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Nisyros

Auf meiner ersten Griechenlandreise vor 20 Jahren hatte ich Nissiros besucht. Weil es gerade so gut in unser Inselhüpfprogramm passte, beschlossen wir, drei Tage dort zu verbringen. Der Hafen- und Hauptort Mandraki bietet einige hübsche Ecken wie enge Gässchen, weisse Würfelhäuser mit schwarz-weissen Kieselsteinmosaiken vor dem Haus, kleine Plätze, dazu das Spiliani-Kloster auf dem Kastro-Felsen. Leider hat auch hier der (billige) Massentourismus Einzug gehalten. Ganze Bootsladungen Tagestouristen werden jeweils entladen, die den Vulkankrater besuchen wollen. Wir waren nicht sehr angetan von den Restaurants, die ihr Angebot den Touristen angepasst haben und ihre Gerichte jeweils mit Fotos auf Tafeln präsentieren. Der Kraterkessel mit dem Stefanos- und den Polivotis-Kratern ist jedoch sehr beeindruckend. Auch das Dorf Nikea hat uns sehr gut gefallen, sowie der Pachi Ammos-Strand für ein erfrischendes Bad im Meer. Unvergesslich bleibt uns sicher die Wanderung auf den höchsten Gipfel, zum ehemaligen Klösterchen Diavatis und dem Gipfelkirchlein. Und als wir eine Fischtaverne abseits des Rummels fanden, waren wir happy mit unserem Kurzabstecher.
Koordinaten:
36° 35′ N, 27° 10′ O
Präfektur:
Dodekanes
Fläche:
50,055 km²
Einwohner:
948 (2001)
Sitz:
Mandraki
Website:
www.nisyros.gr

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Das Dorf Emborio
NISYROS
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Das Dorf Emborio

Wenn man am Vormittag von der Küste hochfährt Richtung Kraterrand und Vulkan (ifestio auf griechisch), hat man einen schönen Blick auf das kleine Dorf Emborio, das oben am nördlichen Kraterrand auf ca. 350 m auf einem Sattel im Ringwall liegt. Das Auto am Dorfeingang beim kleinen Plätzchen mit dem Toilettenhäuschen stehen lassen und die engen Gassen zu Fuss erkunden. Das Dorf ist ruhig, zahlreiche Häuser sind verlassen, einige bereits verfallen. Wir sind nur wenigen Leuten begegnet, einem Bauern, der aufs Feld ging und einem älteren Ehepaar, das im Hof Gemüse rüstete. Tatsächlich leben noch etwa 20 Einwohner hier im Dorf, wie die Restaurantbesitzerin des Balconi erzählte.
