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Kirchen
gal_kirchen Kirchen, Fast auf jedem Hügel, in jedem Tal scheint sich eine der zahlreichen Kirchen oder Kapellen zu befinden. Sie gehören zum unverkennbaren griechischen Charakter und sind aus dem Landschaftsbild nicht weg zu denken. Ob nun eher schlicht, elegant oder üppig und prunkvoll - jede Kirche hat ihren eigenen Charme.

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Barbara



 
 
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Agia Thalassini
ANDROS
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Agia Thalassini
Das kleine Kirchlein der Agia Thalassini ist eines der Wahrzeichen der Insel. Es befindet sich im Hauptort Chora unterhalb des Museums für Gegewartskunst.
Ein Spaziergang zur kleinen Kirche rentiert sich auf jeden Fall. Ein paar Stufen führen zur leicht erhöhten Kirche die wiederum die ganze Bucht überblickt. Tagsüber findet man immer wieder Angler welche ihr Glück versuchen an der Uferpromenade stehen. Abends ist die Agia Thalassini und der dazugehörende kleine Platz mit den darinterliegenden Felsen ein beliebter Ort für verliebte Paare.
 
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Das Agios Ioannis Prodromos-Kirchlein
ASTYPALEA
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Das Agios Ioannis Prodromos-Kirchlein

In einem (schon ziemlich älteren) Wanderführer hatten wir von einer Wanderung ab Chora zum Agios Ioannis-Kirchlein gelesen – eine Tagestour. Nur war es bei unserem Besuch im Juli schrecklich heiss, die Landschaft karg und kahl und schattenlos und die Distanzen ziemlich weit. So verzichteten wir aufs Wandern.  Auf dem Foto im Wanderführer sah das Kirchlein aber sehr malerisch aus. So mieteten wir einen Jeep und machten uns auf in den  einsamen Westteil der Insel. Ein Jeep war absolut nötig bei diesen rauhen Schotterstrassen. In der Nähe der Abzweigung zum Profitis Ilias Kirchlein auf einer Hügelspitze fanden wir die gegenüberliegende Abzweigung Richtung Agios Ioannis. Plötzlich tauchte das weisse Kirchlein vor uns auf – ein sehr schöner Anblick! Die einsam gelegene Kirche umgeben von eindrücklicher Landschaft.  Das Kirchlein liegt am Hang, flankiert von den abrupt abstürzenden Felswänden des Ilias-Gebirges (277 m). Tief unten das blaue Meer. Eine Schlucht führt hinunter, gesäumt von Feigen- und Olivenbäumen.
Agios Ioannis ist eine Kreuzkuppelkirche, deren Bau aber an die Hanglage angepasst ist. Die eine Seite wurde fast in den Hang hinein gebaut, ist also auf eine Art tief gebaut. Die Kirche ist fensterlos, es gibt nur einen schmalen Spalt in der Kuppel. Das Dach der Kuppel ist verblasstes Hellblau, die Kirche leuchtet schneeweis sin der bräunlichen Landschaft. Ein sehr harmonisches Bild, das Ensemble von Kirche, Felshang, Flusstal und Meer.
Neben der Kirche befindet sich ein schneeweisses Würfelhaus. Wir vermuten, dass von dort, um eine Art Garten herum, ein Pfad das Flusstal hinunterführt zu einem schönen Strand (was man von oben her sehen konnte). Was wir aber leider nicht ausprobiert haben, obwohl die Bucht sehr verlockend aussah!
Rechts vor dem Kirchlein steht ein Schild, ein brauner Kulturwegweiser mit der Aufschrift kastro. Angeblich soll es dort Ruinen einer Festung geben – die wir aber nicht richtig ausfindig machen konnten. Es war sowieso etwas seltsam auf Astipalea. Mehrmals sahen wir Kulturwegweiser, sind diesen gefolgt, haben aber die Sehenswürdigkeiten  nicht gefunden (Mosaike, Basilika,…) ?! Und wir hatten irgendwie den Eindruck, dass die Insel einmal eine grössere Anzahl Schilder mit der Aufschrift Kastro geliefert bekommen hatte und diese nun grosszügig über die Insel verteilt aufgestellt wurden – auch wenn nicht unbedingt Kastro Spuren ersichtlich waren  (smile).
Aber das Agios Ioannis Kirchlein ist wirklich hübsch gelegen in malerischer Umgebung und ist in dieser einsamen Gegend sicher einen Abstecher wert, gut kombinierbar mit einem Besuch des Profitis Ilias Kirchlein auf dem Hügel in der Nähe.

