Agathonisi ist ein kleines (14 km2), abgeschieden liegendes Inselchen, das nördlichste des Dodekanes, mit einem ruhigen, gemächlichen Lebensrythmus. Ideal für Griechenland-Angefressene, Ruhesuchende und Wanderer.
Auf der Insel gibt es 2,5 Dörfer: den winzigen Hafenort Agios Georgios, das nur noch von wenigen bewohnte "kleine" Dorf (Mikro Chorio) und das etwas grössere Dorf Megalo Chorio.
Agathonisi hiess früher "Eselinsel" (Gaidaros), die Einwohner mochten den Namen aber nicht und nannten die Insel Agathonisi, was so schön heisst "die gutmütige Insel". Statt Eselinsel wäre Ziegeninsel angebrachter gewesen, denn es leben x-mal mehr Ziegen hier als Einwohner. Immerhin sind noch einige Soldaten hier stationniert (die rüberschauen in die nahe Türkei...), so gibt es etwas mehr Menschen hier. Die Einwohner leben von Viehzucht, Fischfang und Ackerbau, im Osten der Insel wird eine Fischfarm betrieben.
Agios Georgios ist der Hafenort. Um die Bucht herum gruppieren sich die Hafenmole, eine Handvoll Häuser und ein kleiner Ortsstrand. Es gibt Privatzimmer-Vermietung, 3 Tavernen (davon ist eine zugleich der Minimarket), 1 Schiffsticket-Büro, 1 Café. Am Ortsstrand bieten einige Bäume Schatten.
Ein weiterer Badestrand liegt ca. 5-10 Gehminuten von Agios Georgios entfernt und ist auf dem Fahrweg einfach zu Fuss zu erreichen: Spilia. Kein Liegestuhlverleih, wenige Bäume bieten etwas Schatten. Eine weitere Bucht ist die nachfolgende Gaidouravlakos. Leider habe ich dorthin den "guten" Pfad nicht gefunden und musste mich über den Hügel durch die Macchia kämpfen. Auch dort keine Infrastruktur am Strand.
Wenig oberhalb von Agios Georgios an der Strasse nach Megalo Chorio liegt eine weisse Doppelkirche.
Von Agios Georgios ist man schnell zu Fuss in Mikro Chorio oder in Megalo Chorio (es bleibt einem nichts anderes übrig als zu Fuss zu gehen, es gibt hier keine Busse oder Taxis oder Mietautos...)
Agios Georgios ist winziger, gemütlicher Hafenort, wo man sich gleich wohl fühlt!
Agathonisi bezaubert durch seine Einfachheit, seine "Kleinheit", Ländlichkeit und Ruhe. Tagsüber wandert man, abends trifft man sich in den 3 Tavernen am Hafen. Rasch kommt man in Kontakt mit den Einheimischen und den wenigen Touristen. Denken Sie nicht, dass es in Agathonisi stinklangweilig ist! Besonders abends kann direkt was los sein: das Schiff der Küstenwache legt an, das Wasserversorgungsschiff kommt vorbei, das Schiff, das die Gasflaschen liefert, bleibt über Nacht und die Besatzung kommt an Land, Elektriker aus Leros sind auf der Insel, neu angekommene Segler und Touristen sorgen für Abwechslung,...
Meine Tage auf Agathonisi zählen zu einem ganz besonderen Erlebnis und ich werde sie nie vergessen. Man besinnt sich wieder auf einfache, unkomplizierte Dinge. Eine kleine griechische Insel, wie man sie sich aus guter alter Zeit vorstellt.
Agathonisi hat nicht tägliche Fährverbindungen! Ich bin von Samos her gekommen. Die gute "Nissos Kalymnos" verbindet Agathonisi mit Pythagorion auf Samos und mit den Dodekanes wie Patmos, Leros, Kalymnos, damals jeden Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag.