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Milos

Milos, (neugr. Μήλος (f. sg.), auch Melos, von altgr. Mēlos Μῆλος) ist eine griechische Insel in der Ägäis. Zusammen mit Andimilos, einigen kleineren, unbewohnten Inselchen und der etwa 23 km südwestlich liegenden Ananes-Inselgruppe bildet sie eine Gemeinde (griechisch δήμος, Dimos) in der Präfektur der Kykladen (Νομός Κυκλάδων). Mit einer Fläche von 151 Quadratkilometern und 4.771 Einwohnern ist Milos vergleichsweise dicht besiedelt. Der Hauptort Plaka liegt oberhalb des Hafenorts Adamas. Weitere Orte der Insel sind Tripiti, Triovassalos und Pollonia. Von Pollonia aus fährt täglich eine Fähre zur kleinen Nachbarinsel Kimolos.

Eine Besonderheit von Milos sind die Syrmata, direkt an der Wasserlinie gebaute Häuser, deren Erdgeschoss im Winter als sicherer Unterstellort für Fischerboote dient. Mit ihren bunten „Garagentoren“ bieten sie einen einmaligen Anblick, vor allem wenn die Syrmata zu kleinen Dörfern wie Klima oder Mandrakia zusammengefasst die Küste säumen.

Milos ist der Fundort der Venus von Milo, in Griechenland korrekterweise bekannt als Aphrodite von Milos. Das Original ist in Paris im Louvre ausgestellt. In Plaka (Archäologisches Museum) kann eine Kopie besichtigt werden.



Geographie
Die Insel umschließt fast vollständig eine ausgedehnte Bucht, an der die wenigen Hafen-Dörfer liegen. Die höchste Erhebung ist mit 748 Metern Höhe der Profitis Ilias im Westen der Insel. Die Felsenküste um den flacheren Ostteil der Insel wird von einigen Stränden gesäumt, die vor allem durch vielfarbige Gesteine und Sände auffallen.

Etwa 20 Kilometer nordwestlich von Milos liegt die unbewohnte Insel Andimilos.



Geologie
Die Insel Milos gehört zu den aktiven Vulkanen des Ägäischen Inselbogens (Methana, Santorin und Nisyros). Auch wenn der letzte Vulkanausbruch etwa 60.000 Jahre (Tsingrado-Vulkan) her ist, so gibt es weiterhin Anzeichen starker magmatischer Aktivitäten im Untergrund. Eine Magmakammer in etwa 6–8 km Tiefe sorgt weiterhin für starke, hydrothermale Aktivitäten. Dadurch gibt es an zahlreichen Stellen der Insel heiße Quellen (bis etwa 80 °C) und Fumarolen bis etwa 98 °C (heiße Austritte von Wasserdampf und Schwefelgasen). Der Großteil der Insel ist durch heiße Lösungen chemisch völlig verändert. Dies führte zur Anreicherung wertvoller Industriemineralien wie Bentonit, Perlit, Baryt, Zeolith, Quarz und sogar zu größeren Vorkommen abbauwürdigen Goldes. Durch die Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung wurde der Goldabbau in der Umgebung des Profiti-Ilias-Gipfels rechtzeitig gestoppt. Der Vulkanismus führte auch zum wichtigsten Produkt der Insel: Der melische Obsidian wurde seit der ausgehenden Altsteinzeit genutzt, wie Funde zum Beispiel aus der Höhle von Franchthi belegen. Seit dem frühen Neolithikum (Proto-Sesklo) findet er sich in der gesamten östlichen Ägäis. Obsidian ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Waffen und Werkzeug. Seit der Bronzezeit wurde er auf Milos in großem Maßstab abgebaut.

Auffällige Vulkane auf Milos

  • Tsingrado-Vulkan und ein umgebendes Feld aus über zwanzig phreatischen Kratern
  • Bucht von Milos (zwei oder drei ehemalige Vulkankrater)
  • Profitis-Ilias-Gipfel (auffälliger Vulkandom)
  • Vulkane im Nordosten der Insel, die langsam von Bergwerken abgetragen werden
Thermalquellen und heiße Gasaustritte

  • heiße Quellen im Meer beim Elektrizitätswerk von Adamas
  • ehemaliges, inzwischen gesprengtes Geothermiekraftwerk bei Zephyria
  • Schwefelbergwerk bei Zephyria
  • hermalquellen und Fumarolen bei Paliohori und Agia Paraskevi
  • Fumarolen von Kalamos