Die Erzengel Michael Kirche (Taxiarchis) aus dem 13. Jh. oberhalb des Dorfes ist einen Abstecher wert, man geniesst einen tollen Ausblick auf den grossen Vulkankessel und die umliegenden Gipfel an der inneren Abbruchkante des Ringwalles, der den Kraterkessel umgibt. Unterhalb Emborio ist der Kessel  bewachsen mit Eichen, Oliven- und Mandelbäumen.  Erst im hinteren Teil, beim Stefanos-Krater und den beiden Polyvotis-Kratern, ist die Landschaft karg, geprägt von den Farbtönen weisslich und gelblich.  Die Erzengel-Kirche liegt innerhalb der Ruinen des Kastro von Emborio, das in byzantinischer Zeit gegründet wurde. Die Mauerruinen stammen aus der Kreuzritterzeit. Den Hof der Kirche schmückt ein schwarz-weisses Kieselsteinmosaik.  Das Kastro diente einst dem Schutz der Bevölkerung. Als 1933  der Vulkan rumorte, stürzte das Kastro ein. Viele Bewohner flüchteten und gründeten das Fischerdorf Pali an der Küste.
Beim Spaziergang durch das Dorf entdeckt man einige hübsche Ecken: schneeweisse Würfelhäuser mit blau ummalten Türen und Fenstern,  versteckte Innenhöfe, alte Türen umrankt von Rebstöcken, oder Ausblicke durch die Fenster der verfallenen Steinhäuser. Es ist schön zu sehen, dass einige Häuser renoviert und aufgerüstet werden. Leider sind es nur wenige. Bleibt zu hoffen, dass der Ort einmal nicht gänzlich verlassen wird.
Eine Pause lohnt sich im traditionellen Restaurant „to balconi tou Emboriou“ – der Balkon von Emborio, mit der einen Terrasse zum Kirchplatz hin, der anderen Terrasse hinten hinaus mit Blick in den Kraterkessel. Die sympathischen Besitzer bereiten griechische Hausmannskost zu (siehe auch Beitrag  zum Restaurant to balconi tou Emboriou).
Die schneeweisse Kirche mit den blauen Fensterummalungen ist eine Marienkirche, Maria Geburt (genesis tis theotokou).
Beim Dorfeingang liegt eine „Natursauna“, wo warmer Dampf in einer kleinen Grotte aus den Wänden/Felsspalten tritt (haben wir nicht besucht, die Angaben stammen aus dem Reiseführer und von unserer Autovermieterin).
Etwas oberhalb des Dorfes führt die Strasse hinunter in den Kraterkessel und zum Agios Stefanos-Krater (ca. 6 km), Teerstrasse). Dies ist die einzige Strasse, wo man mit einem  normalen Wagen den Krater erreichen kann. Es gibt auch Wandermöglichkeiten in der Umgebung von Emborio und dem Krater. So führt zum Beispiel ein Weg vom Kloster Moni Evangelistria oberhalb Mandraki  hinüber nach Emborio. Und vom Kraterkessel aus haben wir auch ein Schild gesehen, das einen Pfad hinauf nach Emborio kennzeichnete.
Emborio ist ca. 8-10 km (jede Quelle sagt was anderes) vom Hafenort  Mandraki gelegen. Keine so guten Busverbindungen ab Mandraki, bei unserem Besuch im Juli 2010 gab es einen Bus frühmorgens und einen abends. Besser, sich ein Auto zu mieten (nette Vermietung am Hafen links neben dem Hafencafé:  Manos K. rent a car), dann kann man auch gleich den Krater auf eigene Faust besuchen und muss nicht mit einem organisierten Ausflug gehen.

