum Dorf Vikos am nördlichen Ende der Schlucht (Dauer ca. 6-8 Stunden, happiger Weg!, nur im Sommer möglich, weil sonst Teile des Weges unter Wasser sind).
Nordwestlich des Dorfes, ca. 6 km, bei Oxia, befindet sich ein Naturmonument  aus Felsen, die übereinander geschichtet sind und über dem Abhang der Vikos-Schlucht liegen.  Man nennt die Stelle auch „to balkoni tou vikou“ – der Balkon zur Vikos-Schlucht, denn auch von hier aus geniesst man einen herrlichen Blick in die tiefe Schlucht.

 
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Der Ort Parga
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Der Ort Parga

Parga liegt in Nordwestgriechenland, in der Provinz Epirus, ziemlich genau zwischen den Städten Igoumenitsa und Preveza. Der Ort liegt malerisch um eine Bucht herum und ist ein beliebtes kleines Ferienzentrum geworden. Hotels, Zimmervermietungen, Camping, Minimarkets, Tavernen, Geschäfte, Auto- und Motorradvermietung, Bootstouren, Ausflugsvermittlung – alles ist hier zu finden. Die reizvollen, farbig getünchten Häuser sind in einem Halbkreis an den Hang gebaut, an dessen Fuss sich der gemütliche kleine Hafen befindet. Der Hafenpromenade entlang liegen stimmungsvolle Cafés und Tavernen, zum Teil direkt am Wasser. Der Küstenabschnitt bei Parga ist stark zerklüftet, vorgelagert sind Felsen und kleine Inselchen. Besonders romantisch ist die Panagia-Insel mit der schneeweissen Kirche, die in Parga in der Bucht liegt und dem Krioneri-Strand gegenüber liegt. Am 15. August ist Maria Himmelfahrt, gleichzeitig der Gedenktag der Marienikone dieser Kirche. Es finden einige Festlichkeiten und Prozessionen sowie Feuerwerk statt.
 Auf der rechten Seite der Bucht thront hoch oben eine venezianische Festung. Besonders lohnenswert ist ein abendlicher Spaziergang hier hinauf. Man hat einen wunderbaren Blick auf die Hafenbucht und die Panagia-Insel mit der stimmungsvoll beleuchteten Kirche. Durch ein grosses Tor tritt man ins Innere der Festung. Zu sehen sind langgezogene Magazine, Kellerräumlichkeiten, Überreste eines türkischen Bades, Kanonen und Geschosse. Bei schönem Wetter kann man die Nachbarinseln Paxi und Antipaxi erkennen. Eine schöne Lage haben die Cafés und Restaurants auf Höhe des Burghügels mit ihrer guten Aussicht.
Über die Herleitung des Namens Parga gibt es mehrere Theorien. Die eine besagt, dass es vom slawischen Wort „prag“, das Hafen bedeutet, abgeleitet sei, eine andere, dass es vom griechischen Verb „pergo“ abstammt, das soviel wie befestigen bedeutet.
Schriftlich erwähnt wird Parga zum ersten Mal im 14. Jahrhundert. Die Venezianer, die den Ort beherrschten, errichteten die mächtige Burganlage. Die Bewohner genossen in dieser Zeit weitgehende Freiheiten. Sie betrieben regen Handel und waren bekannt für den Olivenanbau und den Schiffsbau. Während des 15. und 16. Jh. eroberten die Türken mehrmals für kurze Zeit den Ort, konnten ihre Macht jedoch nicht halten. Im 17. Jh. fiel Parga kurzzeitig an Frankreich und wurde dann als Folge des Wiener Kongresses, der die Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen regelte, 1815 den Engländern unterstellt. Nur 2 Jahre später traten die Briten den Ort gegen eine Summe von 150‘000 Pfund an die Türken ab. Nachdem die Türken die Stadt erkauft hatten, setzte eine grosse Auswanderungswelle ein. Zwar kehrten 15 Jahre später einige Familien nach Parga zurück, doch blieb die Stadt bis 1913 türkisch besetzt. Die tiefe Verwurzelung ausgewanderter Bewohner mit ihrem Heimatort drückt sich bei vielen Griechen durch Spenden und Stiftungen aus.