Geschichte
Wie Funde belegen, ist Milos schon seit 5000 v. Chr. ständig bewohnt. Aus der Bronzezeit rund um das Jahr 2500 v. Chr. stammen Siedlungsfunde, die der Keros-Syros-Kultur zuzuordnen sind. Ab dem Ende der frühkykladischen Zeit um das Jahr 2000 v. Chr. lag mit Phylakopi eine der ersten städtischen Siedlungen auf Milos, die neben Agia Irini auf Kea und später auch Akrotiri auf Santorin bis in die mykenische Zeit und bis zum Zusammenbruch der Zivilisation ab 1200 v. Chr. zu den fortschrittlichsten Städten des Mittelmeerraumes gehörte. Milos war damals ein Zentrum des Handels mit Keramiken und Obsidian, dem Material für die meisten Werkzeuge der Zeit.

Zur Zeit des Peloponnesischen Krieges im 5. Jahrhundert v. Chr. erlangte Milos traurige Berühmtheit, als sich die Bewohner dem mächtigen Athen widersetzten und daraufhin von den Athenern versklavt wurden. Thukydides hat dies im Melierdialog geschildert.



Wirtschaft
Milos ist eine der wenigen griechischen Inseln, auf der mehr Menschen im Bergbau und Tagebau und der damit verbundenen Industrie arbeiten als im Tourismussektor. Abgebaut wird unter anderem Bimsstein, aber auch Schwefel und seltene Erze wie Bentonit, Kaolin, Bimsotil und Perlit. Nahe dem kleinen Flughafen sind noch die Reste von Salinen (griechisch Αλυκές) samt Verladestation zu sehen, die bis in die 1980er-Jahre der Salzgewinnung dienten.

Trotz der gesunden Bergbau-Industrie wird der lukrative Tourismus auch auf Milos immer bedeutender. Dabei entwickelt sich die Insel vor allem zum Erholungsort für besser verdienende Athener und Nordgriechen, die dank der guten Anbindung nach Milos reisen. Auch der Anteil an ausländischen Immobilienbesitzern wächst zudem stetig an und trägt zum Imagewandel der Insel bei.

Milos hat einen kleinen Flughafen, auf dem zweimal täglich eine 36-sitzige Dash-8-100 der Olympic Airlines nach Athen startet. Internationale Fluglinien fliegen Milos nicht direkt an.

Neben dem Luftweg ist Milos auch gut per Schiff zu erreichen. Es bestehen ein bis zwei Fährverbindungen pro Tag ab Piräus, Fahrzeit etwa 6–7 Stunden, darunter fast täglich die Fähre Pireäus–Milos–Kreta–Karpathos–Rhodos, und ein bis zwei Schnellfährverbindungen ab Piräus (AegeanSpeedLines/HellasDolphin), Fahrzeit etwa 3–4 Stunden. Darüber hinaus verkehren mehrmals wöchentlich Fähren und Schnellfähren zu anderen Kykladeninseln. Im Winter ist der Fahrplan allerdings stark eingeschränkt.
Präfektur:
Kykladen
Koordinaten:
36° 41′ N, 24° 25′ O
Höhe ü. d. M.:
0–748 m
Fläche:
151 km²
Einwohner:
4.771 (2001)
Sitz:
Plaka
Website:
www.milos.gr
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Quelle: Wikipedia
 
 
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Die Katakomben von Milos
MILOS
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Die Katakomben von Milos
In der Nähe der antiken Stadt die südwestlich des Dorfes Trypiti liegt, entdeckten im Jahre 1840 deutsche Archäologen die größten Katakomben die bisher in Griechenland gefunden wurden. Hier haben die ersten Christen ihre Toten bestattet. Leider waren die Gräber zu diesem Zeitpunkt schon von Grabräubern geplündert worden.

Die Katakomben wurden in vulkanischem Tuff, welches ein weiches Gestein ist, gegraben. Es sind drei Katakomben, die mit fünf Gängen und einer Grabkammer ein Labyrinth ergeben. Alle Katakomben haben einen Außeneingang. Besucher haben aber nur durch einen Eingang Zutritt. Im Inneren der Katakomben befinden sich an den Wänden und auch im Fußboden die Bögen der Grabgewölbe. Man vermutet, das mehrere tausend Menschen dort begraben wurden, da noch 126 Grabgewölbe erhalten sind.
An einigen Gräbern sieht man noch gemalte christliche Symbole. Aufgrund dieser Inschriften weiß man, das die Höhlen der frühchristlichen Gemeinde von Milos vom 1. Jh. bis zum 5. Jh. als Begräbnisstätte diente.
In eine der Katakomben sieht man ein Grab, das in Form eines Sarkophates in den Fels gegraben wurde. Vermutlich hat man ihn auch als Altar benutzt..

Besichtigen kann man die Katakomben von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr (außer montags) Im Juni war aber auch am Nachmittag geöffnet und es gab sogar eine Führung in englischer Sprache.
 
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Der Ort Klima mit seinen Bootsgaragen
MILOS
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Der Ort Klima mit seinen Bootsgaragen

Klima ist nebst den Weilern Firopotamos und Mandrakia an der Nordküste eine weitere Siedlung, wo die Häuser über die charakteristischen Bootsgaragen verfügen. Klima liegt unterhalb des Inselhauptortes Plaka, ab Tripiti führt eine steile Strasse in Kurven hinunter ans Meer. Der eine Reiseführer nennt Klima „das malerischste Küstendorf der Insel“. In der Umgebung lag einst die antike Stadt Klima, wo man einige Terrakotta- und Tongefässe gefunden hatte. Bei der Kirche am Ortseingang sind auch noch Reste der antiken Stadtmauer zu entdecken.
In dieser kleinen Sommersiedlung sind die Häuser direkt ans Wasser gebaut. Die meist 2-stöckigen Fischerhäuschen verfügen über bunt bemalte Türen und Fensterläden und Geländer (in verschiedenen Blautönen, aber auch in rot, dunkelbraun, grün,  und durch ein Tor kann das Boot direkt ins Haus hineingebracht werden. Die Garagen sind manchmal in den Fels gehauen, manchmal gemauert. Meist ist unten der Wohnraum mit der Bootsgarage und oben das Schlafzimmer. Ein idyllisches Fotomotiv, die weissen Häuser, bunten Tore, das blaue Meer. Und ein sehr charakteristisches, denn Milos ist bekannt für seinen Bootsgaragen, die man auf anderen Inseln nicht findet.  Ich war vor ziemlich vielen  Jahren dort, die Fotos sind ja auch schon älter. Inzwischen habe ich gelesen, dass man einige dieser Häuser zu Ferienhäuschen umgebaut hat – sicher eine sehr romantische Unterkunft direkt am Wasser.

 
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Der Ort Pollonia
MILOS
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Der Ort Pollonia

Pollonia ist ein kleiner Ort im Nordzipfel der Insel. Hier findet man nebst den Unterkünften im Hafenort Adamas ebenfalls Zimmervermietungen und Pensionen. Nur ist es hier viel ruhiger als im Hafenort, es ist weniger los (ist ja auch viel kleiner). Pollonia bietet eine runde Sandbucht, wo schattenspendende Tamarisken stehen, zum Baden recht angenehm.  Die Bucht wird von 2 Landzungen eingerahmt, auf denen je eine Kapelle steht. Beim Bootsanleger hat sich eine Tavernenzeile etabliert. Gegenüber von Pollonia liegt das Inselchen Kimolos. Im Sommer gibt es Bootsverbindungen nach Kimolos und Bootsausflüge zu den vorgelagerten westlich gelegenen Glaronissia-Inselchen (=„Möweniseln“). Die Glaroinissia sind bekannt für ihre senkrechten Gesteinsformationen aus Basaltgestein.
Unterhalb von Pollonia dehnt sich der nicht so attraktive Ostteil der Insel aus, mit dem Bergbau und den Schürfgesellschaften. Die Strände im Südosten wie Provatas, Firiplaka, Tsigrado und Paleochori sind dann wieder attraktiver und sehenswert.
Zum Hafenort Adamas bestehen Busverbindungen. Ca. 11-12 km von Adamas nach Pollonia. Hinweis: ich war vor einigen Jahren in Milos, die Bilder sind nicht die neuesten.