 
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Das Dorf Nikea und Avlaki
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Das Dorf Nikea und Avlaki

Nach dem Hafenort Mandraki ist Nikea die zweite grössere Siedlung auf Nissiros. Die antike Siedlung wurde bereits von den Dorern gegründet. Nikea liegt malerisch hoch oben  (je nach Quelle zwischen 450 – 500 m) im Südosten des Ringwalls um dem Kraterkessel, mit schönem Blick auf den Krater.  Nikea wird in den Prospekten abgebildet wegen seinem hübschen kleinen runden Dorfplatz, der Plateia. Das Plätzchen wird umgeben von der Kirche, von stattlichen Häusern und zwei einladenden Cafés. Der Boden des Plätzchens ist mit einem Kieselsteinmosaik belegt. Auch die Gassen um den kleinen Platz und die Kirche sind malerisch: traditionelle Häuser, verwinkelte Gassen, schlafende Katzen, blühende Oleander, enge Durchgänge.
Nikea ist belebter als das kleine Dorf Emborio, immerhin leben hier im Winter noch ca. 40 Einwohner. Viele der Häuser sind zweistöckig, mit roten Ziegeldächern. Vormittags hat man einen schönen Blick auf das Ensemble des Dorfes von der Anfahrtsstrasse aus. Parking am Dorfeingang und am Strasssenrand vor dem Dorf. Beim Dorfeingang auf dem Platz befindet sich das neu eröffnete vulkanologische Museum, das die Geschichte des Vulkans und seine  Einflüsse auf die Insel darstellt. Ebenfalls am Platz liegt die traditionelle Taverne Andriotis.  Hier führt eine  Gasse ins Dorf hinein.
Im langgezogenen Dorf findet man mehrere Wegweiser mit der Aufschrift „view to the volcano“ – Aussicht auf den Vulkan. Uns hat die Sicht vom hintersten viewpoint hinter dem Platz mit der Kirche am besten gefallen. Unter sich breitet sich der Kraterkessel aus, mit dem Stefanos-Krater in der Mitte, etwas rechts dahinter die zwei Polyvotis-Krater. Man sieht auch hinüber zum Dorf Emborio.  Von Nikea aus führen zwei relativ steile Fusspfade hinunter in die Senke des Kraterkessels und dem Stefanos-Krater. Ca. 40-60 Gehminuten (haben die Pfade nicht selber ausprobiert, Zeitangaben stammen aus einem Prospekt).
Oberhalb des Dorfes auf der Hügelspitze liegt das schneeweisse Kirchlein Profitis Ilias. Man kann vom Dorf aus hinter dem Museum den Fusspfad hinaufsteigen. Oder ausserhalb des Ortes die zementierte Strasse hinauf nehmen, die dann zu einer Schotterstrasse wird. Vom Kirchlein aus (das bei unserem Besuch gerade renoviert wurde) hat man einen schönen Blick auf den Kraterkessel, die Dächer des Dorfes Nikea und hinüber zum Dorf Emborio sowie aufs Meer. Die letzten paar Meter sind wir zu Fuss gegangen, vorbei an Distelfeldern und mit Blick auf die Nachbarinsel Tilos.
Vor Nikea zweigt ein schmales kurvenreiches Strässchen hinunter ans Meer nach Avlaki. Avlaki ist ein kleiner, verlassener Weiler mit einem Strand aus rot/schwarzen Steinen. Bei der kleinen Kirche am Ende der Strasse das Auto stehen lassen, von dort geht ein kurzer Pfad hinunter zur kleinen Mole und dem Strand, vorbei an verlassenen Gebäuden. Bei den rot/schwarzen Felsen kann man gut die Farben des Vulkangesteins erkennen. Man nimmt das gleiche Strässchen durch terrassierte Hänge und Ziegenweiden wieder hoch zur Hauptstrasse. Viel zu sehen gibt es nicht in Avlaki, aber die Fahrt dorthin und der Vulkansteinstrand sind vielleicht interessant für Leute, die Landschaft und vulkanische Geologie sehen wollen - und die die wenigen Strassen der Insel abfahren wollen! Der Strand verfügte über keine Infrastruktur und hatte ziemlich grosse Steine. Wir sind dort nicht baden gegangen, haben aber ein paar schöne Steine als Souvenir mitgenommen.
Nikea liegt ca. 16 km von Mandraki entfernt. Spärliche Busverbindungen ab Mandraki nach Nikea (bei unserem Besuch anfangs Juli eine Verbindung frühmorgens, eine am späteren Nachmittag und eine abends. Besser ein Auto mieten (nette Autovermietung Manos K. am Hafen von Mandraki).

 
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Der Fischerort Pali
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Der Fischerort Pali