 
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Das Agios Pandeleimon-Kloster
TILOS
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Das Agios Pandeleimon-Kloster

Das Agios Pandeleimon-Kloster liegt in eindrücklicher einsamer Berglandschaft im Nordwesten der Insel an einem Steilhang.  Die Anfahrt hinter der Agios Antonios-Bucht und dem Plaka-Strand führt durch eine steile, rauhe, unwirtliche Felslandschaft – fast etwas gruselig.
Es wurde 1470 zu Ehren des Heiligen Pandeleimon errichtet und ist ein richtiges Wehrkloster, mit Steinummauerung und einem Wehrturm, umgeben von Zypressen und Platanen. Die eine Zypresse soll um 1800 gepflanzt worden sein. Das Kloster verfügt über eine eigene Quelle. Im unteren Teil gibt es auch ein Café mit schattiger Terrasse.
Die Kirche ist sehr eindrücklich, mit der wunderschön geschnitzten holzigen Ikonostasis und den Wandmalereien. Die Malereien stammen aus dem Jahre 1776 und wurden erst 1986 wieder freigelegt (eine andere Quelle sagt, die Malereien sind aus dem 15. Jh.). Im Kirchenhof findet man ein Kieselsteinmosaik und den Wehrturm. Am 25. Juli ist der Namenstag des heiligen Pandeleimon und so findet hier ein grosses Kirchenfest statt.
Die Gründung des Klosters erfolgte im 14. Jh. durch den Mönch Ionas. Dieser war auf Pilgerfahrt zur Insel Tilos, konnte aber wegen stürmischem Meer nur im Westen der Insel anlegen. Zu Fuss begab sich Ionas durch die Wildnis Richtung Megalo Chorio. Müde schlief er unterwegs ein, da erschien ihm der Heilige Pandeleimon und gebot  Ionas, ihm zu folgen. Pandeleimon führte Ionas in eine tiefe Schlucht und sprach: „hier in dieser wilden Schlucht sollst du mir eine Kirche bauen“. Ionas folgte der Traumerscheinung und baute ein Kirchlein mit einer Zelle. Bald entwickelte sich aus der Einsiedelei eine Klostergemeinschaft. Von Raubüberfällen bedroht, beschlossen die Mönche um 1611, ihr Kloster zu befestigen und mit einer Schutzmauer zu umgrenzen. Es folgten der Wehrturm und eine hohe Umwallung. Das Kloster lebte von Ackerbau und Viehzucht. Zur Zeit der Türkenherrschaft lebten  40 Mönche im Kloster, im 19. Jh. waren es noch 4-5 Mönche. Der letzte Mönch starb 1930. Ein Weilchen wurde das Kloster noch von einer Bauernfamilie bewirtschaftet, danach stand es leer. Das Kloster wurde bei unserem Besuch im Juli 2010 gerade renoviert, die Zellen wurden wieder hergerichtet.
Jeweils am Sonntagvormittag gibt es einen Busausflug ab Livadia zum Kloster: Hinfahrt, ca. 1 Stunde Aufenthalt im Kloster, danach Rückfahrt nach Livadia. Kosten im Juli 2010: Euro 4.- pro Person.
Das verlassene Kloster ist einen Besuch wert, wegen seiner Wehrarchitektur, der reich ausgestatteten Kirche und der eindrücklichen Berglandschaft auf dem Weg dorthin. Ein idyllisches Plätzchen!
Es gibt eine Wanderung vom Kloster Moni Kamariani zum Agios Pandeleimon-Kloster, und eine Wanderung vom Kloster zur Eristos-Bucht (siehe Beschreibung und Karte Skai Maps).

 
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Das Agios Raffail-Kloster, seine Wunder und Legenden
LESVOS
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Das Agios Raffail-Kloster, seine Wunder und Legenden

Das Agios Raffail-Kloster oberhalb Thermi ist ein junges Kloster, aber eine sehr bedeutende Wallfahrtsstätte, zu der auch Griechen von anderen Inseln anreisen und auf wundertätige Heilung ihrer Krankheiten hoffen. Das Kloster wurde 1963 gegründet, zu verdanken ist es dem Fleiss und der Tatkraft der Äbtissin Evgenia. Sie hat das Kloster mit Spenden von Gläubigen und mit finanzieller Hilfe ihres Vaters erbauen lassen. Sie ist auch sonst eine sehr aktive Person: sie verfasst Bücher über die zahlreichen Wunder, die der Heilige Raffail unter den Pilgern und Gläubigen bewirkt hat – und das sind einige, denn es gibt schon mehrere Bände über die Wundertaten (die Bücher sind im Buchladen des Klosters erhältlich). Die Äbtissin wurde sogar für ihre Werke mit dem Literaturpreis des Verbandes griechischer Schriftsteller ausgezeichnet.
Es geschah im Jahre 1957. Bei Bauarbeiten für eine kleine Kapelle stiessen Arbeiter auf ein duftendes (!) Skelett, einen Schädel ohne Unterkiefer und einen Ziegelstein mit eingeritztem Kreuz. Und schon begannen die Wunder. Die in einen Sack gepackten Gebeine gaben komische Geräusche von sich, dufteten nach Weihrauch und liessen sich nicht wegtransportieren. Wer den Sack wegnehmen wollte, dessen Arm wurde gelähmt. Nachts hatten mehrere Besucher der Umgebung seltsame Erscheinungen. Im Schlaf erschien ihnen ein Mann, der sagte, das seien seine Gebeine, er sei ein Mönch aus Ithaka und er sei hier in Lesbos, an dieser Stelle, im Jahre 1463 von den Türken ermordet worden, zusammen mit dem Mönch Nikolaos und der kleinen Irini. Ferner gab der Erscheinende auch genaue Angaben, wo die Gebeine des heiligen Nikolaos und der Irini zu finden seien. Und so war es dann auch. Als die Türken 1463 das Kloster stürmten, nahmen sie Raffail, Nikolaos und Irini gefangen. Irini hackten sie die Hand ab, stachen ihr die Augen aus und verbrannten sie in einem Tontopf. Raffail durchbohrten sie mit Lanzen, hängten ihn kopfüber an einen Baum und sägten ihm den Unterkiefer ab. Nikolaos, auch an einen Nussbaum gehängt, erlitt glücklicherweise einen Herzinfarkt, ohne dass er noch mehr gefoltert werden konnte. Tatsächlich entdeckte man bei Ausgrabungen den Tontopf mit den verbrannten Knochen der Irini sowie die Gebeine des Heiligen Nikolaos. Diese wundersame Geschichte wird im Inneren des Klosters in der Kirche anhand von Fresken dargestellt.
Anhand von Forschungen fand man heraus, dass hier tatsächlich einst ein Kloster gestanden hatte, das von den Türken überfallen worden war. Der Fund der duftenden Gebeine, die Erscheinung und die Richtigkeit der Erzählungen grenzten an ein Wunder, und somit wurde hier im Jahre 1963 das Agios Raffail-Kloster gegründet.
In der einen Klosterkirche liegt der Sarkophag mit den Gebeinen des Heiligen Nikolaos. Er gilt als Beschützer der Kinder, nicht umsonst findet man hier Kinderkleidchen und Babyartikel bei seinem Grab. Rechts hinten steht der Sarkophag der Heiligen Irini, des Mädchens, das mit Raffail und Nikolaos gefoltert wurde. Auch sie soll Wunder vollbringen. Davon zeugen die vielen Votivtäfelchen und Gaben.  In der Nähe ihres Grabes steht ein grosser tönerner Vorratstopf, hierin hätten die Türken sie in heisses Öl getaucht, bevor sie sie verbrannt haben. In der Krypta gibt es einen Brunnen mit heiligem Wasser, das man sich abfüllen kann, um m it nach Hause zu nehmen. Auch heiliges Öl ist erhältlich.
Die Hauptkirche ist dem Heiligen Raffail dem Wundertäter geweiht. Hier befindet sich sein Marmorsarkophag. Viele Gläubige kommen hierher und bitten um Heilung von Krankheiten. Im Buchladen findet man Werke, wo die Wunder des Raffail aufgeführt sind.
Beim Klosterbesuch ist auf angemessene Kleidung zu achten.
Wie gesagt, das Raffail-Kloster ist ein neueres Kloster, das nebst den Reliquien der drei Heiligen keine besonderen herausragenden Kunstschätze vorweise kann. Interessant fand ich vor allem das „Drum und Dran“, die Legenden um die geheimnisvollen Knochen, die Erscheinungen, die wundersamen Geschichten der Heiligen, die Wunde rund Heilungen. Und natürlich darf man die  die Wichtigkeit des Klosters als Pilgerziel nicht unterschätzen. Eindrücklich, wie die Gläubigen ihre Wünsche und Hoffnungen vorbringen,  sich heiligen Wasser und Öl abfüllen, um es mit nach Hause zu nehmen. Mich beeindruckt ihr Gottvertrauen, ihre Hoffnung auf Wunder.