 
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Die Bootsgaragen von Milos
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Die Bootsgaragen von Milos

Eine Charakteristik von Milos sind die Häuser direkt am Wasser mit ihren Bootsgaragen. Diese Garagen nennt man „Sirmata“. „Sirma“ heisst Kabel, und mit Kabeln zog man die Boote an Land zog. Das Boot kann man also gleich in die gute Stube hineinnehmen.  Somit ist es geschützt vor Meer und Unwettern. Malerisch sehen diese Garagen aus, die Tore sind in verschiedenen Blautönen, in Rot und Gelb gestrichen und bieten lustige Farbtupfer auf den weissen Hauswänden oder in den grauen Felswänden – besondere Fotomotive!
Solche Bootsgaragen findet man in Klima unterhalb von Plaka, sowie an der Nordküste bei Firopotamos und Mandrakia. In Klima sind es wirklich Garagen in den Häusern selbst, bei Mandraki und Firopotamos sind es zum Teil auch nur einzelne Garagen, die in den Fels hinein gebaut sind, ohne dass sich darüber ein Haus befindet. Speziell anzuschauen sind sie alle, besonders malerisch sind aber schon diejenigen von Klima.
Firopotamos liegt in einer eingeschnittenen Felsbucht umgeben von weissen Felsen, mit einem Kies-/Steinstrand und klarem Wasser. Die Häuser sind mehrheitlich verlassen, einige der Bootsgaragen werden noch benützt (Stand vor einigen Jahren). Firopotamos war früher die Sommersiedlung der Einwohner des Dorfes Plakes, das mehr im Inselinneren liegt. Auf dem Felsen liegt eine kleine Kapelle, in der Nähe befindet sich ein nicht mehr benützter Steinbruch. Der kleine Weiler wird nicht so häufig besucht. Einen schönen Blick auf die Bucht hat man von oben von der Anfahrtsstrasse her.
Auch Mandrakia hat seine Bootsgaragen mit den bunt bemalten Toren. Mandrakia ist eine kleine, hauptsächlich im Sommer noch bewohnte Siedlung. Die weisse Kirche Zoodochos Pigi (=lebensspendender Quell) liegt auf den Felsen am Meer.  Hübsch ist auch die Umgebung, gegen Osten finden sich weisse Kalkstein-Klippen, gegen Westen eindrückliche steile Felsen.

 
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Plaka und Umgebung
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Plaka und Umgebung

Plaka ist die Hauptstadt von Milos und liegt erhöht auf einer Art Plateau. Plaka begeistert durch seine typische Kykladenarchitektur mit den schneeweissen Häusern und alten verwinkelten Gassen. Bunte Farbtupfer im Weiss sind die bemalten Fensterläden und die Blumen wie die pinkfarbenen Bougainvilleas. Ein Bummel durch die Gassen lohnt sich! Auf der Plateia, dem Dorfplatz, steht die Hauptkirche Panagia Korfiatissa mit ihren 2 Kirchenschiffen. In Plaka sind einige stimmungsvolle Lokale zu finden, so zum Beispiel einladende Ouzerien…  Plaka beherbergt 2 Museen, das Archäologische mit Funden aus dem Neolithikum und einem Gipsabguss der berühmten Venus von Milos, dessen Original im Louvre zu bewundern ist, sowie das Volkskundemuseum, das in einem typischen Inselhaus untergebracht ist und Einrichtungsgegenstände, Werkzeuge und auch Mineralien zeigt.
Unbedingt sollte man zum Kastro-Hügel nördlich des Ortes hinaufsteigen, auf dessen Spitze die Kapelle Messa Panagia thront und von wo man einen herrlichen Ausblick hat. Bei klarem Wetter sieht man hinüber zu den Nachbarinseln Antimilos und Kimolos. Vom venezianischen Kastro sind noch Überreste der Mauern zu sehen. Ein besonders schönes Fotomotiv ist auch die Kirche Panagia Thalassitra, die zwischen dem Kastrohügel und Plaka liegt: im Vordergrund die schneeweisse Kirche, im Hintergrund der Golf von Milos – zu jeder Tageszeit schön, besonders auch zum Sonnenuntergang. „Thalassa“  heisst Meer, die Kirche ist also der Muttergottes des Meeres geweiht.
Unterhalb von Plaka und den kleine Ort Tripiti liegen die Ruinen von Alt-Milos, der ehemaligen antiken Stadt, die schon 1100 v. Chr. erbaut worden war. Nicht weit von den Ruinen des alten Stadttores ist der Fundort der Statue „Venus von Milos“. 1820 hat ein Bauer sie beim Pflügen des Ackers gefunden, sie wurde von Franzosen gekauft  und steht nun im Louvre – ohne die Arme, die beim Auffinden zwar abgebrochen, aber vorhanden waren, beim Transport nach Frankreich sind sie jedoch irgendwie abhanden gekommen. Eine Tafel kennzeichnet die Fundstelle der Statue.  Ferner ist ein recht gut erhaltenes römisches Theater  aus dem 3. Jh. n. Chr. zu sehen.
Ein Stück weiter gelangt man zu den frühchristlichen Katakomben von Milos aus dem 2. Jh.  (andere Quellen sagen 3. Jh.). Hier haben die Christen ihre Toten bestattet, die Katakomben waren bis ins 6. Jh. in Gebrauch. Ins weiche Tuffgestein wurden Höhlen und Gänge gegraben, der mittlere Teil ist heute zu besichtigen.  In den weissen Tuffwänden sieht man die gewölbten Grabnischen. Zum Teil sind noch Inschriften und Farbreste von Malereien zu erkennen.  Man hat 91 Gräber,  davon auch einige Familiengräber entdeckt.  Hier übten die Christen ihre Religion aus (die ersten Christen wurden damals noch verfolgt), hielten Gottesdienste und bestatteten ihre Verstorbenen.
Folgt man der Strasse weiter runter Richtung Meer, so gelangt man zur kleinen Siedlung Klima, die bekannt ist für ihre weissen Häuser und den Bootsgaragen mit den bunt bemalten Toren.
Vom Hafenort  Adamas aus gibt es gute Busverbindungen nach Plaka (ca. 6 km). Ich war vor einigen Jahren in Milos, die Bilder sind älter, ich hoffe, Bilder und Gegebenheiten entsprechen noch der Gegenwart!

 
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Die Küste bei Kleftiko
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Die Küste bei Kleftiko

Kleftiko liegt im Südwesten der Insel ist mit dem Boot (u.a. organisierte Bootsausflüge ab Adamas)gut zu erreichen. Übersetzt heisst Kleftiko die „Räuberbucht“ (das Wort Kleftis heisst Dieb), und man sagt, dass sich hier Piraten aufhielten. Milos war eine „bekannte“ Pirateninsel: Zugang zur Ägäis, mit einem geschützten Naturhafen, wo die Piraten von überallher ihre Beute umschlugen. Auch die Inselbewohner selber, von früher bekannt als gute Seefahrer, beschäftigten sich mit der Piraterie. Die Südwestküste bei Kleftiko ist stark zerklüftet, versteckte Buchten boten ideale Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten für die Piraten.
Die Küstenlandschaft bei Kleftiko ist einzigartig. Steil aufragende, hohe, fast senkrechte Felswände fallen ins Meer ab. Der Küste vorgelagert erheben sich Felstürme und Felsfinger aus dem Wasser, die zum Teil verbunden sind durch natürliche Bögen. Das vulkanische Gestein wurde im Laufe der Jahrhunderte verändert, verformt und ausgehöhlt, auch Grotten und Höhlen sind hier zu finden.  Zwischen den Felsen liegt ein kleiner schmaler Strandabschnitt mit Sandstrand. Eindrücklich, zwischen den aufragenden Felsen zu schwimmen – mit den Gedanken bei den ehemaligen Piraten. Per Fahrzeug hierherzukommen lohnt sich nicht. Die Anfahrt ist lang, vor einigen Jahren gab es nur eine schlechte Piste (weiss nicht, wie der Stand heute ist). Viel bequemer ist ein Bootsausflug, denn dann kann man auch gleich andere geologische Besonderheiten der Vulkaninsel, zum Beispiel die in verschiedenen Farben leuchtenden Gesteinsschichten an der Küste bewundern.

 
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Milos und sein vulkanischer Ursprung
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Milos und sein vulkanischer Ursprung