In der Region um Parga locken schöne Strände mit klarem Wasser. Südlich des Hafens im hinteren Teil des Ortes liegen die Buchten Krioneri und Piso Krioneri (hinteres Krioneri). Das Wort Krioneri bedeutet „kaltes Wasser“ – tatsächlich ist das Wasser dort aufgrund von Strömungen immer etwas kühler. Der Sandstrand Krioneri liegt direkt im Ort, mit Liegestuhlverleih, der kleinere Piso Krioneri liegt etwas versteckt zwischen Felsen. Ein sehrt langer Strand ist Lichnos Beach, ca. 5 km ausserhalb von Parga (eine Serpentinenstrasse führt von der Hauptstrasse hinunter ans Meer), mit Liegestuhlverleih und Tavernen sowie Wassersportmöglichkeiten. Felsen rahmen die Bucht ein, das Wasser ist glasklar. Der 3 km (auf der Strasse) entfernte Valtos Beach ist auch einfach zu Fuss über einen Treppenweg von Parga aus zu erreichen (ca. 20 Gehminuten). Im Sommer verkehren Wassertaxi zwischen dem Hafen von Parga und dem Valtos Beach und dem Lichnos-Beach. Der 500 m lange Valtos-Strand ist in verschiedene Abschnitte unterteilt: Sand, feiner Kies, gröberer Kies. Einige Tavernen haben sich direkt am Strand etabliert, Liegestuhlverleih ist auch vorhanden. 9 km von Parga entfernt liegt die grosse Bucht von Ai-Giannaki. Hier kann man an der linken Seite ein Naturphänomen bewundern: in einer Tiefe von 25 m sprudelt eine Quelle mit so grossem Druck, dass sie sogar Boote wegstossen kann.

 
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Die Zagoria-Dörfer im Epirus
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Die Zagoria-Dörfer im Epirus

Die Zagoria sind eine Gemeinschaft von 46 Dörfern zwischen dem Mitsikeli und den Tymfi-Bergen. Sie bilden eine geografische, architektonische und kulturgeschichtliche Einheit. Die meisten dieser Dörfer wurden um 1400 angelegt, als sich die einheimische Bevölkerung ins Gebirge zurückzog. Die im schluchtartigen Tal von Vikos gelegenen Dorfgemeinschaften konnten sich auch in der Zeit der Türkenherrschaft fast ganz unabhängig halten und verzeichneten dadurch  einen grossen Fortschritt auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet. Eine Kombination von Viehzucht, Handwerk und Fernhandel führte zu beträchtlichem Wohlstand.
Die Dörfer mit ihren alten Patrizierhäusern und schönen Kirchen liegen in einer grossartigen, wilden, fast unberührten Landschaft mit dichten Nadelwäldern, reichfliessenden Quellbächen und üppiger Vegetation.  Die Flora und Fauna dieser Landschaft ist einzigartig, nicht nur wegen ihres Reichtums an Arten, sondern auch wegen ihrer Seltenheit.
Die schmalen Dorfgassen der Zagorochoria (=Dörfer der Zagoria) sind steingepflastert, Querleisten bieten den Hufen der Maultiere Halt. Allen Dörfern gemeinsam ist die ungewöhnliche Architektur der meist zweistöckigen Steinhäuser, die mit dünnen Schieferplatten gedeckt und ganz der umgebenden Landschaft angepasst sind. Typisch für die Bauweise der Häuser ist die Verwendung des einheimischen Flysch-Steins als Baumaterial. Dieses Gestein kommt in der Umgebung reichlich vor und ist im Abbau und der Verarbeitung einfach zu handhaben. Die Bauten fügen sich somit wunderbar unauffällig in die Umgebung ein. Die meisten der Zagorochoria stehen heute unter Denkmalschutz.
Typisch für das Landschaftsbild in den Zagoria-Dörfern sind die steinernen Bogenbrücken. Insgesamt solle s um die 190 solcher Brücke im Epirus geben. In dieser Umgebung mit so vielen Flüssen und Bergen ist es klar, dass es die Brücken zur besseren Verbindung brauchte. Diese eleganten Bauwerke verbanden die Handelswege, die zu den Nachbarsdörfern, aber auch bis nach Österreich und Rumänien führten. 
In der Zeit vom 16. bis 19. Jh. erlebten die Zagoria eine wirtschaftliche Blütezeit. Spezialisierte Arbeitsgruppen übernahmen den Bau vom Häusern, Brücken, Klöstern und anderer Bauarbeiten nicht nur in Epirus, sondern auch im Ausland. Es kam zu einem grossen Aufschwung der Handwerke wie Holzschnitzerei, Silber- und Goldschmiedekunst. Auch bei den Handarbeiten blühten Goldstickerei, Weberei und Seidenstickerei.
Das Gebiet wird in 3 Regionen unterteilt: Ost-, Zentral- und West-Zagoria. Zu Ost-Zagori gehören die weniger bekannten Dörfer Tristeno, Grevenitsa und Flambourari. Im West-Zagori haben besonders Mikro Papingo und Megalo Papingo  ihren althergebrachten Charakter über Jahrhunderte beibehalten. Sie liegen in einer überwältigend schönen Landschaft: Ausgang der Vikos-Schlucht, silbernes Band des Voidomatis-Flusses, steil aufragende Felswände und Gipfel des Gamila-Berges als Kulisse. Zum Zentral-Zagori gehören Vitsa mit seinen Kirchenbauten, Tsepelovo mit dem Kloster Moni Rongovou aus dem Jahre 1050 n. Chr., und Skamnelli, wo viele Häuser von anonymen Künstlern des 18./19. Jh. kunstvoll ausgemalt sind. Monodendri gehört zu den traditionsreichsten Dörfern des Epirus mit seinen schmalen steingepflasterten Gassen und den stattlichen Herrenhäusern. Monodendri ist Ausgangspunkt zum Besuch der eindrücklichen  10 km langen und 600 m tiefen Vikos-Schlucht, dem „Grand Canyon Griechenlands“. Einen schönen Ausblick auf die Schlucht hat man vom verlassenen Kloster Agia Paraskevi aus. Ein weiteres bekanntes Dorf ist Kipi, in seiner Umgebung finden sich mehrere der bekannten Steinbogenbrücken, besonders schon ist die dreibogige Brücke tou Plakida.
Die Zagorochoria vermitteln ein ganz anderes Bild von Griechenland, eines, das man sich nicht so gewöhnt ist. Wilde Berglandschaften, tiefe Schluchten, Dörfer aus grauen Steinhäusern mit Schieferplatten – kein Vergleich zu weissen Würfelhäusern und blauen Kuppeln. Aber auch die Zagoria-Region hat durchaus ihren Reiz, es lohnt sich, die Naturschönheiten und Traditionen zu entdecken. Besonders schön wohnt man in traditionellen Herrenhäusern, die zu Hotels umgebaut wurden. Zum Beispiel im Dorf Koukouli, in Papingo, in Dilofo, in Aristi und in Ano Pedina (nur eine Auswahl, inzwischen gibt es auch Unterkünfte in weiteren Dörfern).
Anreise zu den Zentral-Zagoria-Dörfern: auf der  Hauptstrasse Ioannina – Kalpaki/Konitsa beim Dorf Metamorfosis rechts abbiegen.

 
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Der Vikos-Aoos-Nationalpark und die Vikos-Schlucht
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Der Vikos-Aoos-Nationalpark und die Vikos-Schlucht

Die Vikos-Schlucht ist Teil des Nationalparkes Vikos-Aoos, der zum Schutz der einzigartigen Flora und Fauna 1971 geschaffen worden war. Er umfasst den Tympfi-Gebirgsstock, der von  zwei tief eingeschnittenen Schluchten flankiert wird. Im Norden trennt ihn das Aoos-Tal vom 2637 m hohen Smolikas-Berg, im Südwesten durchbricht der Voidonatis-Fluss den Gebirgsriegel aus Kalk und Dolomit.
Die Vikos-Schlucht ist 10 km lang und ihre Wände fallen etwa 600 m senkrecht hinunter. Sie zählt somit zu den tiefsten Schluchten der Welt, und sie zieht sich von den Zagoria-Dörfern fast hoch bis Konitsa. Die Schlucht beeindruckt durch ihre Wildheit und Unberührtheit. Die Hänge sind dicht bewaldet. Nadelbäume, Birken, Eichen, Heilkräuter und seltene Pflanzen machen die Schlucht zu einem Paradies für Natur- und Pflanzenliebhabern. In unberührten Gebieten leben nebst Wildziegen, Wildschweinen und Rotwild auch noch Braunbären, Luchse und Wölfe. Auf den steilen Felsen klettern Gämsen, in den Felsspalten bauen Adler ihre Nester.
Als Ausgangspunkt zur Schlucht eignet sich das Dorf Monodendri. Am Dorf vorbei führt eine Schotterpiste ca. 7-8 km zum Aussichtspunkt „ Vikos-Balkon“ (to balconi tou vikou). Man passiert eine Ansammlung bizarr geschichteter Kalktürme, und nach einigen Metern um die Ecke eröffnet sich eines der grossartigen Panoramen Griechenlands. Die Schlucht ist an jener Stelle ca. 800 m tief. Ideale Zeit zum Fotografieren von dort ist der Nachmittag.
Einen schönen Ausblick geniesst man auch vom verlassenen Kloster der Agia Paraskevi aus, ca. 700 m ausserhalb von Monodendri . Wie Schwalbennester kleben die Gebäude am Felsvorsprung. Ein Fussweg führt am Felsen entlang und bietet herrliche Blicke in die Schlucht.
Von Monodendri aus führt ein schmaler Pfad in die Vikos-Schlucht hinunter.  Am nördlichen Ende der Schlucht liegt das Dorf Vikos. Auch von dort kann man in die Schlucht hinuntersteigen (ca. eine Stunde). Von dort geht esals kleine Wanderung  in ca. 30 Minuten flussaufwärts zur Stelle, wo der Voidomatis-Fluss wieder aus dem Berg austritt.
Eine Wanderung durch die Schlucht ist sicher ein beeindruckendes Naturerlebnis. Aber Achtung, gewisse Wege sind nur im Sommer begehbar, ansonsten können sie teilweise überschwemmt oder wegen Wasser nicht mehr begehbar sein. Oft sind die angegebenen Gehzeiten zu kurz berechnet…. Eine Durchquerung der Schlucht dauert gute 6-8 Stunden. Gutes Schuhwerk, Sonnenschutz, genügend Wasser sind wichtig! Und noch zur Info: in der Schlucht gibt es verschiedene Schlangenarten…
Am anderen Ende der Schlucht liegen die hübschen Dörfer Mikro Papingo und Megalo Papingo (das kleine und das grosse Papingo). Papingo ist Ausgangspunkt für weitere Wanderungen, zum Beispiel zum Drachensee (Drakolimni), zur Rodoveli-Hütte oder hinunter zur kleinen Kirche anfangs Schlucht.