Pali ist eine kleine Siedlung am Meer, ein Fischerdorf. Es wurde 1933 von den Bauern aus Emborio (im Inselinneren gelegen) als ihre Siedlung am Meer gegründet. Im Hafen liegen Fischerboote und einige Yachten. Um den Hafen herum haben sich einige Fischtavernen angesiedelt, die frischen Fisch und anderes anbieten. Man sitzt gemütlich auf der Terrasse, schaut dem Treiben auf dem Strässchen zu und geniesst den Blick über Hafen und Meer. In Pali geht es gemächlich zu und her. Es gibt einige Zimmervermietungen hier. Bekannt ist auch die Bäckerei Pali, die auch ein Verkaufslokal in Mandraki hat. Uns ist der Bäcker begegnet, als er in Mandraki seinen Lieferwagen an der Hafenpromenade parkierte und aus dem Wagen heraus leckeres süsses und salziges Gebäck und frisches Brot verkauft. Auch Autovermietung ist in Pali zu finden. Nähe dem Wasser erhebt sich die Dorfkirche. Hinter Mole und Dorf breitet sich der Ortsstrand aus (Sand an Land und ich glaube auch im Wasser). Einige Tamarisken am Strand sind beliebte Schattenspender. Unsere Autovermieterin erwähnte, am Ende der Bucht gäbe es das Kirchlein Panagia Thermiani, das neben einer Heilquelle beim Thermalbad in den Fels gebaut sei. Wir haben aber vor lauter Fischessen gar nicht mehr daran gedacht, das Kirchlein zu besuchen.
Vor Pali zweigt die Strasse ab, die ins Inselinnere Richtung Emborio, Vulkan und Nikea führt. Pali ist ca. 5-6 km von Mandraki entfernt. Fährt man durch Pali durch und dann um das Kap Katsouni herum, gelangt man später zur langgezogenen Strandregion von Lies (keine Infrastruktur). Wo die Strasse hinter Lies endet, führt ein Fusspfad in ca. 8 Minuten zum schönen Sand-/Kiesstrand von Pachia Ammos. Wohl der schönste Strand der Insel, keine Infrastruktur, kein Schatten.
Wir waren in Pali zum Fischessen. Ganz nett, nur im Nachhinein müssen wir sagen, dass es recht teuer war (die Tavernenbesitzer profitieren wohl etwas vom „herzigen Fischerdörfchen-Bonus“…). Am folgenden Abend haben wir um vieles günstiger und besser in der einsam gelegenen Fischtaverne „to limenari“ zwischen Loutra und Pali gegessen (siehe Beitrag Fischtavernen to limenari).
Pali eignet sich für ruhige Ferien. Infrastrukturmässig bietet Mandraki mehr (ist ja auch viel grösser).

 
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Der Hafen- und Hauptort Mandraki
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Der Hafen- und Hauptort Mandraki