 
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Das Doppelkirchlein Agia Eirini und Agios Ioannis
AGATHONHSI
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Das Doppelkirchlein Agia Eirini und Agios Ioannis

Zwei aneinandergebaute Kapellen bilden dieses hübsche Doppelkirchlein der Heiligen Irini und des Heiligen Johannes. Es liegt ausserhalb und etwas unterhalb von Megalo Chorio, am Hang, auf dem die Gipfelkirche Agios Charalambos liegt.
Das Doppelkirchlein mit den weissen Mauern und dem roten Dach ist umgeben von schattenspendenden Bäumen. Man riecht die Zypressen förmlich... Im Vorhof steht eine antike Säule.
Ein ruhiges, schattiges Plätzchen für eine Rast nach der Wanderung. Meist "stört" nur das Gebimmel der Ziegenglocken die herrliche Ruhe und den Frieden.
In den Senke unterhalb des Kirchleins breitet sich die Bucht Amounli aus mit ihrem Kiesstrand (keine Infrastruktur vorhanden). Von dort kann man über Ziegenpfade zurück zum Hafenort Agios Georgios wandern. Dabei hat man, wenn man den Hügel erklommen und umrundet hat, einen schönen Blick auf die Hafenbucht von oben.
Oder man erklimmt hinter der Doppelkirche den Hügel und steigt bis zur Gipfelkirche Agios Charalambos auf - wo man belohnt wird durch eine tolle Aussicht.
Ich gebe zu, ich komme immer wieder auf Wandervorschläge zu sprechen, sei es bei Ruinen-, Dorf- oder Kirchen-Beschreibungen. Nun ja, viel mehr kann man auf dem winzigen Agathonisi auch nicht unternehmen. Dabei sind es gerade diese Wanderungen, die sich einem einprägen. Man erlebt die Insel hautnah und die schönen Ausblicke werden unvergesslich bleiben - zumindest geht es mir so.

 
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Das Johanneskloster
PATMOS
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Das Johanneskloster

Patmos mit seinen 35 km2 Fläche wurde 1983 vom griechischen Gesetz zur Heiligen Insel erklärt und ist beliebtes Pilgerziel vieler Griechen. 260 m hoch über dem Hafen, im Dorf Chora, thront das riesige Johanneskloster (Agios Ioannis) mit seinen braunen Wehrmauern, umgeben von weissen Würfelhäusern. Es wurde im 11. Jh. gegründet und im 17. Jh. zu einer Burg ausgebaut und war im Mittelalter eines der wohlhabendsten Klöster. Noch heute leben Mönche im Kloster, es ist ein Hort orthodoxer Traditionen und Kultur un birgt Schätze und Kusntwerke von unersetzlichem Wert. Zu besichtigen sind der schöne Innenhof, die reich ausgestattete und mit Wandmalereien geschmückte Kirche, die Dachterrasse, Arkadengänge, Höfe und einige Wirtschaftsräume. In der Schatzkammer (Extra-Eintritt) werden wertvolle Kirchengewänder, fein gearbeitete Ikonen, uralte Schriften und Manuskripte sowie diverse religiöse Kostbarkeiten ausgestellt.
Es lohnt sich, etwas in der Anlage herum zu gehen (man entdeckt schöne Ecken) und hoch zu steigen, so ergibt es gute Fotomotive in den Innenhof, über die Verstrebungen und den Glockenturm. Viele griechische Pilger entzünden Kerzen und kaufen Ikonen und Amulette von hier.

Hinweis: Korrekte Kleidung für den Klosterbesuch ist nötig (keine kurzen Hosen, Schultern und Oberkörper müssen bedeckt sein). Am besten, man besucht das Kloster am Vormittag, teilweise ist es nachmittags geschlossen oder erst nach der Siestazeit wieder offen.