Hinweis: ich war die letzte Zeit nicht mehr in der Region, ich kann nicht sagen, wie sich die Wanderwege entwickelt haben. Vor einigen Jahren gab es  eine Karte der Zagoria-Region mit eingezeichneten Wanderwegen, die mit Z und Nummern beschriftet waren.  Eine gute Strassenkarte ist die Road editions Nr. 3 Epirus/Thessaly, 1:250‘000. Ich denke, vor Ort lassen sich inzwischen mehr Informationen finden zu Wandermöglichkeiten, auch Hoteliers können Auskünfte erteilen. Wandern in Griechenland – warum nicht, die Region ist einzigartig und eindrücklich!

 
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Die Provinz Epirus
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Die Provinz Epirus

Die Provinz Epirus wird fast etwas stiefmütterlich behandelt, es ist eine eher unbekanntere, wenig besuchte Region – ganz zu Unrecht, denn sie bietet wunderschöne Ecken, sei es am Meer oder in den Bergen.  Ich habe einen Sommer lang in Epirus gearbeitet, im kleinen hübschen Ort Parga, und bin von dort aus auf Entdeckungstour gegangen. Denn auch ich, obwohl grosser Griechenland-Fan, kannte die Region nicht. Dafür bin ich nun um so mehr begeistert von dem noch nicht so entwickelten, noch nicht so überlaufenen, teils sehr ursprünglichen Gebiet. Damals in Parga (im Jahre 1999) hatte ich einen Text zusammengestellt über Epirus für die Gäste, die ich betreute. Diese Beschreibung möchte ich hier wiedergeben:
Epirus im Nordwesten des Landes ist zweifellos eine der landschaftlich beeindruckendsten Regionen Griechenlands. Die gewaltige Gebirgslandschaft mit ihren tiefen Schluchten, dichten Wäldern und langen Flüssen entspricht so gar nicht dem Bild, das sich die meisten Urlauber vom sonnigen Griechenland machen. Nicht weisse Würfelhäuser und liebliche Landschaften, sondern schroffe, unberührte Gebirgsregionen, phantastische Flussbetten, abgelegene Bergdörfer, Häuser aus grauem Stein und an der Küste lange Strände und kleine Badeferienorte beherrschen das Bild. Epirus grenzt im Norden an Albanien, im Westen ans Ionische Meer, im Süden an den Ambrakischen Golf, im Osten wird es durch das Pindos-Gebirge begrenzt. Das Pindos-Gebirge ist mit fast 250 km die längste Bergkette Griechenlands und eine der längsten im Balkan überhaupt. Der höchste Gipfel Smolikas ist 2637 m hoch. Die Gebirgsgruppe des Pindos ist durch grosse  landschaftliche Vielfalt geprägt: hohe alpine Gipfel, abgeflachte, pultförmige Kuppen, Gebirgseinöden, aber auch tiefe Schluchten, Flüsse, Seen und Quellen.  Die vielen Gipfel, Hügel und Höhenzüge lassen kaum Platz für Flachland und Ebenen. Epirus ist die gebirgigste Region Griechenlands und verfügt über einige der schönsten und ausgedehntesten Waldgebiete. Vorherrschend sind Schwarzkiefern, Laubbäume wie Buchen, Birken und Eichen, und in höheren Lagen Rombolokiefern. Dazu kommen Tausende von Feld-, Wald- und Wiesenblumen sowie Heilkräutern.
Der Nationalpark Vikos-Aoos, Teil des ausgedehnten Valia Calda Nationalparkes, ist wegen der Vielfalt seiner Ökosysteme von grosser Bedeutung. In den unberührten Wäldern und Gebirgsregionen leben die letzten Braunbären Griechenlands, Luchse und Wildkatzen, Wildschweine und Fischotter. Auf den abgelegenen bergwiesen, über denen Adler kreisen, äsen Wildziegen und Rotwild. Ebenfalls von grosser Wichtigkeit sind die Feuchtbiotope, Lagunen und Flussmündungen mit ihren eigenen Ökosystemen.