Mandraki  ist der Hauptort und Hafenort von Nisyros. Bei der Hafenmole gibt es in nächster Umgebung ein Café, eine Autovermietung, ca. drei einfache Hotels und das kleine Büro des Touristoffice. Auch Busse stehen dort, wobei wir während unseres Aufenthaltes nie einen Bus fahren sehen haben. Die Fahrpläne sind auch nicht sehr touristenfreundlich und sind nicht unbedingt auf die Bedürfnisse der Touristen abgestimmt. Vom Hafen führt die Strasse entweder ins Dorf Mandraki hinein oder links ab Richtung Loutra, Pali und nach Emborio und Nikea sowie hoch zum Panagia Evangelistria-Kloster.
Mandraki ist recht langgezogen und dehnt sich auch noch etwas ins Inselinnere aus. Es liegt amphitheatralisch um den Hügel mit dem Burgfelsen und dem Kloster Spiliani herum. An der Zufahrtsstrasse ins Zentrum wie auchan der Promenade am Meer befinden sich einige Restaurants, Cafés, Snackbars sowie Geschäfte. Einige davon sind gut eingerichtet für den Ansturm an Tagestouristen ab Kos, die den Vulkan besuchen und dann noch etwas freie Zeit in Mandraki verbringen (leider viele Lokale, die ihre Speisen mit Fotos abbilden und in verschiedenen Sprachen beschriften).Im Dorf selber gibt es einen kleinen Ortsstrand mit Sand, Tamarisken und bescheidenem Liegestuhlverleih. In Mandraki findet man diverse Restaurants, Cafés, Bars und Fastfood, Obstgeschäft, Bäckerei, Supermarkets, Post, Apotheke, Souvenishops, Polizei, Metzger, Papeterie, Autovermieter usw. Auch ein Büro, das Schiffstickets ausstellt.
Mandraki ist sicher ein guter Ausgangspunkt und wer hier wohnt, hat die meiste touristische Infrastruktur sowie den Hafen in der Nähe. Wenige Hotels liegen nähe Hafen, das Hotel Porfyris im Ort, auch gibt es einige Zimmervermietungen.
Bekannt ist die etwas landeinwärts gelegene Plateia Ilikiomenis, der „Platz der Delfine“, benannt nach dem Mosaik auf dem Boden des Platzes. Die Plateia wird überschattet von alten Bäumen und hier haben sich diverse Cafés und Restaurants angesiedelt (wobei einige Angestellte leider sehr auf Touristenfang aus sind und einem ansprechen und für ihr Lokal begeistern wollen – was wir nicht so mögen).
Hübsch sind die kleinen Plätzchen und verwinkelten Gässchen Richtung Fusse des Spiliani-Berges. Weisse Würfelhäuser, bunte Fensterläden und Balkone. Einige der Häuser haben vor dem Eingang die typischen schwarz-weissen Kieselsteinmosaike. Immer wieder stösst man auch auf kleine Kirchlein und malerische Ecken. Oberhalb des Ortes erhebt sich eine brauner Felsklotz mit den Steinmauern der ehemaligen Kreuzritterburg von 1315, und im Inneren liegt das schneeweisse Kloster Panagia Spiliani aus dem 14. Jh. Spilia heisst Höhle, und das Kloster ist auch in einer Höhle errichtet. Enge Gassen führen hinauf, teils durch überdachte Durchgänge. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Dächer von Mandraki. Durch ein Tor mit Kirchturm betritt man die Klosteranlage. Vor den Kloster ist die Treppe ebenfalls mit schönem schwarz-weissem Kieselsteinmosaik verziert. Das Kloster ist normalerweise vormittags bis ca. 14/15 Uhr geöffnet. Grosser Feiertag im Kloster  ist der  15. August, Maria Himmelfahrt. Beim Zugang zum Kloster liegt das Kultur-Museum, das traditionelle Gegenstände ausstellt. Unterhalb des Burg-/Spiliani-Felsens nahe dem Meer liegt das Kirchenmuseum, während dem sich das neuere archäologische Museum zentraler im Ort befindet.
Wenig ausserhalb und oberhalb erhebt sich auf einem Fels das Paleokastro (=alte Burg) mit seinen grossen Mauerblocks aus dem 4. Jh. und Resten der hellenistischen Stadt aus dem 4.-3. Jh. v. Chr. Gute Aussicht vom Kastro (von uns nicht besucht). Chochlaki ist ein Strand im Westen des Spilini-Hügels, gemäss Reiseführer mit schwarzen Steinen (von uns nicht besucht).
Eine Spezialität der Insel ist Soumada, ein Getränk aus Mandeln. Dies wird unter anderem im Geschäft mit den Lokalen Produkten an der Strasse Richtung Hafen verkauft.

 
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Der Vulkan - to ifestio
NISYROS
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Der Vulkan - to ifestio

Die Hauptattraktion aus Nisyros ist sicher sein Vulkan und der Kraterkessel. Nisyros liegt auf der „vulkanischen Linie“, die durch die Insel Aegina, Paros, Milos, Santorini, Nisyros, Giali und Kos verläuft. Ursprünglich gipfelte Nisyros in einem Hügel von ca. 850 m Höhe, aber die Mitte ist vor 30‘000 bis 40‘000 bei heftigen Eruptionen eingebrochen. Jetzt wird der Kraterkessel umgeben von 450 – 700 m hohen Ringwällen und Gipfeln wie Trapezina (545 m) und Proifitis Ilias (698 m). In der Senke findet man das fruchtbare Tal , den Eruptionskessel von Lakki und das öde Gebiet der Vulkankrater. Der Boden bei Lakki ist nährstoffreich und wird landwirtschaftlich genutzt. Eichen, Oliven- und Mandelbäume sind hier zu finden, dazu Terrassenfelder an den Hängen. Von Emborio aus hat man einen schönen Blick über die Senke, vorne noch bewachsen, hinten dann karg und vulkanisch.
Die Legende sagt, dass der Meeresgott Poseidon im Krieg gegen die Titanen den Giganten Polivotis verfolgte. Bei Kos hatte er ihn fast eingeholt. Poseidon riss ein Stück von Kos ab und schleuderte es nach Polivotis. Polivotis wurde unter dem Felsbrocken erschlagen. Und dieser Felsbrocken ist heute Nisyros. Die alten Griechen glaubten, wenn es auf Nisyros rumorte, so sei dies Polivotis, der sich bewegte, wenn es rauchte, so sei dies sein Atem, und wenn Lava floss, so sei es in Verbindung mit dem Schweiss oder dem Blut des erschlagenen Titanen Polivotis. Zwei der Krater heissen grosser und kleiner Polivotis-Krater.
Ab Emborio führt eine Teerstrasse hinunter in den Kraterkessel. Zuerst den Ringwall hinunter durch das fruchtbare Gebiet, dann weiter zu den Kratern. Am Ende der Teerstrasse ist ein Parking sowie eine Bar mit Terrasse. Von dort besucht man den grossen, rundovalen Stefanos-Krater, den grössten aller fünf Krater mit ca. 300 m Durchmesser (die anderen heissen: grosser und kleiner Polivotis-, Alexandros- und Logothetis-Krater). Man kann sogar in den Krater hinabsteigen, aber Vorsicht mit der Hitze, den Schwefeldämpfen und dem weichen warmen Boden mit den Schlammlöchern! Es riecht nach Schwefel, ab und zu sieht man Dämpfe aufsteigen. In den Kraterwänden sieht man das weissliche und gelbliche Vulkangestein. Schön ist auch der Blick nach oben zu den Ringwällen und den zwei am Hang klebenden Dörfern Emborio und Nikea.
Von der Bar aus kann man auf einem Pfad etwas mehr nach rechts hochsteigen und kommt so zu den zwei Kratern des grossen und des kleinen Polivotis. Hier ist die vulkanische Farbenpracht noch intensiver, zu den Farben weiss und gelb kommt noch rot dazu. Auch hier ist es interessant, um die Krater herumzugehen und etwas abzusteigen. Man sieht Erosionstäler mit schönen Formationen. Am hinteren Rand des grossen Polivotis-Krater gibt es einige Löcher mit gelben Schwefelkristallen, wo heisser Dampf rauskommt. Achtung, es ist wirklich heiss! Interessant und geheimnisvoll, diese Schwefelkristalle und –Löcher von nahem anzusehen, zu fühlen und zu riechen. Diese Fumarolen sollen bis zu 104 Grad heisse Schwefeldämpfe ausstossen.
1887 gab es am kleinen Polivotis die letzte Eruption überhitzten Dampfes. Seit 2000 wird der Vulkan im Rahmen des europäischen Forschungsprogrammes Geowarn erforscht, damit man zukünftig vor Vulkanausbrüchen gewarnt werden kann. Weitere Informationen über den Vulkan liefert das neue vulkanologische Museum in Nikea, am Dorfeingang gelegen.
Am besten, man besucht den Vulkan frühmorgens oder gegen Abend, wenn die Horden der Tagesausflügler von anderen Inseln noch nicht angekommen oder schon wieder weg sind.
Ab Nikea und ab Emborio gibt es Fusswege, die hinab in den Kraterkessel führen.  Von Emborio aus hat man einen „weiteren“ Blick auf den Kraterkessel und sieht vorne das fruchtbare Gebiet von Lakki. Nikea liegt näher oberhalb der Krater. Der Blick vom Dorf Nikea aus ist also „näher“ und direkter hinunter in den Stefanos-Krater. Im Dorf sind Wegweiser angebracht mit „volcano view“ zu Aussichtspunkten. Uns hat der Blick vom hintersten Viewpoint bei der Kirche gut gefallen.
Wir dachten, dass man eventuell Eintritt bezahlen muss zum Besuch des Vulkans (war in einem Reiseführer so erwähnt). Aber als wir gegen Abend dort ankamen, war das Kassa-Häuschen unbesetzt und auch der Angestellte der Bar machte keine Anstalten, etwas zu verlangen.
Ein sehr eindrückliches Gebiet, das einem die Naturkräfte und –Gewalten vor Augen führt. Und man sieht den Vulkan nicht nur, sondern riecht und spürt ihn auch. Unbedingt sehenswert auf Nisyros!

 
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