Hingelangen: ab dem Hafenort Skala (Hafenplatz) verkehren Busse hinauf zum Kloster. Noch schöner aber ist der alte Fussweg, der vom Hafen über die Grotte der Apokalypse hinauf nach Chora und zum Kloster führt.
Dabei hat man auch einen sehr schönen Ausblick, entweder hoch zum mächtigen Kloster und den weissen Würfelhäusern von Chora, oder hinunter zum Hafenort Skala und den Buchten der Insel.

Tipp: In Chora nicht nur das Johanneskloster besuchen, auch der Ort selbst ist sehenswert. Enge Gassen, Kirchen und Klöster, bunte Blumen, schöne Eingänge .... immer wieder stösst man auf malerische Überraschungen. 

 
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Das Kirchlein von Gialiskari
IKARIA
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Das Kirchlein von Gialiskari

Gialiskari ist ein kleiner Küstenweiler vor dem Dorf Armenistis, mit vertreuten Häusern. Bekannt ist Gialiskari vor allem wegen seiner malerischen kleinen Kirche in blau und weiss, die mit einem Damm mit dem Festland verbunden ist. In der Umgebung liegen zahlreiche bunte Fischerboote verrtäut. Es ist wohl eines der vielfotografierten Kirchlein der Insel, vor allem reizvoll in Kombination mit den Booten.
In der Nähe gibt es einige Tavernen, die frischen Fisch servieren und einen schönen Blick bieten.
Westlich von Gialiskari schliessen sich die zwei tollen Stände Mesachti und Livadi an, bevor man dann den idyllischen Ort Armenistis erreicht.

 
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Das Kloster Chozoviotissa
AIGIALI-AMORGOS
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Das Kloster Chozoviotissa