Die Provinz Epirus umfasst 9203 km2 und ist aufgeteilt in die Regierungsbezirke Ioannina, Arta, Preveza und Igoumenitsa. Der Name „Epirus“ bedeutet „Festland“, im Gegensatz zu den vorgelagerten Ionischen Inseln.  Das Klima von Epirus ist nur in Küstennähe als mediterran zu bezeichnen. In Landesinneren herrscht fast kontinentales Klima vor. Den zum Teil heissen Sommern folgen kalte, im Bergland manchmal auch schneereiche Winter. Der grösste Teil der Provinz ist niederschlagsreiches Gebiet, so ist Epirus auch im Sommer ein grünes Mittelgebirgsland ohne die ausgebrannte Kargheit des Südens.
Epirus war jahrhundertelang Objekt feindlicher Eroberungszüge und gehört erst seit 1912 zu Griechenland. Das ehemalige Königreich wurde von den Römern erobert, später fiel es an die Slawen, dann an die Serben und wurde später Teil des Osmanischen Reiches. Erst 1912 kam der grösste Teil von Epirus zu Griechenland. Nach der Eroberung durch die Türken im 15. Jahrhundert konnten sich einige der Gebiete im Hochland eine gewisse Autonomie bewahren und so die Voraussetzungen schaffen für den Aufbau einer blühenden Wirtschaft und den Erhalt einer kulturellen Eigenständigkeit. Besonders erwähnenswert ist die Entwicklung auf dem Gebiet der Architektur, wovon noch heute die imposanten Herrenhäuser, Schulen, Kirchen, Brückenanlagen und Strassenbauten zeugen. Daneben entfaltete sich die Malerei, ganz der byzantinischen Tradition verhaftet, und nicht zuletzt auch die Holzschnitzkunst. Unter der Türkenherrschaft erlebte auch das Handwerk und Kunsthandwerk eine Blütezeit. Besonders entfaltete sich das Gold- und Silberschmiedehandwerk, die Goldfadenstickerei und die Weberei.  Eine Kombination von Viehzucht, Handwerk und Fernhandel führte zu beträchtlichem Wohlstand. Gewisse Handelswege führten bis nach Österreich und Rumänien. Noch heute sieht man im Epirus die traditionellen steinernen Bogenbrücken, die wichtige Verbindungen waren auf den Fernhandelswegen. In Epirus gibt es Siedlungen mit ganz eigenem Charakter, die unter Denkmalschutz stehen, so zum Beispiel die Zagoria-Dörfer. Kennzeichnend für diese historischen Siedlungen ist das helle Grau der Häuser, die aus dem lokalen Flysch-Gestein erbaut sind. Auf diese Weise sind die Gebäude wunderbar in die Landschaft eingepasst und verschmelzen mit den Bergen und Wäldern ringsum.
Es lohnt sich, Epirus zu entdecken! Ein Auszug aus den Sehenswürdigkeiten und Orten im Epirus:
Traditionelle Zagoria-Dörfer; Hauptstadt Ioannina mit ihrem türkischen Einfluss am See gelegen; Tropfsteinhöhle von Perama; antikes Theater und Ausgrabungen von Dodoni; Vikos-Aoos-Nationalpark und Wandergebiet; tiefe Vikos-Schlucht, der Grand Canyon Griechenlands; steinerne Bogenbrücken; Ambrakischer Golf; Ruinen von Nikopolis;  Totenorakel Nekromantion bei Mesapotamos; zahlreiche herrliche Strände an der Küste zwischen Preveza und Igoumenitsa; Hafenstadt Igoumenitsa; malerisches Örtchen Parga; Quellen des Acheron bei Glyki; Ausgrabungen der antiken Stadt Kassope; Berg Zalongo mit seinem Denkmal; idyllische Buchten um Sivota; Arta mit ihrer berühmten Brücke und den Kirchen; Ort Metsovo mit seinen Stein- und Holzhäusern;…

 
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