Die Meteora-Klöster bei Kalambaka (Thessalien/Mittelgriechenland) liegen in einzigartigerLandschaft. Bizarre Felsnadeln und Felstürme erheben sich aus der thessalischen Tiefebene – gekrönt mit den Klöstern. Nicht umsonst nennt man die Klöster „zwischen Himmel und Erde schwebend“. Ein unvergessliches, grandioses Panorama und eine unvergleichliche Sehenswürdigkeit. Man hat fast den Eindruck, die Klöster wachsen aus den Felsen heraus, so sehr sind sie in und auf den Fels gebaut.
Bis heute kann man nicht genau sagen, wie diese einzigartigen Felsen entstanden sind. Die eine Quelle sagt, vor mehr als 60 Millionen Jahren gab es hier einen riesigen See. Als die Wassermassen Richtung Meer strömten, wurden die Felsen zerklüftet und abgeschliffen, sodass sie ihre stalagmitenartige Gestalt erhielten. Eine andere Quelle sagt, dass Wind und Regen die Felsen so geformt haben. Oder aber, Gott persönlich habe diesen einzigartigen Platz für seine Gläubigen geschaffen.
Im 9. Jh. kamen Eremiten in diese Gegend, die sich von den 200 – 300 m hohen Felsen abseilten und in Felsspalten und Höhlen Gebetsstellen zu errichten. Im 12. Jh. wurde der erste Klosterbau angelegt, aber erst im 14. Jh. entstanden grössere Klöster auf den Felsen. Der Mönch Athansios kam 1356 in diese Region und gründete auf einem 600 m hohen Felsen sein „Meteora“, das in etwas bedeutet: “ in der Luft, schwebend, zwischen Himmel und Erde“. Daher erhielt die ganze Region Ihren Namen. In den folgenden 200 Jahren entstanden weitere 23 Klöster. Im 17. Jh. begann der Verfall des Klosterwesens. Die türkischen Besatzer stellten immer höhere Forderungen, und ausserdem stritten sich die Klöster auch untereinander um Ländereien in der Ebene, und immer weniger Mönche zogen sich in die Abgeschiedenheit der Klöster zurück, immer mehr Klöster wurden verlassen. Auch im 20. Jh. verliessen einige Mönche ihre Klöster Richtung Berg Athos und flohen somit vor den Touristenmassen.
Heute kann man 6 Klöster besichtigen, 4 davon sind noch bewohnt (Stand vor einigen Jahren). Die Meteora-Klöster sind DIE Sehenswürdigkeit in Griechenland, dementsprechend gross ist teilweise der Besucheransturm. Am besten, man beginnt gleich um 9 Uhr morgens mit der Besichtigung, bevor die vielen Touristenbusse angekommen sind.
Es ist unbedingt auf entsprechende angemessen Kleidung zu achten (Männer keine Shorts, keine ärmellosen T-Shirts, Frauen sollen Röcke tragen und Schultern bedecken). Zum Teil gibt es am Eingang der Klöster Tücher oder Röcke, die man überziehen muss, sollte man unkorrekt bekleidet sein. Für den Besuch der Klöster ist Eintritt zu bezahlen. Öffnungszeiten ändern häufig, normalerweise ca. ab 9 Uhr offen bis über Mittag, teilweise am Nachmittag zur Siestazeit geschlossen und ev. Am späteren Nachmittag nochmals offen (ist jedoch je nach Kloster anders). Die einzelnen Klöster haben unterschiedliche Tage, wann sie geschlossen sind. Sich unbedingt vor Ort nach den aktuellen Öffnungszeiten erkundigen. So unzugänglich die Klöster erscheinen, man kann doch mit dem Auto zu den einzelnen Klöstern hinfahren. Vom Parking ist es dann je nach Kloster noch ca. 5-15 Min. Aufstiegszeit. Noch bis Anfang 20. Jh. wurden die Mönche in Körben und Netzen zu ihren Klöstern hinaufgezogen, dies ist heutzutage vorbei. Nur die jeweiligen Konstruktionen und Einrichtungen sind teilweise noch zu sehen. Dies wurde auch im James Bond Film „In tödlicher Mission“ gezeigt, der im Kloster Agia Triada gedreht wurde. Heutzutage leben die Mönche auch vom Geschäft mit den Touristen, von den Eintrittsgeldern und dem Souvenirverkauf.
Das Städtchen Kalambaka liegt am Fusse der Meteora-Klöster und ist auch wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Zahlreiche Hotels vorhanden. Ein weiterer Ausgangspunkt für den Besuch der Klöster ist der kleinere Ort Kastraki, wo es ebenfalls Unterkunftsmöglichkeiten gibt.
Eine kurze Beschreibung der einzelnen Klöster ist separat aufgeführt (Ich hoffe, ich habe die Bilder der Klöster nicht verwechselt...).