Das Bild dieses aussergewöhlichen Klosters habe ich vor 20 Jahren im Film „Le grand Bleu – Im Rausch der Tiefe“ von Luc Besson mit Jean Reno gesehen. Es erschien im Hintergrund einer Szene, wo die Kinder im Meer tauchten. Ich war fasziniert von diesem schneeweissen Kloster, das sich an die steile, rötliche Felswand krallte – wusste aber nicht, wie das Kloster hiess noch wo es sich befand. Monate später war ich in Athen, um Griechisch zu lernen. Ich drehte an einem Ständer mit Postkarten, als mir wieder diese Bild mit dem weissen Kloster an der rötlichen Steilwand klebend ins Auge stach. Postkarte rasch umgedreht, und da stand es: Insel Amorgos, Kloster Chozoviotissa. Logisch, mein nächstes Reiseziel war Amorgos. Zusammen mit einer Freundin, die mich in Athen besuchte, brachen wir auf. Eine lange Schifffahrt ab Piräus und schon Saisonende, es war kühl und windig. Auch unsere einfache Unterkunft in Katapola war kalt, mit klammer Bettwäsche, aber das konnte meine Begeisterung nicht schmälern. Mit dem Bus fuhren wir gleich am nächsten Tag nach Ankunft ins wunderschöne Chora, das in reinster schneeweisser Kykladenarchitektur erstrahlt. Von dort ging es zu Fuss auf einem Treppenpfad auf der anderen Seite Richtung Meer hinunter. Gehzeit wohl so um die 20-30 Minuten, kann mich nicht mehr so genau erinnern. Genau weiss ich aber noch, dass man zuerst auf dem Pfad unterhalb der Felsmauer absolut nichts von Kloster zu sehen bekommt. Erst kurz vor dem Eingang zum Klosterareal öffnet sich der Blick und endlich taucht das mächtige schneeweisse Kloster an der Felswand auf. Ungeduldig stiegen wir die letzten Stufen hinauf, um uns durch den niedrigen Eingang zu zwängen (dieser war so niedrig als besserer Schutz vor Piraten). Die Mönche boten uns Loukoumia an (süsse, dick in Puderzucker gehüllte Geleewürfel) und Ouzo an. Meine Freundin mochte keinen Ouzo und ich getraute mich aus Höflichkeit nicht, den Ouzo stehen zu lassen. Mit 2 Ouzo intus (damals war ich noch nicht so „abgehärtet“) schwankte ich dann die steile tunnelförmige Treppe wieder hinunter. Zum Glück war es so schmal, dass man sich an den Seiten stützen konnte.  Auch die Aussichtsterrasse ist mir in Erinnerung geblieben, ich habe dort Fotos von weissen Mauern gemacht, die mir auch heute noch sehr gut gefallen. Der Besuch dieses Wehrklosters war ein spezielles Erlebnis. Jahre später war ich wieder auf Amorgos, und wieder stattete ich dem Kloster einen Besuch ab – es ist immer eindrücklich. Ein besonderer, fast etwas mystischer Ort.
Einige Fakten: Gegründet wurde das Kloster vermutlich Anfang des 9. Jh. Zur Gründungsgeschichte gibt es zwei Legenden. Die eine sagt, Mönche des Klosters Chozeva in Palästina mussten fliehen, kamen auf ihrer Irrfahrt hier in Amorgos an, wo sie die rötliche steile Felswand an ihre Heimat erinnerte. Sodass sie hier ihre neuen Zellen errichteten. Sie hatten eine Ikone der Muttergottes dabei, die ihnen die richtige Stelle im Fels zeigte, wo sie bauen sollten. Die Ikone ist noch heute in der Klosterkirche aufbewahrt.
Eine andere Legende sagt, dass eine Frau in Palästina die Ikone in ein Boot gelegt hatte, um sie vor den Bilderstürmern zu retten. Das Boot wurde hier an der Felswand angeschwemmt. Ein geheimnisvoller Nagel in der Felswand zeigte den Gläubigen die richtige Stelle, wo sie eine Kirche zu Ehren der Ikone erbauen sollten. Piraten zerstörten die Kirche, aber im 11. Jh. wurde ein Kloster errichtet und immer wieder verstärkt und zu einer Festung ausgebaut. Trotz Piratenüberfällen wurde es nie aufgegeben und kam zu beträchtlichem Reichtum und galt einst mit seinen Ländereien als eines der reichsten Klöster Griechenlands. Einst lebten um die 100 Mönche hier, später um die 30 (einige davon wanderten ab zu den Athos-Klöstern), jetzt ist es noch eine Handvoll.
Das Kloster ist ein typisches Wehrkloster, mit meterdicken Mauern und zwei mächtigen Stützpfeilern. Schneeweiss hebt es sich von der rötlichen, überhängenden Steilwand ab. Die Fenster- und Türöffnungen sind klein gehalten, damit es sich besser verteidigen liess. Man sagt, es gibt ca. 65 Räume im Kloster, aber nur wenig ist zu besichtigen. In einem Raum sind kirchliche Gewänder und Utensilien ausgestellt. Am höchsten Punkt der Anlage steht die kleine Kirche. Hier ist die heilige Ikone der Jungfrau Chozoviotissa zu sehen, mit Silberblech überzogen und von vielen Votivtafeln umgeben. Man sagt, die Ikone kann Wunder vollbringen, von Krankheiten heilen und Regen bringen. Weitere Ikonen sind ebenfalls mit Gold oder Silber überzogen. Unbedingt muss man die Aussichtsterrasse aufsuchen, wo man einen herrlichen Blick über das Meer und die Steilküste hat.
Für einen Besuch auf angemessene Kleidung achten. Öffnungszeiten normalerweise morgens bis ca. 13 Uhr und abends von ca. 17-19 Uhr (Stand vor einigen Jahren). Ab Chora fährt ein Bus zur Bucht von Agia Anna. Etwas oberhalb der Bucht ist die Haltestelle für das Kloster. Oder sonst gibt es den schönen Treppenweg ab Chora.
Unbedingt auch einen Abstecher zur Agia Anna –Bucht machen. In den Felsen liegt hier idyllisch ein schneeweisses Kirchlein am Meer. Hier wurden Szenen zum Film „Le grand Bleu“ gedreht.
Das Spannende am Klosterbesuch ist unter anderem die Erwartung. Man ist gespannt, endlich das Kloster zu sehen. Aber erst kurz davor, wenn man um eine Ecke auf dem Pfad biegt, dann endlich erblickt man es in voller Grösse. Ein aussergewöhnlicher Ort mit einem aussergewöhnlichen Klosterbau.

