Mit dem kleinen Suzuki Alto bin ich also weiterhin auf der Suche nach dem Gialiskari Strand gewesen, der mir als Geheimtip empfohlen wurde. So ganz einfach zu erreichen, wie es auf den ersten Blick ausgesehen hatte, war es doch nicht... oder aber ich habe definitiv zu wenig Pfadfinderblut in meinen Venen (das kann durchaus sein).
Nach meinem Unweg über Glyfada, studierte ich meine einfache Korfu Karte ein weiteres mal und fand doch noch den Weg zum besagten Strand. Er liegt wie der Kontogialos Strand und derjenige von Glyfada im Westen der Insel, ganz in der Nähe von Pelekas.
Die Abzweigung befindet sich mitten in einer weiteren Haarnadelkurve, daher ist sie auch leicht zu übersehen.
Man gelangt über die selbe Strasse zum von mir bereits beschriebenen Kontogialos Strand. Der Weg ist nicht ganz so Steil, wie derjenige den man direkt nach Pelekas nehmen muss. Somit haben Badegäste mit den Schwachstrom Mopets eine bessere Möglichkeit, um doch noch an diesen Strand zu kommen, ohne dem fahrbaren Untersatz den Gnadenstoss zu geben.
Auch der Weg zum Gialiskari Strand ist nicht gerade einfach zu befahren. Nehmen Sie sich daher die notwendige Zeit und geniessen Sie die Fahrt durch Olivenhaine und die Sicht auf das Meer.
Nach ca. 3km verwirrt einen ein kleines handbemaltes Schild mit der Aufschrift "Beach". Ein paar Wenige Mopets und Wagen, schienen mir ein guter Hinweis zu sein, dass es hier tatsächlich zum Strand geht. Somit liess ich den Alto an einem schattigen Plätzchen und machte mich auf den Fussweg zur "Beach". Auf einem Felsen stand mit roter Farbe bepinselt FKK, was mich gleich heiter stimmte, da ich ja vor ein paar Jahren mein erstes, aber nicht letztes FKK erlebnis an Korfus Myrtiotissa Strand hatte.
Nach ein paar Metern hatte ich auch schon eine wunderbare Sicht, auf den weiter unten liegenden "Strand" der sich eher als gemütliche Felsansammlung entpuppte. Ein nicht ganz einfach auszumachender Trampelpfad, führte scheinbar auch zu diesen Felsen... mit meinen Flipflops wollte ich aber den recht steilen Weg durch Gestrüpp und Diesteln nicht unbedingt machen. Runter geht es ja bekantlich immer, hoch sieht es schon wieder anders aus.
Irgendwie schien das alles auch nicht ganz in das mir Beschriebene Bild des Gialiskari Strandes zu passen. Somit ging es zurück zum Alto und gleich wieder weiter, durch die von Fichten gesäumte Strasse.
Ein weiteres Schild mit "To the Beach" schien endlich den nahenden Strand anzukündigen. Auch eine Taverne hatte ihr Schild aufgestellt... was schon eher auf den beschriebenen Strand schliessen lies.
Nach weiteren Haarnadelkurven und Schlaglöchern endet die Strasse direkt im Parkplatz der besagten Taverne. Das Glück war mir hold und ich erwischte noch einen der letzen, komplizierten "Parkplätze". Mein Alto mochte mich an dem Tag nicht sonderlich, aber ich hatte denoch für Schatten gesorgt, also kein Grund für schlechtes Gewissen.
Durch die Äste einer weiteren Fichte konnte ich den ersten Blick auf den Strand werfen. Klein aber fein, genau so wie ich es mag. Interessant ist das man den Strand nur erreichen kann, in dem man die Fischtaverne durchquert.
Vor einem liegt eine malerische sehr grüne Bucht. Die Vegetation wächst bis an den Strand und die verschiedenen Felsformationen fügen der Szenerie ihren ganz eigenen Charme bei.
Es gibt einen Liegestuhl und Sonnenschirm Verleih, das Wasser sieht einladend aus, nur mein Magen knurrt gefährlich.
Nach einem kurzen, nicht ganz befriedigenden Mal in der Taverne, wollte ich nun endlich auch ins kühle Nass. Auf der Suche nach einem gemütlichen Plätzchen viel mir auf, dass das Meer nicht besonders sauber aussah. Ein paar verdächtige Schaumkronen, haben mir den Apettit auf ein Bad schliesslich verdorben.
Der Strand ist sehr malerisch gelgen und ich bin überzeugt das die Wasserqualität im Normalfall ausgezeichnet ist. Durch Wetter und Lage, sind solche kleine Buchten jedoch teilweise nicht immer gleich gut mit frischem Wasser versorgt.
Etwas enttäuscht habe ich noch ein paar Bilder vom Strand gemacht und mir überlegt wohin ich meinen Alto noch hinquelen würde.
Der Gialiskari Strand war seine Reise Wert, auch wenn ich nicht in den Genuss des erhofften Badevergnügens gekommen bin.