Milos ist vulkanischen Ursprungs, das hat der Insel ihre eigene Charakteristik gegeben. Das Vulkangestein, aus dem Milos besteht, ist zwischen 2.5 und 0.5 Millionen Jahre alt. Die zwei Inselteile umschliessen einen tief eingeschnittenen Golf, eine fast runde Bucht und besitzen somit einen grossen Naturhafen. Noch heute brodelt Lava in Milos‘ Inneren, warme Thermalquellen steigen an die Oberfläche und heisse Dämpfe treten aus.  Milos ist reich an Mineralien und hat eine ungewöhnliche Bodengestalt. Dies zeigt sich in den unterschiedlichsten Gesteinsformationen und den ungewöhnlichen Farben seiner Felswände: weiss, schwarz, grau, ockerfarben, goldgelb, rosa, dunkelrot… - eine interessante Kombination von Farben und Formen, die das Meer und der Boden geschaffen haben.
Milos war schon früh besiedelt, wohl weil dort der vulkanische schwarze Obsidian vorkam, der sich dank seiner scharfen, harten Abbruchkanten sehr gut eignete für die Herstellung von Werkzeugen. Obsidian wurde schon im Altertum exportiert, und in der Antike wurde auch Schwefel und Bimsstein abgebaut.
Heute noch lebt Milos vom Bergbau und dem Abbau von Mineralien. Vor allem im Westen der Insel sind zahlreiche Steinbrüche zu finden. Das schafft einige Arbeitsplätze, wohl auch ein Grund, warum der grosse Tourismus auf Milos noch nicht so stark Einzug gehalten hat. Vielfältige Bodenschätze kommen auf Milos vor, und die vulkanische Aktivität produzierte wertvolle Metalle und Mineralien. Betonit, Perlit, Kaolin und Baryt sind nur einige von davon.
Auch als Besucher kommt man in Kontakt mit dem vulkanischen Ursprung von Milos. Der höchste Berg der Insel, der Profitis Ilias (748 m), wie auch der Burgberg von Plaka bestehen aus Lava, die Küstengebiete aus Bimsstein. Vor allem, wenn man mit dem Schiff unterwegs ist, sieht man die verschiedenfarbigen Gesteinsschichten an den Küstenfelsen, u.a. bei Paliochori, Tsigrado und Firiplaka – ein abwechslungsreiches Bild. Die Katakomben bei Tripiti sind ins weiche Tuffgestein gegraben. Und an einigen Stellen der Insel treten heisses Wasser und Dämpfe an die Oberfläche, so zum Beispiel bei Atmoloutra, Loutra Lakkou, Kanava, Loutra Aliki und Paliochori. Schon im Altertum war Milos für seine Heilbäder und heissen Quellen bekannt. Charakteristisch sind auch die weissen Bimssteinfelsen bei Sarakiniko, sie gleichen fast einer Mondlandschaft.  Oder die reiche Küstenlandschaft bei Papafrangos mit ihren zerklüfteten Bimssteinformationen: Grotten, Durchbrüche, ein tiefer Fjord.  Eindrücklich ist auch die Küstenlandschaft bei Kleftiko, wo das vulkanische Gestein verformt und ausgehöhlt wurde. So findet man senkrechte Steilwände, aus dem Wasser ragende Felstürme, Höhlen, Torbogen und Grotten.
Die Kehrseite des vulkanischen Ursprungs ist, dass einige Teile der Insel (u.a. die Ostküste) aufgrund der Steinbrüche und des Bergbaus aufgebrochen, zerwühlt und wenig attraktiv sind. Die Vorteile sind jedoch die bizarren Küstenlandschaften und farbigen Gesteinsschichten, die man auf Milos findet.


 


 

 
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Firiplaka- und Tsigrado-Strand auf Milos
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Firiplaka- und Tsigrado-Strand auf Milos

Tsigrado und die links und rechts benachbarten Strände Provatas und Firiplaka gehören zu den schönsten Stränden von Milos. Sie liegen an der Südküste von Milos, nahe der schmalsten Stelle zwischen den 2 Inselteilen.  Tsiagrado und Firiplaka sind etwas abgelegener als Provatas (wobei auch besonders Firiplaka gerne besucht wird, flachabfallendes Wasser) und liegen am Fusse des 220 m hohen ehemaligen Vulkans Firiplaka. Schön ist die Umgebung der Strände: senkrechte Felswände, die in verschiedenen Farben leuchten – dem vulkanischen Ursprung sei Dank. Dazwischen liegen die Buchten mit ihrem hellen Sand. Die Anfahrt erfolgt durch das Abbaugebiet einer Bergbaufirma. Zum kleinen Tsigrado-Strand muss man die letzten Meter einen Sanddünenhang hinabsteigen. Als ich vor einigen Jahren da war, gab es keine Infrastruktur am Strand. Am Firiplaka gab es eine Cantina, einen Imbiss, wenn ich mich recht erinnere. Weiss aber nicht, wie der heutige Stand ist und ob sich das inzwischen geändert hat.

 
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