 
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Das Kloster Kechrovouniou
TINOS
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Das Kloster Kechrovouniou

Pelagia war Nonne im Kloster Kechrovouniou, als ihr 1822 die Muttergottes erschien und ihr gebot, an jener erhöhten Stelle in Tinos-Stadt zu graben, wo dann die wundertätige Marienikone zum Vorschein kam und nun die Wallfahrtskirche Panagia Evangelistria steht.
Kechrovouniou liegt ca. 8 km von Tinos-Stadt entfernt (Busverbindungen vorhanden). Das blendend weisse Kloster liegt am Hang über Tinos-Stadt mit grossartigem Ausblick und ist ein weitläufiger Komplex, der fast etwas einem Dorf im Kleinen ähnelt. Die Anlage umfasst zahlreiche Würfelhäuser, mehrere Kirchen, Treppen, überwölbte Gänge, bunte Blumentöpfe,… Ein Bummel lohnt sich, man entdeckt idyllische Ecken und schöne Aussichten, vor allem, wenn man etwas hochsteigt und die Aussicht von einer Dachterrasse aus geniesst. Noch heute wohnen und arbeiten hier Nonnen.
Die Zelle der Pelagia, die 1971 Heilig gesprochen wurde (auch Tinos wurde 1971 zur Heiligen Insel erklärt), ist ein etwas höher gelegenes Häuschen am hang, neben der Taxiarchis-Kirche. Die karge Zelle mit Bett- und Kochstelle wurde als kleines Heiligtum gestaltet.
Das Kloster ist täglich ausser zur Siestazeit geöffnet. Auf korrekte Kleidung achten!
Ein friedlicher, schöner Ort mit zahlreichen malerischen Ecken.
Als ich das Kloster besuchte, verkaufte eine ältere Bauersfrau vor dem Eingang Kräuter und Tee. Salbei hilft gegen Halsschmerzen, der „tsai tou vounou „(Bergtee)ist recht erfrischend. Und Kräuter von der heiligen Insel schmecken doppelt gut.

 
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Das Kloster Limonos
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Das Kloster Limonos

Das Kloster Limonos ist nebst dem neueren Kloster Agios Raffail das wichtigste und grösste Kloster der Insel – und um einiges älter als Agios Raffail. Schon in alter Zeit hatte hier einst ein Kloster gestanden, das aber aufgegeben oder zerstört wurde. Der Mönch Ignatios liess im Jahre 1527 Limonos wieder neu errichten. Ignatios wurde heiliggesprochen und ist der Schutzheilige der Region. Seine Reliquien gelten als wundertätig.
Limonos gilt als Hort der griechischen Sprache und Kultur. Zur Zeit der Türkenherrschaft wurde es zum geistigen Zentrum von Lesbos. Obwohl es verboten war, bestand hier im Geheimen eine Schule für die griechische Sprache und Schrift. Als ich vor einigen Jahren da war, war das Kloster seiner sozialen Richtung  treu geblieben und beherbergte ein Altersheim, ein behindertenheim und ein Waisenhaus. In seinen weitläufigen Trakten.
Wie wichtig das Kloster auch heute noch ist, erkennt man an seiner Grösse und auch an den zahlreichen Kapellen, die Gläubige ausserhalb der Klostermauern errichten liessen und lassen.
Auch das Klostermuseum zählt nach demjenigen auf der heiligen Insel Patmos zu den bedeutendsten Griechenlands. Es beherbergt über 200 Ikonen, 19 Reliquien, alte Manuskripte und Handschriften, liturgische Gewänder und Geräte, Web- und Stickarbeiten. Einige der Bücher sind weit über 1000 Jahre alt.
Im zentralen Hof steht die Hauptkirche des Klosters, die vollständig mit Fresken ausgemalt ist. Nicht alle Teile des Männerklosters sind für Frauen zugänglich (zumindest war das vor einigen Jahren noch so). Im Umgang des Klosterhofes wurde jedoch extra eine kleine Kapelle errichtet, die Frauen zugänglich ist. Auch sie ist mit Fresken ausgemalt, wie auch die Kapelle des Agios Iakovos, wo die Tierdarstellungen im Paradies auch Pinguine, Giraffen, Krokodile und Elefanten umfassen.
Das Kloster ist eine grosse Anlage, ca. 5 km von Kalloni entfernt, unterhalb der Hauptstrasse. Es ist sicher einen Besuch wert, zählt es doch zu den bedeutendsten der Insel. Es liegt markant in der Ebene, an deren Rande die Hügelzüge ansteigen. Hübsch sind auch die zahlreichen Kapellen in der Umgebung. Beim Klosterbesuch auf angebrachte Kleidung achten. Ich schreibe aus der Erinnerung, die einiges zurückliegt, auch die Bilder sind nicht mehr die aktuellsten. Wer neuere Informationen hat, ist herzlich willkommen, diese zu publizieren, wir freuen uns darüber!

 
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